Klimasünder: Die Lebensmittel mit dem meisten CO2

Der Klimawandel ist eine Naturkatastrophe, die nur schwer aufzuhalten ist. Neben Kohlekraftwerken können aber auch Lebensmittel echte Klimasünder sein. Wir zeigen euch, welche fünf das meiste CO2 verursachen.

Klimasünder: Die Lebensmittel mit dem meisten CO2

Mittlerweile hat sich bei uns in der Gesellschaft ein Bewusstsein für nachhaltige Lebensmittel entwickelt. Immer mehr Leute entscheiden sich dazu, vegetarisch oder sogar vegan zu essen. Aber wie hilfreich ist das für unsere Umwelt und Natur wirklich?

Was ist eine CO2-Äquivalente?

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie Lebensmittel CO2 verursachen können. Gemeint ist der Beitrag eines Produkts zum Treibhauseffekt und damit seine Klimaschädlichkeit. Jede Herstellung und jeder Vertrieb ist unterschiedlich aufwendig. Bei Fleisch- und Wurstprodukten, beispielweise, ist auch die Haltung der Tiere mit inbegriffen. Wenn dann berechnet wird, wie viel CO2 auf ein einzelnes Produkt zurückzuführen ist, bekommt man die sogenannte CO2-Äquivalente.

Die 5 Totsünden für unser Klima

1) Butter

Eine der wichtigsten Lebensmittel für die gute alte Brotzeit ist Butter. Wir kennen und lieben sie alle. Doch schlechte Nachricht: Sie ist ganz oben auf der Liste der klimaschädlichsten Produkte. Das liegt vor allem an dem Herstellungsprozess, denn für die Milch, die in der Butter ist, müssen viele Kühe gehalten werden. Diese stoßen beim Verdauungsprozess wiederum Methangas aus, welches 23 Mal schädlicher als CO2 ist.

CO2-Äquivalente: Circa 24 Kilogramm

CO2-ärmere Alternativen: Margarine, vegane Varianten

2) Rindfleisch

Neben anderen Fleischprodukten ist Rind ebenfalls ein echter Klimasünder. Die resultierenden Emissionen der Rinderhaltung sind sogar vier Mal höher als bei Geflügel oder Schwein. Butter hat lediglich eine höhere CO2-Äquivalente, da Milchkühe länger gehalten werden als Schlachtrinder. Es ist deshalb zu empfehlen, auf Fleisch zu verzichten. Wer nicht ganz vegetarisch leben will, kann sich immer noch für Fisch entscheiden.

CO2-Äquivalente: Circa 13 Kilogramm

CO2-ärmere Alternativen: Fisch, Tofu

3) Käse

Käseliebhaber werden jetzt entsetzt sein, aber ja, auch er gehört zu den klimaschädlichsten Lebensmitteln. Für Käse wird nämlich ebenfalls eine große Menge Milch benötigt – wieder einmal von der Kuh. Wenn in dem Käse mehr Fett enthalten ist, dann ist er umso emissionsreicher. Geringerer Fettanteil hingegen ist die klimafreundlichere Variante. Schaut euch einfach mal in der Käsetheke beim Supermarkt um.

CO2-Äquivalente: Circa 8,5 Kilogramm

CO2-ärmere Alternativen: Harzerkäse, Mozzarella, Camembert, Ziegen- und Schafskäse

4) Tiefkühlpommes

Wie jeder weiß, gehören Tiefkühlprodukte nicht zu einer ausgewogenen Ernährung. Dazu sind sie auch noch umweltschädlich. Die heißgeliebten Tiefkühlpommes gehören dazu und sind ganz oben auf der Liste. Zwar gehören Kartoffeln zum Gemüse, das ja bekanntlich klimafreundlich ist, aber die Verarbeitung bis hin zum Tiefkühlprodukt ist aufwendig. Dementsprechend ist auch der Energieverbrauch sehr hoch.

CO2-Äquivalente: Circa 5,7 Kilogramm

CO2-ärmere Alternativen: Selbstgemachte Pommes, andere Kartoffelgerichte

5) Schokolade

Zu guter Letzt kommt die Schokolade – eine der beliebtesten Süßigkeiten weltweit. Keiner kann und will auf sie verzichten. Doch gleich drei Faktoren machen Schokolade zu einem der klimaschädlichsten Produkten: Zum einen erfordert der Anbau von Kakao eine Menge Wasser und zum anderen braucht man für die Herstellung viel Milch. Dazu kommt das Palmöl, für dessen Anbau große Flächen Regenwald gerodet werden.

CO2-Äquivalente: Circa 3,5 Kilogramm

CO2-ärmere Alternativen: Schokolade mit wenig Kakaoanteil, vegane Varianten

Tut der Umwelt und euch selbst etwas Gutes

Wie ihr seht, sind es nicht nur Fleisch- und Wurstprodukte, die schwere Auswirkungen auf unser Klima haben. Natürlich ist es gut, vegetarisch zu leben. Aber nicht alles, was fleischlos ist, ist auch zwangsweise gut für die Umwelt. Ein kleiner Tipp wäre, öfter einmal auf Obst und Gemüse zurückzugreifen. So tut ihr auch eurer Gesundheit einen Gefallen.

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