Mit dem Radl bis ans Ende der Welt

Unterwegs mit dem Fahrrad: Wir zeigen Dir, welche Möglichkeiten es gibt, deinen Drahtesel von A nach B zu bringen.

Mit dem Radl bis ans Ende der Welt

Wir finden, das Fahrrad ist eines der großartigsten Fortbewegungsmittel: es hält fit, macht Spaß, ist umweltfreundlich und bietet eine Flexibilität und Mobilität, die ihresgleichen sucht. Was aber, wenn Du bereits sämtliche Radwege in Augsburg Stadt und Land erkundet hast, es Dich in die Ferne zieht und der eigene Drahtesel nicht fehlen soll? Nicht jeder möchte eine Alpenüberquerung mit dem Rad bewältigen, um eine Fahrradtour am Gardasee zu unternehmen. Und sind wir mal ehrlich: Wenn Du in ein tolles, eigenes Fahrrad investiert hast, möchtest Du im Urlaub nicht darauf verzichten oder Dich auf einen unbekannten Verleih verlassen. Wir haben herausgefunden, welche Möglichkeiten es gibt, Dein Velo von A nach B zu transportieren.

1. Mit der Bahn

Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr ist die Mitnahme Deines Rads möglich. Pro Person darf ein Fahrrad in den dafür vorgesehenen Abteilen transportiert werden. Wichtig ist es, Dich früh genug über die jeweiligen Bestimmungen der Zugarten zu informieren. Auch für größere Reisegruppen gibt es Sonderregelungen und Vorschriften, die Du beachten musst.

Im Fernverkehr benötigst Du eine Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung, die zusammen mit der Fahrkarte gebucht werden können. Buchst Du dein Ticket und die Reservierung gleichzeitig, ist zumindest die Reservierung kostenfrei.

Im Nahverkehr gibt es keine Bundeseinheitliche Regelung. Grundsätzlich variieren die Preise je nach Nutzungsdauer und Streckenlänge, teilweise ist sogar eine kostenlose Mitnahme möglich. Schließlich gibt es noch gesonderte Regelungen für bestimmte Tageszeiten, um beispielsweise den Berufsverkehr nicht zusätzlich zu belasten. Infos für das jeweilige Bundesland bekommt ihr ganz einfach Online.

Willst Du dein Fahrrad nicht selbst umhertragen, gibt es die Möglichkeit, es als Gepäckstück mit der Deutschen Bahn zu verschicken. Das Rad wird vor Deiner Haustüre abgeholt und bis an Dein Wunschziel transportiert.

Tipp: Hast Du ein Klapprad oder schaffst es, Dein Fahrrad so zu demontieren, dass es über oder unter dem Sitz verstaut werden kann, ist die Mitnahme umsonst. Das gleiche gilt für Kinderräder.

2. Mit dem (Fern-)Bus

Möchtest Du mit dem Bus verreisen, ist bei vielen Anbietern die Mitnahme Deines Fahrrads gegen einen Aufpreis möglich. Viele Busse haben dafür Fahrradträger, auf einigen Strecken ist es nötig, das Fahrrad demontiert in einer Fahrradtasche zu verstauen und als Sondergepäck transportieren zu lassen. Je nach Anbieter gibt es verschiedene Preise und Bestimmungen. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Website der jeweiligen Anbieter.

3. Im Öffentlichen Nahverkehr

Wo wir schon bei Bus und Bahn sind: Auch im Öffentlichen Nahverkehr Augsburgs ist ein Fahrradtransport möglich. In den „neuen Straßenbahnen“ sowie in den „Mercedes Citaro Bussen“ ist an Wochentagen zwischen 9 Uhr und 15 Uhr, sowie ab 18.30 Uhr die Mitnahme möglich. Am Wochenende ist der Transport eines Rads pro Person sogar von Betriebsstart bis -ende erlaubt. Mit einem Kinderschein der Preisstufe 2 könnt ihr den Drahtesel so einen ganzen Tag lang mitnehmen.

Obacht: Der Einstieg erfolgt im Bus an der 2. Türe, in der Tram an der 4. Türe. Ist das Fahrzeug zu voll, musst Du auf die Mitnahme verzichtet oder warten.

4. Mit dem PKW

Du besitzt ein Auto, aber Dein Kofferraum ist nicht groß genug, um das Fahrrad einfach hinten rein zu werfen? Dann gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, deinen Drahtesel zu transportieren.

Ein Dachträger

Voraussetzung hier ist eine Dachreling oder ein vom Autohersteller empfohlenes Trägersystem. Der Vorteil ist, dass es keine Störung im Blickfeld des Fahrers gibt und der Innenraum frei bleibt. Außerdem können bis zu fünf Räder transportiert werden. Nachteil ist der erhöhte Spritverbrauch durch den Luftwiderstand. Auch die veränderte Fahrzeughöhe darf im Hinblick auf Parkhäusern und Unterführungen nicht vergessen werden! Und: Nicht jeder Träger ist Fahrzeugtypen-Unabhängig.

Tipp: Messe die neue Fahrzeughöhe, schreibe sie auf und platziere sie gut sichtbar auf dem Armaturenbrett. So vermeidest du Schäden an den Fahrrädern und dem Auto.

Heckträger für die Anhängerkupplung

Auch mit dem Heckträger für die Anhängerkupplung können bis zu fünf Fahrräder transportiert werden. Der Vorteil gegenüber dem Dachträger ist, dass er universell für fast alle Autos verwendet werden kann. Ebenso geht die Verladung der Räder deutlich einfacher von statten und der Nachteil des zusätzlichen Luftwiderstandes fällt weg. Nachteil: Nicht jedes Auto hat eine Anhängerkupplung. Du kannst dann zwar auf eine alternative Form des Heckträger ausweichen, die Montage ist jedoch deutlich aufwendiger und die Vorrichtung sperriger. Diese Alternative lässt den Transport von maximal zwei bis drei Fahrräder zu.

Innenraumträger

Möchtest Du Deine Räder nicht der Witterung aussetzten und hast genügend Platz im Innenraum zur Verfügung, kannst Du auf den Innenraumträger zurückgreifen. Dafür musste den bei deinen Drahteseln die Vorderreifen abmontieren. Obwohl der Transport mit dieser Einrichtung sehr sicher und handlich ist, ist der offensichtlichste Nachteil der verlorene Platz im Innenraum des Autos.

5. Im Flugzeug

Du würdest gerne mit Deinem eigenen Fahrrad durch Australien oder Madagaskar cruisen? Das bedeutet, der Drahtesel muss mit in den Flieger - und auch das ist natürlich möglich. Hier gibt es wieder, je nach Anbieter, unterschiedliche Preise und Bestimmungen. Grundsätzlich können Du und dein Fahrrad aber wirklich die ganze Welt zusammen erkunden.

Für welche Art des Beförderung Du dich entscheidest hängt letztlich davon ab, wie häufig Du Deinen Drahtesel transportieren möchtest, welches Transportmittel Du bevorzugst und wieviele Räder von A nach B gelangen sollen. Lohnt es sich also, in einen Dachträger zu investieren, oder verreise ich einfach mit der Bahn?

Die Entscheidung ist ganz individuell. Im besten Fall planst du die Mitnahme frühzeitig und Informierst dich über Beschränkungen und Bestimmungen. Die Möglichkeiten jedenfalls sind sehr vielfältig!

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