5 Tipps für ein nachhaltiges Leben in Augsburg

Unsere Erde leidet sehr unter unserem Verhalten. Anlässlich der Aktionstage für Nachhaltigkeit haben wir 5 Tipps für deinen Alltag!

5 Tipps für ein nachhaltiges Leben in Augsburg

Vom 30. Mai bis zum 5. Juni laufen die Aktionstage für Nachhaltigkeit. Es geht darum ein Zeichen zu setzen, dass die Nachhaltigkeitsziele eingehalten werden. Schließlich sollen auch die Generationen nach uns noch Freude auf unserer Erde haben. Am letzten Tag der Aktion wollen auch wir unseren Beitrag leisten und präsentieren euch 5 Tipps wie ihr in Augsburg nachhaltiger durch den Alltag kommt.

1. Das Auto einfach mal stehen lassen Gemütlich sind wir Menschen ja von Natur aus. Da fährt man gerne mal mit dem Auto zum nächsten Supermarkt oder zum Job. Dass unsere Fahrzeuge einen maßgeblichen Anteil an den CO2-Emissionen haben, muss ich euch vermutlich nicht erklären. Warum aber lassen wir uns dann immer von unserer Gemütlichkeit leiten, verschließen die Augen vor der Realität und drücken aufs Gaspedal?

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Gerade in der Stadt ist es doch so einfach auf sein Auto zu verzichten. Die öffentlichen Anbindungen hier in Augsburg sind wirklich gut und meistens ist man mit dem Fahrrad sowieso schneller am Ziel. Sich mit dem Auto durch die Innenstadt zu kämpfen ist davon abgesehen auch kein wirklicher Spaß... ob man da also überhaupt von Gemütlichkeit sprechen kann? Ich gehe sogar einen Schritt weiter. Braucht man in der Stadt überhaupt ein Auto? Wenn ich meine üblichen Strecken durchdenke, komme ich ausnahmslos mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen aus. Für weitere Ausflüge ist der Zug eine gute Alternative. In Augsburg finden wir außerdem an vielen Stellen Car Sharing Points des SWA. So steht also jedem auch in Ausnahmefällen ein Auto zur Verfügung. Gleichzeitig ist es doch auch viel sinnvoller, wenn wir uns alle wenige Autos teilen. So wird weniger produziert, weniger gefahren und die Erde kann mal wieder so richtig durchatmen.

Wo wir gerade schon das Thema Verkehr haben. Hier noch ein Tipp zum Thema Urlaub: Das Flugzeug ist für die Nachhaltigkeit eine echte Todsünde. Wenn ihr also gerade eure Urlaubspläne schmiedet, überlegt euch zweimal, ob es wirklich ein Flug sein muss. Auch hier ist der Zug eine bessere Alternative. Außerdem gibt es oft auch im direkten Umland so viel zu entdecken.

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2. Plastik macht die Ozeane traurig Pro Jahr erzeugt jeder Deutsche durchschnittlich rund 225 Kilo Plastikmüll. Da wird einem das Ausmaß des riesigen Müllberges erstmal bewusst. Jeden Tag wird immer mehr produziert und bei weitem nicht alles recycled. Irgendwo muss der ganze Müll am Ende landen. Im Regelfall ist das weit weg von uns in unseren einst schönen Ozeanen. Darunter leiden nicht nur die Meeresbewohner, sondern der gesamte ökologische Kreislauf.

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In unserem Auxperiment hat unsere Redakteurin „Lea“ eine Woche plastikfrei gelebt. Schaut euch gerne das Video an, wenn ihr Insider-Tipps für ein verpackungsfreies Leben in Augsburg sucht.

Das Problem mit dem Plastik geht aber weiter. Wusstet ihr, dass zum Beispiel in sehr vielen Kosmetika oder Haushaltsmitteln Mikroplastik enthalten ist? Das sind mikroskopisch kleine Kunststoffe, die unter anderem als Schleif- oder Bindemittel eingesetzt werden. Um jetzt nicht zu wissenschaftlich zu werden, hier mal ein konkretes Beispiel: Ihr packt eure Wäsche in die Waschmaschine und benutzt eines der zahlreichen Waschmittel, die Mikroplastik enthalten. Das Plastik wird mit dem Wasser herausgespült und landet in unseren Kläranlagen. Die können bei weitem nicht alles herausfiltern. Damit haben wir wieder das bekannte Problem. Die Flüsse und Meere sind die Leidtragenden.

