Weltgesundheitstag 2021: Keine Chance auf Gesundheit?

Nicht alle Menschen haben die gleichen Chancen, auf Gesundheit. Das gilt weltweit aber auch für Deutschland. Die Corona-Pandemie zeigte das besonders deutlich.

Weltgesundheitstag 2021: Keine Chance auf Gesundheit?

Am 7. April, wird anlässlich der Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 der Weltgesundheitstag begangen. Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Motto und lenkt damit den Fokus auf ein neues Thema. Dieses Jahr lautet das Motto: „Building a fairer, healthier World“, in der deutschen Version heißt es „Gesundheitliche Chancengleichheit“.

Gesundheit ist ungleich verteilt

Je nachdem, wo auf der Erde ein Mensch lebt, kann der Zugang zu Gesundheitsversorgung sehr unterschiedlich ausfallen. Dieser und auch die Lebensumstände bestimmen zu einem großen Teil über Gesundheit und Krankheit – über Leben und Tod.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weist darauf hin, dass auch in Deutschland nicht alle Menschen von guten Versorgungsangeboten erreicht werden. Sie plädieren dafür, dass sogenannte „School nurses“ an Schulen eingesetzt werden, um die Gesundheitskompetenz der Kinder zu verbessern.

Sozialer Status und Gesundheit

Wie groß der Unterschied der gesundheitlichen Versorgung allein innerhalb Deutschlands ist, zeigt auch eine Studie des Robert-Koch-Instituts von 2019. Demnach sterben 27 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen aus der niedrigsten Einkommensgruppe, bevor sie das 65. Lebensjahr vollenden. Im Vergleich dazu betrifft das nur 14 Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen der höchsten Einkommensgruppe.

Durch die Corona-Pandemie erwartet die WHO eine Verstärkung dieses Effekts, da mehr Menschen mit wenig Einkommen zurechtkommen müssen.

Die WHO ruft uns daher alle dazu auf, an Lösungen zu arbeiten. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die „nachhaltiger politikfeldübergreifender Anstrengungen“ bedürfe.

Die eigene Gesundheit fördern

Wir können den Weltgesundheitstag auch zum Anlass nehmen, uns bewusst mit unserer eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Unser Körper ist keine Maschine, die immer maximal belastet werden kann. Es gilt die Signale, die der Körper uns gibt, wahrzunehmen und auf sie einzugehen. Besonders in Zeiten des Lockdowns fällt es uns schwer, uns ausreichend zu bewegen, wir tendieren dazu, zu viel Süßes und Fettiges zu essen oder stürzen uns zu sehr in die Arbeit. Also, tut euch und eurem Körper etwas Gutes und gebt ihm, was er wirklich braucht: Bewegung, gesundes Essen und Verschnaufpausen.

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