Ein riesiges Reh am Hochablass sorgt für Aufsehen

Das große Reh überbringt eine große Botschaft: Es gelangt viel zu viel Plastik in die Umwelt.

Ein riesiges Reh am Hochablass sorgt  für Aufsehen

Seit den frühen Morgenstunden steht ein überdimensionales Reh aus Plastik direkt am Hochablass. Wie kam das da hin? Und vor allem, was soll uns dieses Reh sagen? Gleich wisst ihr mehr.

Wer steckt hinter dem Reh?

Initiatoren des Projekts sind die Stadtwerke Augsburg (swa). Letztes Jahr thematisierten die swa mit einer Art Guerilla-Aktion das Insektensterben. Vielleicht erinnert ihr euch an die bunten Holzinsekten am Goldschmiedebrunnen? Das Reh ist das diesjährige Projekt dieser Art der swa. Ziel ist es, Menschen für Umweltprobleme zu sensibilisieren.

Was will uns das Reh sagen?

Die Botschaft, die uns das Reh überbringt, ist offensichtlich, wenn man beachtet, dass es aus Plastik besteht. Plastik, das überwiegend aus dem Siebentischwald kommt.

Seit Corona landet noch mehr Müll in der Natur als sonst.

Plastikmüll ist aktuell ein besonders großes Problem, erzählt Leiter der Forstverwaltung Jürgen Kircher. Während der Coronazeit sei viel mehr Müll im Wald als sonst. Viele Plastikflaschen, Kanister, Joghurtbecher, Plastiktüten und Einweg-Grills werden achtlos in die Botanik geworfen.

Für das Projekt wurden zusammen mit dem Zoo Augsburg und einigen Augsburger Schulen rund 600 Kilogramm Müll gesammelt.

Eine Künstlergruppe stand dann vor der großen Aufgabe, den Müll in Reh-Form zu bringen. Dass die Figur ausgerechnet ein Reh ist, hat seinen Grund. Es soll stellvertretend für alle heimischen Waldbewohner stehen, die tagtäglich mit dem Plastikmüll zurechtkommen müssen.

Drei Wochen lange, harte Arbeit stecken in der Reh-Skulptur. Die Künstlergruppe baute zunächst ein drei Meter langes und vier Meter hohes Holzgerüst. Anschließend wurde das Reh-Gerüst mit 20 Kilogramm Plastikmüll verkleidet. Der Kopf war eine besondere Herausforderung, erzählen sie. Dafür mussten viele kleine Plastikteile in die richtige Position gebracht werden.

Das Ergebnis ist wunderschön und traurig zugleich. Aber guckt es euch selbst an. Ihr habt noch bis Ende September die Möglichkeit dazu.

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