Troy Of Persia – Musik aus einer anderen Welt

Musik hilft dabei, dem Alltag zu entfliehen. Wer den Songs von Troy Of Persia lauscht, wird in ein fernes Troja entführt.

Troy Of Persia – Musik aus einer anderen Welt

Sedat wartet schon an der Kreuzung. Links geht es den Hunoldsberg hinauf, rechts den Hunoldsgraben entlang. Nach einer kurzen Zigarette geht er zu dem unscheinbaren Gebäude, das zwischen den beiden Straßen liegt und klingelt. Die Tür öffnet sich und wird zu einem Portal in eine andere Welt.

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Ein großer Saal mit einer hohen Decke, die von Säulen gestützt wird, versteckt sich dahinter. Mehrere Stehlampen hüllen ihn in ein goldenes Licht, überall finden sich Instrumente, Equipment und auch Aufnahmeboxen. Nur eine Bar am anderen Ende des Raums lässt auf den ursprünglichen Zweck dieser einzigartigen Location schließen. Was früher ein Jazzclub war, ist heute das Studio von Girisha und der Ort, an dem er und Sedat unter dem Namen Troy Of Persia ihre Träume wahr werden lassen.

Die beiden lernen sich vor circa 2 Jahren kennen, als Girisha bei einem Konzert Bass spielt. Sedat ist so begeistert von seinem Können, dass er nach der Show fragt, ob er ihm etwas von seinem Material schicken darf. Schnell folgen einige Treffen. Aus einem anfänglichen Jam heraus entstehen die ersten gemeinsamen Songs – Troy Of Persia ist geboren.

Sedat und Girisha bilden den festen Kern der Band. Sie leisten die Kreativarbeit. Doch mittlerweile ergänzt eine ganze Liveband das Duo, mit der sie ihre Visionen vollendet verwirklichen können.

„Gute Musik kannst du nicht planen“ – Troy of Persia

Diese Visionen entspringen wie in den Anfangstagen immer dem Moment heraus. „Das ist wie Ideen halt so sind“, erklärt Girisha und zupft an seiner Gitarre. „Das war zwar jetzt total verstimmt, aber ich habe trotzdem einen Sound kreiert. Ideen kommen einfach, es gibt keinen Grund dafür.“ Troy Of Persia schreiben Songs über das, was sie bewegt, ergo kann sich die Thematik auch ständig ändern. „Gute Musik kannst du nicht planen“, ergänzt der Studiobesitzer.

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Ein Element verbindet die Werke des Duos: Troja. „Es ist ein Raum, ein fiktiver Ort an dem etwas passiert“, veranschaulicht Sedat. „Welches Troja nun genau damit gemeint ist, gilt es herauszufinden.“ Der Spielort ihrer Songs ist auf jeden Fall ein Traum von einer alten Stadt, keine Zeitreise. Eine symbolische Version, die immer offen sein wird und keine endgültige Definition erhalten wird. Wichtig sei nur, was sich darin abspielt. Es geht um das Erkunden, eine gemeinsame Reise durch eine unbekannte Traumwelt.

Die musikalischen Wurzeln

Sedat fängt seine Musikkarriere klassisch in einer Schülerband in Augsburg an, fühlt sich aber unterfordert. „Ich habe schnell gemerkt, dass es mir nicht ausreicht, ein paar Akkorde ‘rumzuträllern“, erinnert er sich. Deshalb schreibt er bald darauf eigene Songs und probiert sich in mehreren Bands aus, bis er auf Girisha trifft.

Girisha – ein Augsburger Urgestein

Auch Girishas Musikgeschichte fängt in der Schulzeit an. Sein Erfahrungsschatz ist heute immens groß. Der Vollblut-Musiker ist in vielen Genres unter anderem Reggae, Dancehall und Hip-Hip beheimatet, greift auf ein Repertoire als Bassist in unzähligen Projekten zurück und sammelt sogar Erfahrungen als Straßenmusiker in London.

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In Augsburg ist Girisha Fernando schon seit über 20 Jahren aktiv und zu einem essentiellen Teil der hiesigen Musikszene geworden. Er leitet von 2007 bis 2011 das Programm im legendären Schwarzen Schaf, und experimentiert dort auch mit mit Clubformaten die Elektronik mit Livemusik kombinieren. Heute ist er Kurator beim Brechtfestival und dem Festival der Kulturen und ist für sein Lebenswerk mit dem Augsburger Pop-Preis Roy ausgezeichnet worden.

Augsburgs inspirierende Orte

Die Fuggerstadt ist für Troy Of Persia Heimat. Sedat liebt den Wittelsbacher Park und vor allem den japanischen Steingarten, seinem Rückzugsort, an dem der Sänger auch Gitarre spielen lernte. Wenn er sich wie in einem anderen Land fühlen möchte, kennt er einen ganz besonderen Ort. Der wird aber nicht verraten. „Dort fließen zwei Flüsse zusammen und bilden eine kleine Insel“, schwärmt Sedat. „Wenn ich dort an der Spitze sitze und Nachdenken kann, ist das der schönste Ort in Augsburg.“ Girisha verbringt seine Zeit am liebsten im Siebentischwald.

Auf dem Debütalbum, das im Spätherbst dieses Jahres erscheinen soll, geht es dann wieder ab nach Troja. Im ersten Kapitel besuchen sie die Vororte ihrer imaginären Stadt. Dann startet die einzigartige Reise, die laut Troy Of Persia auch nie enden wird.

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Der Weg wird sie auch am 6. September zu uns in die Redaktion führen, wenn Troy Of Persia ein intimes Wohnzimmerkonzert spielen werden. Der eine oder andere Song vom kommenden Album ist dann bestimmt auch dabei. Vielleicht sogar die Vorab-Single „TV Screen“, die zwei tage später am 8. September erscheinen wird.

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