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3. Deine Ernährung kann Welten bewegen Viele fragen sich vielleicht, was denn ihre Ernährung mit der Umwelt zu tun hat. Die Antwort lautet: Viel mehr als du dir vorstellen kannst! Gerade die Produktion von tierischen Lebensmitteln bedeutet für die Umwelt eine enorme Belastung. Durch den übermäßigen Konsum von Fleisch, Milch und Eiern hat sich weltweit ein System der Massentierhaltung entwickelt. Auch wenn man mal von den ethischen Gesichtspunkten bezüglich der Tierhaltung absieht, leidet unsere Erde enorm. Die „UN“ hat inzwischen eingestanden, dass die industrielle Fleischproduktion mehr CO2 Emissionen verursacht als alle Verkehrsmittel weltweit zusammen. Das „Worldwatch Institute“ schätzt den Anteil auf 51% der gesamten Treibhausgase. Sie enstehen durch den Futteranbau, den Tiertransport, aber vor allem auch durch die Methan-Gase der Tiere. Übrigens ist auch die Bilanz der Produktion erschreckend. Um 1 Kg Rinderfleisch herzustellen, werden 2,6 Kg Getreide und 15.415 Liter Wasser benötigt. In Drittweltländern, wo viele Menschen verhungern, wird also großflächig das Futter für unsere Massentierhaltung angebaut. Futter, das so viele hungrige Mägen stillen könnte.

Auch wenn eine vegane Lebensweise vielleicht nicht für jeden das Richtige ist, möchte ich euch zumindest ans Herz legen, euren Konsum zu überdenken. Gerade in Augsburg haben wir viele schöne vegetarische und vegane Restaurants. Wenn jeder einen kleinen Schritt wagt, kann sich bereits viel ändern.

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Auch unabhängig vom Verzicht auf tierische Produkte, können wir über Foodsharing gutes Essen verwerten, dafür kein neues kaufen und eine unnötige Müllproduktion verhindern. In Augsburg nehmen schon viele Restaurants an unterschiedlichen Foodsharing Aktionen teil.

4. Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose Als Kind macht man sich ja nicht wirklich Gedanken, wie das mit dem Strom so funktioniert. Den Stecker in die Dose und schon kann der Spaß beginnen. Dass der ganze Strom aber erstmal produziert werden muss, versteht man dann irgendwann später und dass wir in Deutschland viel zu viel davon verschwenden, ist den Meisten hoffentlich genauso klar.

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Wie können wir also etwas dafür tun, um in unserem Haushalt weniger Strom zu verbrauchen? Oft helfen Steckdosenleisten, die man immer brav ausmacht, denn viele Geräte verbrauchen auch im Standby Modus einiges an Strom. Ansonsten sollten sämtlich Geräte immer nur so häufig wie nötig verwendet werden. Das heißt zum Beispiel, dass man die Spül- und Waschmaschinen immer voll machen sollte, um unnötige Durchgänge zu vermeiden. Wie wäre es denn, wenn wir den Fernseher einfach mal auslassen und lieber nach draußen gehen? Nachmittage am Kuhsee und Abende auf dem Rathausplatz sind mindestens genauso unterhaltend und eure sozialen Kontakte werden es euch danken.

5. Gebrauchtes hat Charme und macht die Erde glücklich Das Thema mit dem Plastik hatten wir ja schon. Das gilt aber auch generell für den Müll. Wir neigen in unserem Wohlstand ja schnell dazu Dinge neu zu kaufen, um dann kurz darauf festzustellen, dass man sie eigentlich gar nicht braucht. Am Ende der Kette landen genau diese Produkte auf der Mülldeponie, wo die Berge immer größer werden.

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Wenn wir uns etwas kaufen, bringt es also schon mal viel, wenn wir auf dem Gebrauchtmarkt Angebote suchen. Jeder Artikel der mehrfach verwendet wird, ist einer weniger, der direkt im Müll landet. Hier findet ihr zum Beispiel eine Auswahl von coolen Flohmärkten. Wir haben aber auch schöne Secondhand Läden in Augsburg wie das „Vinty's“ oder das „Onimos“. Grundsätzlich sollten wir aber nur dann einkaufen, wenn wir Dinge wirklich benötigen. Dieses Prinzip des Minimalismus lässt sich auf alle Lebensbereiche übertragen. Vielleicht sollten wir uns diese minimalistische Augsburgerin als Vorbild nehmen.

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Das waren unsere Tipps für ein nachhaltigeres Leben. Wir hoffen jeder findet so eine Möglichkeit seinen CO2 Fußabdruck aufzupolieren.

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