WertArt Augsburg: Kunst entlang der Wertach

Am Sonntag, den 26. September, wurde die Open-Air-Kunstausstellung „WertArt“ mit einer Vernissage feierlich eröffnet. Wir waren dabei und wollen euch das besondere Projekt vorstellen.

WertArt Augsburg: Kunst entlang der Wertach

Spazieren gehen und dabei Kunst entdecken und erleben. Das ist ab sofort zwei Wochen lang für alle AugsburgerInnen möglich. Die vielfältigen Kunstwerke befinden sich mitten in der Natur, mal am Wegesrand, mal direkt am Fluss oder hoch in den Bäumen.

Wie kam es zum Kunstprojekt „WertArt“?

Die Idee zur WertArt wurde vergangenes Jahr im Corona-Sommer geboren. Die KünstlerInnen Lisa Glocker und Monika Wex wollten in der kulturarmen Zeit die Kunst zu den Leuten bringen. Der schöne Spazierweg entlang der Wertach wurde als Ort für die Ausstellung auserkoren und bald darauf fertigten insgesamt zehn KünstlerInnen Kunstinstallationen für „WertArt“ an. Die Ausstellung stieß auf unglaublich viele positive Rückmeldungen, wie Margot Kloos vom Bürgerhaus Pfersee auf der Eröffnungs-Vernissage erzählt. Sie gehört ebenfalls zum „Gründerteam“ des Kunstprojekts und übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für „WertArt“. Aufgrund des überwältigenden Feedbacks stand es außer Frage, auch in diesem Jahr wieder Kunst entlang der Wertach auszustellen.

Auf Entdeckungstour

An insgesamt 20 Stationen entlang der Wertach, zwischen Gollwitzersteg und Eiserner Steg, findet ihr die Kunstobjekte der KünstlerInnen. Da sie auf beiden Uferseiten verteilt sind, könnt ihr sie alle auf einem Rundgang besichtigen. Station Eins befindet sich auf der westlichen Seite der Wertach direkt am Gollwitzersteg. Vor jedem Kunstwerk ist ein kleines Schild aufgestellt, auf dem ihr sehen könnt, wer hinter dem Kunstwerk steckt. Außerdem seht ihr auf der abgebildeten Karte, wo sich die nächsten Stationen befinden. Manchmal verrät euch auch ein kleiner Text, was sich der oder die KünstlerIn bei dem Kunstwerk gedacht hat.

Wenn ihr den Rundweg geht, werdet ihr schnell merken: Die Kunstwerke fügen sich wunderbar in ihre natürliche Umgebung an der Wertach ein. Viele KünstlerInnen haben mit Naturmaterialien gearbeitet und die Gegebenheiten des Standorts genutzt. So befinden sich manche Werke hoch oben in den Bäumen. Andere Installationen haben ihren Platz auf einem Baumstumpf gefunden, wie beispielsweise der Tonkopf, modelliert von Monika Wex. Die Künstlerin ist gespannt, wie sich die Büste unter den Umweltweinflüssen, wie Regen, verändern wird.

Kunstwerke in der Natur und mit der Natur

Die KünstlerInnen von „WertArt“ haben mit ihren Werken die unterschiedlichsten Themen aufgegriffen. Mal geht es um den Umgang mit der Natur, mal um die Dynamik unserer Umwelt oder um Erinnerungen und Träume.

Voller Erinnerungen ist beispielsweise der große Baum am Kiosk „Sonnenglück“. Künstlerin Rosa Lutz-Teply hat ihre eigenen Kleider hoch in die Baumkrone hängen lassen. Darunter ein Hochzeitskleid und ein Tanzkleid. Mit jedem verbinde sie ganz besondere Erinnerungen und das ein oder andere hätte auch mit geplatzten Träumen zu tun, erzählt sie auf der Vernissage. Lasst die Kleider unbedingt auch mal abends auf euch wirken, dann werden sie nämlich illuminiert.

Ein anderes Kunstwerk lässt uns einen neuen Blick auf unsere Umgebung werfen, wie das Werk „Durchblick“.

Viele Werke sollen auch einfach nur Spaß machen, wie beispielweise das Windspiel von Henning Gais. Es ist aus Bambus und Stoff gefertigt und klimpert wunderschön, sobald der Wind bläst.

Der wohl jüngste Künstler der Runde ist Elias Frank. Er ist bereits das zweite Mal dabei und hat in diesem Jahr ein Fahrrad gestaltet – ein Fahrrad mit Holzrädern und einem Bilderrahmen auf dem Lenker. „Der Rahmen zeigt den Blick vom Fahrrad in die Natur“, erklärt Elias. „Ich bin viel und gerne mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs. Früher in den Westlichen Wäldern und jetzt, nach meinem Umzug nach Heidelberg im Rhein-Neckar-Gebiet. Mit dem Fahrrad findet man einfach die schönsten Plätze.“ Auch große Fern-Fahrradreisen macht Elias leidenschaftlich gern. „Ich will die Aufmerksamkeit aufs Fahrrad lenken. Es ist ein umweltschonendes Verkehrsmittel und damit wird es in Zukunft immer wichtiger.“ Der rote Fahrradrahmen ist übrigens der seines ersten eigenen Fahrrads.

Weitere Impressionen

Die Ausstellung „WertArt“ könnt ihr bis Sonntag, den 10. Oktober, sehen.

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