Ein paar Inspirationen: Neue Traditionen für euer Weihnachten

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür und damit auch alte Traditionen – egal, ob’s das gemeinsame Schmücken des Baumes ist oder das gleiche Festmahl wie jedes Jahr. Wer aber etwas Inspiration für neue Bräuche braucht, ist hier genau richtig.

Ein paar Inspirationen: Neue Traditionen für euer Weihnachten

Wer kennt’s nicht: Die Vorweihnachtszeit sollte eigentlich besinnlich und stressfrei sein. Doch das gelingt leider nicht immer so, wie man sich das vornimmt. Aber neben diversen Tipps und Tricks, um diese Zeit entspannt zu überstehen, können auch Traditionen an Weihnachten dabei helfen, vor und während den Feiertagen Hektik zu vermeiden.

Die etwas andere Weihnachtsdeko

Wusstet ihr, dass der 4. Dezember der Gedenktag der Heiligen Barbara ist? Nein? Dann kennt ihr vermutlich auch diesen Brauch noch nicht: An genau diesem Tag wird ein Zweig von einem Obstbaum abgeschnitten und in einem warmen Zimmer gelagert, wo er in frisches Wasser gestellt wird. An Heiligabend ist es dann so weit – die Zweige blühen und man hat zur Abwechslung mal etwas Neues neben dem traditionellen Weihnachtsbaum zu bewundern.

Der Brauch geht übrigens auf eine Überlieferung von der Heiligen Barbara zurück, nach der sie auf dem Weg in ihr Gefängnis an einem Zweig hängenblieb. Dort angekommen, stellte sie den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie das Martyrium erlitt. Das besagt auch die daraus entstandene Bauernregel:

„Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“

Weg mit bösen Geistern

Vom 25. Dezember bis zum 6. Januar finden die Raunächte – auch die zwölf heiligen Nächte genannt – statt. Dabei werden nicht nur in der Alpenregion mit guten Kräutern und Harzen die eigenen vier Wände gründlich geräuchert, um sie von der Last des vergangenen Jahres zu befreien. Gleichzeitig hält sich auch der Brauch, in dieser Zeit besonders auf Ordnung und Sauberkeit im Haus zu achten. Wer weiß, vielleicht schadet das nach der ein oder anderen ausgiebigeren Weihnachtsfeier auch nicht? Zusätzlich soll das Ausräuchern sogar vor bösen Mächten schützen.

Süßer die Glocken nie klingen

Was gibt es Schöneres, als die Weihnachtsfeiertage im Kreis mit seinen Liebsten zu verbringen? Wer etwas Romantik in die ganze Atmosphäre bringen möchte, der kann heimlich einen Mistelzweig unter der Weihnachtsdeko anbringen. Denn wenn sich Verliebte darunter küssen, bringe das anscheinend Glück – und ewige Liebe noch dazu. Diese Tradition zu Weihnachten ist dabei auf germanischen Ursprung zurückzuführen. Populär wurde das Küssen unter dem Mistelzweig aber besonders durch Romane in der viktorianischen Zeit. Denn damals war der Kuss unter der Mistel ein Weg für die Charaktere, das gesellschaftliche Tabu von öffentlichen Liebkosungen zu umgehen.

In China steht ebenfalls die Liebe im Fokus: An Heiligabend werden dort rote Äpfel als Zeichen für Glück und Frieden verschenkt. Eventuell auch eine gute Geschenkidee, oder? Das Überreichen einer Zitrone steht dagegen in Indien auf dem weihnachtlichen Programm, genauer gesagt am 25. Dezember. Allerdings geht diese Frucht nicht an den oder die Partner:in, sondern an das Familienoberhaupt. Die Zitrone symbolisiert dabei die Wertschätzung der Familie sowie Glückwünsche.

Typisch Vorweihnachtszeit: Nochmal schön ins Schwitzen kommen

Wir werfen mal einen Blick nach Finnland. Dort gehören Saunagänge nämlich zum täglichen Leben. Natürlich dürfen sie deswegen auch an Weihnachten nicht fehlen. Dabei wird die Sauna am Vormittag geheizt, bevor in Turku traditionell der Weihnachtsfrieden verkündet wird. Währenddessen wird aber darauf geachtet, dass Stille und Ruhe in der Saune herrscht. Bei Lärm suchen einen nämlich die Hauselfen im nächsten Jahr heim. Also, hat jemand Lust auf Sauna am 24. Dezember?

Wir bleiben in Skandinavien, genauer gesagt in Norwegen. Wer dort an den Weihnachtsfeiertagen nach einem Besen sucht, sucht wahrscheinlich vergeblich: Denn aus Angst vor bösen Geistern werden die Haushaltsgeräte vor dem Weihnachtsfest versteckt, damit Hexen und dämonische Wesen nicht damit davonfliegen können. Auch wenn das vielleicht nicht ganz der Wahrheit entspricht, erhalten Kinder oft diese Aufgabe, den Besen bis zum Ende der Weihnachtsfeiertage sicher zu verbergen. Also: Wer den Schwiegereltern noch etwas Stress bescheren möchte, kann sich hier ganz einfach auf diese Tradition zu Weihnachten berufen…

Logo