Warum ich froh bin, dass Weihnachten wieder vorbei ist

Alle Jahre wieder erwarte ich die Weihnachtszeit ganz sehnsüchtig, doch ebenfalls alle Jahre wieder bin ich dann mehr als froh, wenn die Feiertage endlich wieder vorbei sind!

Warum ich froh bin, dass Weihnachten wieder vorbei ist

Es könnte so schön sein: Das ganze Jahr lang träume ich schon von Weihnachten mit mindestens 10cm Schnee, unzähligen Lichterketten, Glühweinen, Lachern, Freude und einfach einer entspannten Zeit mit meiner ganzen Familie. Doch sobald die Adventszeit dann auch endlich vor der Tür steht, verwandelt sich diese kindliche Vorfreude jedes Jahr aufs Neue ziemlich schnell in den typischen „Weihnachtsstress“.

Egal wie oft ich mir vornehme, dieses Jahr die Adventszeit wirklich zu genießen, stehen doch wieder tausend Dinge an, die zu erledigen sind. Von den unzähligen Weihnachtsfeiern ganz zu schweigen! Was soll ich meinen Eltern schenken? Und noch schwieriger: Was meinen Schwiegereltern? Denn typischerweise fällt mir pünktlich zu Weihnachten einfach keine einzige Geschenkidee mehr ein! (Und natürlich habe ich wieder einmal keine einzige meiner Ideen im Laufe des Jahres notiert. Glückwunsch!) Also aufs Neue mit aller Gewalt Pinterest und Youtube durchstöbern, auf der Suche nach originellen Ideen. Schließlich hat man ja den Anspruch, etwas möglichst persönliches und im Idealfall auch selbstgemachtes zu schenken. Denn auch der struggle des Geschenke-Konkurrenzkampfes is real!

Hat man dann endlich die perfekten Ideen, kommt auch schon die nächste Hürde: die überfüllte Innenstadt. Versteht mich nicht falsch, natürlich liebe auch ich unseren schönen Christkindlesmarkt. Aber besonders beim Weihnachts-Shopping können mir die ganzen Glühwein-Genießer auch schon mal gewaltig auf den Geist gehen! Vor allem an Samstagen sind dann auch die Annastraße und die City Galerie, durch die man von rücksichtslosen und entnervten Menschenmassen gedrängt wird, kein Vergnügen mehr.

Bevor ihr mich jetzt aber für den Grinch haltet, muss kurz klargestellt werden, dass natürlich auch ich es liebe, meine Freunde und Familie zu beschenken. Es gibt doch nichts Schöneres, als das Lächeln auf dem Gesicht der anderen zu sehen, wenn sie dein Geschenk auspacken, oder? Doch der Weg bis dahin ist lang und vor allem anstrengend. Puh!

Gut, dass die Zeit zusammen mit der Familie alles wieder wett macht, nicht wahr? Schließlich ist Weihachten eine der wenigen Zeiten im Jahr, an denen man endlich wieder alle Verwandten zu Gesicht bekommt. So schön das auf der einen Seite ist, bedeutet das leider auch, dass man sich ebenso mit „den anderen“ in der Familie konfrontieren muss, denen man sonst eher aus dem Weg geht. Und nachdem man dann zum gefühlt 20. Mal erklärt hat, was man mit seinem Studium denn eigentlich einmal arbeiten will und warum man denn immer noch nicht verheiratet ist, sehnt man sich langsam aber sicher zurück in die geliebte Einzimmerwohnung. Denn dort beginnt dann endlich die wirklich entspannte Zeit des Jahres - bis das ganze Spiel im nächsten Jahr dann wieder von vorne losgeht.

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