5 typische WG-Mitbewohner, die jeder schon mal miterlebt habt

Wer Teil einer Wohngemeinschaft war bzw. ist, kennt den alltäglichen Struggle mit den Macken der Mitbewohner. Die Erfahrung zeigt, dass sich ein paar bestimmte Verhaltensmuster immer wieder finden lassen.

5 typische WG-Mitbewohner, die jeder schon mal miterlebt habt

Es ist soweit: Ihr habt den heimeligen Schutz von Hotel Mama und Papa verlassen und seid - sei es nun wegen des Studiums, der Ausbildung oder anderem - in die eigenen vier Wände gezogen. Gut, meistens reicht das Budget nur für ein kleines Zimmer in einer WG, aber mehr braucht man für den Anfang ja auch nicht. Und dass so eine Wohngemeinschaft ihre Vorteile hat, wenn man einen Neuanfang gewagt hat, ist unumstritten. Ihr habt gleich ein paar Leute, mit denen ihr quatschen und etwas unternehmen könnt und oft auch Ansprechpartner, falls ihr Fragen zur neuen Stadt habt. Dass das Zusammenleben auf so engem Raum nicht immer leicht ist, bemerkt man in den meisten Fällen aber auch recht schnell. Obwohl jeder Mensch natürlich ein einzigartiges Individuum ist, lassen sich doch ein paar bestimmte Typen des WG-Mitbewohners und seiner Macken feststellen:

Der Verplante

Hä, war da noch was? Irgendwie scheint diese Spezies gerade unter den Studenten besonders vertreten zu sein und jedes Mal wundert ihr euch aufs Neue, wie so eine Person überhaupt überleben kann. Wie, die Anmeldefrist für die Klausuren ist schon vorbei? Shit, ich hab mich noch nicht rückgemeldet! Dass der Bus verpasst wird, ist auch keine Seltenheit und wenn ihr mal etwas ausmacht, sollten mindestens 15 Minuten Verspätungsspielraum miteingeplant werden. Das dreckige Geschirr in der Spüle wird natürlich auch „gleich“ gespült - Nicht. Dabei haben die meisten Vertreter dieser Gattung gar nicht mal so viel Stress, wie kann man dann nur so vercheckt sein? Vielleicht sollte man lieber mal eine Hausarbeit über dieses Phänomen schreiben. Ob der Prof wohl solche Studien zulässt?

Der Putzteufel

Anfangs denkt ihr euch vielleicht noch „Jackpot!“, wenn sich einer eurer Mitbewohner als Putzteufel herausstellt und ihr euch dadurch weniger Arbeit erhofft. Doch es gibt definitiv auch Extremfälle, die es mit der Hygiene und der Sauberkeit der Wohnung etwas zu genau nehmen. Putzplan? Schön und gut, aber wenn du fertig gefegt, gewischt und geputzt hast, muss der Putzteufel trotzdem nochmal eine Extrarunde hinterherlegen - schließlich könnte ja etwas übersehen worden sein. Jede Handlung wird kritisch beäugt, dass sie auch ja keinen Dreck verursacht und wehe dir, wenn du danach nicht gleich sauber machst! Seien wir mal ehrlich: Eine Wohnung, die so klinisch blitzeblank funkelt, dass man wirklich vom Boden essen könnte, fühlt sich dann doch nicht mehr gemütlich an, oder?

Der Alternative

Zunehmend im Kommen ist der Typus des Alternativen. Sein Zimmer ist so mit Pflanzen vollgestopft, dass es als eigenes Biotop gesehen werden kann, er backt sein eigenes Brot und durchquert die Wohnung nur in seinen treuen Birkenstocks. Er lebt natürlich vegan und ist immer für eine philosophische Diskussion am Küchentisch mit einem Glas Wein zu haben - mit oder ohne Gesprächspartner. Auf Demonstrationen geht er lieber als in die Uni, aber was muss, dass muss, ne? Sonst müsste er ja jetzt schon in so einem langweiligen 9-to-5-Job rumgammeln - der blanke Horror! Dann lieber doch nochmal ein Urlaubssemester einlegen und die Grenzen der maximalen Semesteranzahl gepflegt ausreizen.

Der Geist

Man hört ihn nicht, man sieht ihn nicht, aber er ist doch ein Teil der WG. Ihr wisst nie, ob er gerade zuhause, in der Uni oder für mehrere Wochen nach Hause gefahren ist. Oft erkennt ihr seine Anwesenheit nur an den langsam schwindenden Lebensmitteln im Kühlschrank und anderen Haushaltsmitteln. Einen Geist als Mitbewohner zu haben ist auf der einen Seite schon praktisch - schließlich gibt es keine Probleme mit jemandem, der nicht da ist - aber irgendwie fehlt dann doch die soziale Interaktion, wenn man sich schon entschieden hat, in einer WG zu wohnen.

Der Socializer

Er kennt sie alle. Egal ob den halben Studiengang, ständig neue Leute vom Feiern oder die Bedienung vom netten Cafe um die Ecke. Keiner hat so ein großes Netzwerk wie der Socializer und das bekommt ihr als Mitbewohner auch täglich zu spüren. Du bist Teil der fettesten und legendärsten WG-Parties - ob du willst oder nicht. Irgendwie hat er immer Besuch von ein, zwei oder zehn Freunden und macht sich dementsprechend auch in der Wohnung breit. Alleinsein ist keine Alternative, ohne soziale Interaktion würde der Socializer eingehen wie die Topfblume, für die sich niemand im WG-Haushalt verantwortlich sieht und die folglich nur sehr wenig Wasser zu sehen bekommt.

Aber am Ende des Tages muss man sie dann doch irgendwie lieben, die schrulligen Mitbewohner. Immerhin hat man es sich ja selbst ausgesucht, bei ihnen einzuziehen. Wir haben übrigens noch viele weitere Tipps für euer Erstsemester.

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