Wildkräuter sammeln – 10 Hallo-Tipps für den Herbst

Der Herbst ist die Zeit der Suppen und Tees. Warum nicht einfach mal mit selbst gesammelten, leckeren und gesunden Wildkräutern aufpeppen?

Wildkräuter sammeln – 10 Hallo-Tipps für den Herbst

Es ist nass-grau, verregnet und fröstlig und die Tage werden kürzer und kürzer: Der Herbst ist da. Höchste Zeit die flauschigen Decken hervor zu holen und es sich wohlig-gemütlich zu machen. Wenn es draußen nieselt, gibt es nichts Schöneres, als sich mit Tees und Suppen aufzuwärmen – und die kannst Du in der kalten Jahreszeit ganz einfach mit leckeren, vitaminreichen und gesunden Kräutern aufpeppen.

Nutze die warmen Herbsttage zum Wildkräuter sammeln.

Wenn also das nächste Mal die Sonne durch die herbstliche Wolkendecke spitzelt, kannst Du das Wetter nutzen, um draußen Wildkräuter zu sammeln. Auch hier in Augsburg gibt es einiges zu finden: Also ab in die Natur! Wir haben für Dich herausgesucht, welche Kräuter Du in den nächsten Monaten hier bei uns unter anderem finden kannst.

1. Breit- & Spitzwegerich

Die Beiden kennst Du sicherlich, denn sie sind auch mitten in der Stadt fast überall zu finden: Breitwegerich und Spitzwegerich. Sie wachsen an Wegrändern und auf Wiesen und sind wahnsinnig vielseitig verwendbar. Beide kannst Du als Tee verwenden, in einer Suppe verarbeiten oder wie Spinat oder Salat behandeln. Auch die Stiele und die Samen der Blüten kannst Du verzehren. Die Wegeriche haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und sind gut bei Lungenproblemen, Husten, Magenbeschwerden und unterschiedlichen Entzündungen. Aus Spitzwegerich kannst Du beispielsweise ein Sirup erstellen, um es bei der nächsten Erkältung als Hustensaft zu verwenden. Nützlich für die nächste Wanderung: Auch bei Blasen an den Füßen hilft Wegerich.

2. Brunnenkresse & Große Kapuzinerkresse

Dank der vielen Gewässer in und um Augsburg findest Du auch dieses Feuchtigkeit liebende Kraut recht häufig: Brunnenkresse. Die scharf-würzig schmeckende Pflanze regt den Stoffwechsel und die Entgiftung an und kann einfach aufs Butterbrot gepackt werden. Auch für Tinkturen, Tees, Salate und Smoothies kannst Du diesen Kreuzblütler benutzen. Wichtig: Die Kresse am besten frisch verwenden, denn getrocknet verliert sie ihre positive Wirkung. Verwechslungsgefahr besteht lediglich mit dem ebenso genießbaren Schaumkraut. Ein weiteres scharf-intensives Pflänzchen ist die wunderschöne Große Kapuzinerkresse. Geschmacklich recht ähnlich, kannst Du aus ihr beispielsweise ein Pesto herstellen. Sie ist antibakteriell, schleimlösend und immunstärkend und hilft so unter anderem bei Husten, Erkältungen und Harnwegsinfekten.

3. Echtes Labkraut & Gemeine Nachtkerze

Es wirkt beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend und nervenstärkend: Das Labkraut. Recht unscheinbar, mild und wohlriechend eignet sich das Kraut für Salate, Smoothies und Tees und als Füllmittel in Duftkissen. Ein weiteres, gelb blühendes Pflänzchen ist die wohlschmeckende Gemeine Nachtkerze. Auch sie hat ähnliche Wirkungen wie das Labkraut, ist jedoch etwas schwieriger und weniger häufig zu finden. Nach beiden suchst Du am besten auf Wiesen und an Wegrändern.

4. Gemeiner Beifuß & Gewöhnliche Schafgarbe

Mädels aufgepasst: diese Heilkräuter helfen bei Menstruationsbeschwerden. Der erste Kandidat ist der Gemeine Beifuß. Er kann einfach als Tee konsumiert werden, getrocknet kannst Du das Kraut den ganzen Winter über aufbewahren und genießen. Auch den Beifuß findest Du an Wegrändern. Das zweite Frauenheilkraut ist die Gewöhnliche Schafgarbe. Auch sie hilft bei Schmerzen während der Menstruation und kann teilweise sogar einem unregelmäßigen Zyklus entgegenwirken. Den Tee aus diesem Kraut kannst Du trinken oder äußerlich anwenden, denn er hilft zusätzlich bei unreiner Haut. Klingt ziemlich gut, oder? Die Schafgarbe findest Du eigentlich auf jeder Wiese und Grünfläche in der Stadt.

5. Löwenzahn und Brennnessel

Diese beiden kennt wirklich jeder von Euch: Löwenzahn und Brennnessel. Obwohl die Pflanzen so gut wie überall wachsen, werden sie von uns kaum als Heilkraut beachtet. Ein Löwenzahn-Salat oder eine -Suppe sind wahre Alleskönner. Die Pusteblume hilft unter anderem bei Kopfschmerzen und Müdigkeit, bei Hautleiden und Appetitlosigkeit, bei Verstopfungen und Gelenkerkrankungen und ist zudem extrem reich an Vitamin C. Blätter, Blüten, Stängel – alles kann verzehrt werden. Je jünger die Pflanze desto leckerer, denn es sind noch weniger Bitterstoffe enthalten. Fies aber wahnsinnig gesund: die Brennnessel. Bis obenhin voll von Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen sind die Tees und Suppen einfach nur gesund. Keine Angst: Koch- und Mix-Prozesse zerstören die fiesen Härchen, die den gemeinen Juckreiz auslösen. Dementsprechend solltest Du jedoch beim ernten noch dicke Handschuhe tragen, um Dir das Leiden zu ersparen.

Gesundes aus der Natur vor Deiner Haustüre - und das für umme.

Gesundes aus der Natur vor Deiner Haustüre - und das für umme. Besser geht’s nicht. In der Stadtbücherei kannst Du Bücher übers Sammeln von Wildkräutern leihen, mit denen Du dich an das Thema herantasten kannst. Wenn Du dann auf den Geschmack gekommen bist, lohnt es sich vielleicht sogar, Dir einen eigenen Wildkräuter-Führer zuzulegen.

Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du Dich einfach einer Kräuter-Führung anschließen. In und um Augsburg herum gibt es immer wieder verschiedenste Angebote von Experten für wenig Geld. Ansonsten gilt natürlich für alle Kräuter-Streifzüge: Die Funde ordentlich waschen und sichergehen, dass Du auch nur das im Gepäck hast, was Du wirklich gesucht hast, um gesundheitsschädigende und giftige Verwechslungen zu vermeiden.

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