Neubau oder Sanierung? Bayerns Pläne für die Uniklinik Augsburg

Das Augsburger Universitätsklinikum ist in die Jahre gekommen. Eine Modernisierung ist erforderlich, der zuständige Minister spricht von einem „Milliardenprojekt“.

Neubau oder Sanierung? Bayerns Pläne für die Uniklinik Augsburg

Das Universitätsklinikum in Augsburg soll modernisiert werden. Erst vor knapp vier Jahren hatte der Freistaat Bayern das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in Bayerisch-Schwaben übernommen. Aktuell wird diskutiert, ob der über 40 Jahre alte Komplex saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Generalsanierung „eine Mammutaufgabe“

Bisher stand eine Sanierung des mit jährlich rund 250.000 Patient:innen eines der größten Krankenhäuser Deutschlands im Raum. Nun betonte Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume gegenüber der Augsburger Allgemeinen und BR24 jedoch, dass eine Sanierung sehr viel länger dauern würde und deutlich aufwendiger wäre. Deshalb spreche alles für einen Neubau, der „in jedem Fall ein Milliardenprojekt“ werde.

Eine Sanierung im laufenden Betrieb sei immer nur eine Notlösung, zumal in diesem Fall ein eigenes Interims-Krankenhaus in der Größe eines Kreiskrankenhauses errichtet werden müsste, so Blume. Der ehemalige Ärztliche Direktor der Uniklinik, Prof. Dr. Michael Beyer, sprach bereits zu Beginn des Jahres von einer „Mammutaufgabe“ und rechnete vor, dass die Sanierung des Haupthauses bis zu 20 Jahre dauern und rund 1,5 Milliarden Euro kosten könnte.

Neubau in unmittelbarer Nähe

Bis Ende 2023 soll im bayerischen Kabinett eine Entscheidung über die Modernisierung des Universitätsklinikums fallen. Sollte es auf einen Neubau hinauslaufen, werde dieser in unmittelbarer Nähe zur bisherigen Klinik entstehen, wie Minister Blume betont. Im Anschluss an einen Neubau sei ein Abriss des bestehenden Gebäudes wahrscheinlich, das aber noch „etliche Jahre“ benötigt werde.

Logo