Augsburg ist jetzt Weltkulturerbe

Es ist offiziell: Seit heute ist das einzigartige Augsburger Wassermanagement-System Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Augsburg ist jetzt Weltkulturerbe

8 Jahre und 2 Millionen Euro Ausgaben später ist es nun soweit: Augsburg ist jetzt UNESCO Weltkulturerbe. Denn die Augsburger waren schon im Mittelalter Vorreiter für die systematische Wassernutzung. Das ist schützenswert, entschied die UNESCO-Kommission am 6. Juli 2019.

Welterbe, das sind Zeugnisse gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen. Hierzu zählen in Augsburg insgesamt 22 bedeutende technische wie architektonische Denkmäler vom 15. bis zum frühen 20. Jahrhundert wie unsere Lechkanäle.

Unsere Lechkanäle prägen das Stadtbild bis heute. Heute plantschen wir gerne im Proviantbach oder fahren Kanu im Eiskanal. Früher waren die Kanäle Energielieferanten für die Textilindustrie. Bis heute erhaltene Wasserräder stehen für das innovative Denken vergangener Zeiten. Sie trieben Mühlen, Hammer- und Pumpwerke an. So nutzten die Augsburger schon im Mittelalter die Ressource Wasser nachhaltig und trennten zwischen Trink- und Brauchwasser.

Ein besonderes Beispiel ist die Wassernutzung der im Jahr 1609 fertiggestellten Stadtmetzgerei. Der Kanal am Vorderen Lech wurde direkt durch die „Stadtmetzg“ geleitet und hatte gleich zwei Funktionen: Fleisch kühlen und Abfälle entsorgen.

Die Stadt Augsburg nimmt die Auszeichnung ernst und plant einen „Wasserladen“ in der Nähe des Rathausplatzes. Wir sind gespannt welche Auswirkungen es nun für das wunderschöne Stadtbild haben wird. Einer war sich schon immer ganz sicher, dass wir Weltkulturerbe werden: Eberhard Pfeuffer.

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