Ist das die Zukunft der Konzerte? Die Kresslesmühle macht den Anfang

Ab Mitte April startet das Kulturhaus Kresslesmühle eine neue Veranstaltungsreihe. Was das Besondere an dem neuen Konzept ist und warum wir uns schon mal daran gewöhnen sollten.

Ist das die Zukunft der Konzerte? Die Kresslesmühle macht den Anfang

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten Kulturveranstaltungen seit nun über einem Jahr nur noch in sehr geringem Umfang oder ausschließlich online stattfinden. Darunter leiden nicht nur Kulturschaffende selbst, sondern mit ihnen alle Berufsgruppen um Veranstaltungen herum: Ton- und LichttechnikerInnen, EventmanagerInnen, BühnenbauerInnen und viele mehr.

Nur Online klappt auf Dauer nicht

Vielleicht habt ihr es auch an euch beobachtet: Im Frühjahr und im Sommer letzten Jahres war das Livestream-Angebot noch etwas Besonderes und man hat es gerne genutzt. Man wollte die KünstlerInnen supporten und in der schweren Zeit unterstützen. Doch mit der Zeit ließ das Interesse an Livestreams von Konzerten oder anderen kulturellen Veranstaltungen nach. Ein Livekonzert, dass man sich vor dem Bildschirm daheim ansieht ist kaum vergleichbar mit einem Livekonzert vor Ort.

Wie kann es weitergehen?

Noch ist nicht absehbar, wann es endlich wieder möglich sein wird, Konzerthallen oder zumindest einen kleinen Konzertsaal zu besuchen. Doch die Kulturvereine arbeiten mit viel Kreativität und Einsatz daran, Konzepte zu finden, die Kultur wieder erlebbar und lebhaft machen. So beispielsweise das Kulturhaus Kresslesmühle.

Mühle Home Edition 2.0 – ein neues, hybrides Format

Wer das digitale Kulturangebot der Kresslesmühle in letzter Zeit verfolgt hat, der kennt die Mühle Home Edition bereits. In der Veranstaltungsreihe werden lokale KünstlerInnen in die Kresslesmühle geladen. Ihr Konzert wird dort gefilmt und kann auf dem YouTube-Kanal der Mühle angeschaut werden.

Die „Mühle Home Edition 2.0“ unterscheidet sich vom Vorgänger in zwei wichtigen Punkten: Zum einen werden die Konzerte nun live übertragen und zum anderen wird die Veranstaltung, sobald das Infektionsgeschehen es zulässt, in ein hybrides Format wechseln. Das bedeutet, dass ihr euch – wenn es soweit ist – entweder ein Livestream-Ticket oder ein Präsenz-Ticket der Veranstaltung kaufen könnt. Dadurch wird das Publikum vor Ort durch das Publikum im virtuellen Raum erweitert.

Sind hybride Veranstaltungen die Zukunft?

Dass Veranstaltungen, die gleichzeitig im Netz und auch vor Ort besuchbar sind uns in nächster Zeit häufiger begegnen werden, ist sehr wahrscheinlich. In den Konzertsälen werden zunächst nur wenige Personen erlaubt sein, um Abstand halten zu können. Der zusätzliche Verkauf von Livestream-Tickets wird ein wichtiger Faktor werden, um die Veranstaltung rentabel zu machen.

Hybride Formate sind auch nach der Pandemie attraktiv.

Augsburgs Kulturreferent Jürgen Enninger ist sich darüber hinaus sicher, dass uns hybride Formate auch über die Pandemie hinaus begleiten werden: „Hybride Formate werden auch nach Ende der Pandemie weiter ihre Berechtigung haben, um den Kreis des Publikums zu weiten und auch mobilitätseingeschränkten Personen ein Kulturerlebnis zu ermöglichen“.

Zum Auftakt der „Mühle Home Edition 2.0“ am Freitag, den 16. April 2021, seht ihr Musiker Adrian Winkler und Band. Tickets gibt es im Vorverkauf.

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