Wie man in Augsburg durch Carsharing die Umwelt schützen kann

Während es noch etwas dauern dürfte, dass Elektro-Autos die altgedienten, aber umweltschädigenden Verbrennungsmotoren ablösen, werden Dienste wie Carsharing immer wichtigere Alternativen, um den Schadstoff-Ausstoß zu verringern.

Wie man in Augsburg durch Carsharing die Umwelt schützen kann

Gerade in Zeiten von Abgas-Skandalen und ständigen Debatten zum Klimaschutz lohnt sich ein Blick auf Angebote wie Carsharing. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer kein eigenes Auto besitzt und nur bei wirklichem Bedarf auf Leihautos zurückgreift, spart sich Versicherung, KFZ-Steuer und Wartungs- sowie Reparaturkosten. Ein Fahrzeug von Sharing-Diensten ersetzt mittlerweile 4 bis 10 Fahrzeuge, was im Umkehrschluss weniger Fahrzeuge auf den Straßen bedeutet und damit mehr freie Parkplätze, weniger Schrott und weniger Energie- und Rohstoffeinsatz bei der Herstellung. Da ein eigenes Auto in den meisten Fällen sowieso um die 23 Stunden pro Tag nicht genutzt wird, bietet sich das Leihen gerade in größeren Städten für Wenigfahrer mehr als nur an. Mittlerweile setzen die Verleiher verstärkt auf umweltschonende Modelle, was noch ein weiteres Argument für das Carsharing ist.

Das größte Angebot: SWA Carsharing

Doch wie sieht die Situation in Augsburg aus? Sowohl bei dem Verleih von Autos als auch Fahrrädern hat der Dienst der SWA die Nase vorn. Wer einen PKW ausleihen will, kann dies an einem der über 30 Standorte tun, die sich an Mobilitätsknoten befinden und somit bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind (Eine Karte findet ihr hier). Der Dienst ist jedoch nur für Mitglieder verfügbar und kostet einmalig 49€ für die Anmeldung und darauffolgend 7€ pro Monat. Das Angebot erstreckt sich über alle möglichen Fahrzeugtypen vom Mini bis zum Transporter. Ein Beispiel: Wer nicht viel Platz benötigt und sich für ein Auto der Klasse „Mini“ wie den VW Up! entscheidet, kann diesen für 1,80€/Stunde tagsüber oder für einen kompletten Tag für 20€ mieten. Jeder gefahrene Kilometer kostet euch 18 Cent bei den ersten 100km, danach zahlt ihr jeweils nur noch 15 Cent. Wer eine KARO-Card besitzt, erhält übrigens einige Vergünstigungen!

Ehrenamtlich und sozial engagiert: BeiAnrufAuto e.V.

Eine Alternative bietet der ehrenamtliche BeiAnrufAuto e.V., der schon seit 2001 in Augsburg vertreten ist und sich damit schon lange vor dem Sharing Dienst der Stadtwerke für umweltfreundliches Fahren einsetzt. Hier zahlt man für die Anmeldung 40€ und monatlich 2€. Das Besondere: Neben den normalen Fahrzeugklassen wird auch ein Inklusionsfahrzeug angeboten, dass mit einer Auffahrrampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet ist. Außerdem gibt es unter dem Motto „gemeinsam mobil“ die Möglichkeit, dass ehrenamtliche Fahrer für mobilitätseingeschränkte Vereinsmitglieder vermittelt werden, die die Fahrzeuge des Vereins für Arztbesuche, Einkäufe oder Ausflüge nutzen können. Eine Liste der Stellplätze inkl. Der verfügbaren Fahrzeugmodelle findet ihr hier.

Unser Wunsch für Augsburg: CleverShuttle

In anderen Städten wie Berlin, Hamburg, Leipzig oder München ist mittlerweile ein Anbieter auf dem Vormarsch, den wir uns auf jeden Fall auch für Augsburg wünschen. Der Fahrdienst CleverShuttle setzt nicht nur komplett auf umweltfreundliche E- oder Wasserstoffahrzeuge, sondern hat sich auch ein cleveres Konzept ausgedacht: Wenn mehrere Personen eine ähnliche Strecke über die App buchen oder manche Fahrten auf dem Weg einer anderen liegen, werden diese zusammengelegt. So werden nicht nur Kilometer gespart, sondern man kann bei der Fahrt auch noch neue Leute kennenlernen. Das dadurch eingesparte Geld macht sich in den generellen Preisen bemerkbar: CleverShuttle ist momentan der günstigste Fahrdienst Deutschlands!

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