Tarifkonflikt geht in die nächste Runde: bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ein weiterer bundesweiter Warnstreik legt den öffentlichen Nahverkehr im Augsburger Umland für den kommenden Freitag und Samstag lahm. Alles, was ihr wissen solltet.

Tarifkonflikt geht in die nächste Runde: bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr

Mehr Geld und bessere Bedingungen: Das fordert die Gewerkschaft Verdi für ihre rund 2,2 Millionen Beschäftigten im Bus- und Bahnverkehr und ruft daher zu einem ganztägigen Streik in insgesamt 13 bayerischen Städten auf. Diesen Freitag, den 27. Februar, und Samstag, den 28. Februar, solltet ihr euch Alternativen suchen, um weitere Strecken im unmittelbaren Nahverkehr wahrnehmen zu können. Die Hintergründe zu den Tarifverhandlungen und was ihr am Wochenende tun könnt.

Warum schon wieder ein Streik?

Das denken sich vermutlich die meisten, mit Blick auf ihren eigenen Terminkalender und die anstehenden Verpflichtungen, die trotz des ÖPNV-Streiks nicht ausfallen werden. Dabei ist ein genauerer Blick auf die Hintergründe der andauernden Anspannungen und Streiks wichtig. Es sind die andauernden Verhandlungen zwischen Verdi und dem kommunalen Arbeiterverband, die weiterhin ausschlaggebend für die aktuellen Streiks sind. Auch nach den letzten Gesprächen am 13. Februar, konnten sich die beiden Seiten noch lange nicht auf eine Einigung hinbewegen. Die Forderungen seitens Verdi für eine finanzielle Entlastung der Arbeitnehmenden seien zurückgewiesen worden, weshalb die Gewerkschaft nun weiterhin den Druck erhöhen will. Denn wenn die Zuggleise unbefahren und die Bushaltestellen leer bleiben, fällt erschwerend auf: Wir sind alle angewiesen auf die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr.


Welche Städte sind betroffen?

In insgesamt 13 Städten aus dem Bundesland Bayern sollen am kommenden Freitag und Samstag die Anzeigetafeln an den Haltestellen größtenteils leerbleiben. Offiziell betroffen von dem Streik sind, laut Ankündigung, der Nahverkehr in München, Nürnberg, Augsburg, Dachau, Regensburg, Fürth, Augsburg, Ingolstadt, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth und Schweinfurt.

Tramfahrplan, Ersatzverkehr und unbetroffene Strecken

Alle Pendler:innen mit einer Möglichkeit auf Homeoffice: Warum nicht einfach gemütlich von zu Hause aus arbeiten? Falls das nicht möglich ist, dann ist das noch lange kein Grund zur Sorge. Während der vergangenen Warnstreiks konnten die meisten Stadtwerke und auch Verkehrsunternehmen alternative Notfahrpläne anbieten, um den Betrieb auf vereinzelten Strecken weiterhin aufrechtzuerhalten. Bislang ist noch unklar, inwiefern die Tramlinien der swa von dem Streik betroffen sein werden. Größtenteils sind einzelne Buslinien von unabhängigen Unternehmen geführt und daher nicht betroffen von dem bundesweiten Ausfall. Schaut am besten, für anstehende Termine in der Stadt oder auch im Augsburger Umland zeitig auf den Websites der Stadt und auch der swa nach, welche Angebote es während des Warnstreiks geben wird und welche Strecken befahrbar bleiben.

Swaxi, Carsharing, E-Scooter und Swabi

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich jetzt schon mal nach Alternativen umsehen. So bieten die Carsharing- oder auch Swaxi-Angebote der Stadtwerke ein gut ausgebautes Netz für den öffentlichen Personenverkehr an, der ganz unbetroffen und selbst befahr- sowie planbar ist.

Auch die E-Scooter, die in grellen Rot- und Grüntönen überall in der Stadt bereitstehen, sind leicht mit den zugehörigen Apps auffindbar und können sogar für eine später geplante Fahrt reserviert werden.

Auch die Swabis sind eine flexible und verlässliche Möglichkeit, am Freitag und Samstag von A nach B zu kommen. Die insgesamt 400 Standorte, die in ganz Augsburg verteilt sind, bieten sogar E-Bikes an, mit welchen das Pendeln zur Arbeit trotz Fahrradtour gemütlich gemacht werden kann.