Rettet die Fledermäuse

Damit schwache und verletzte Fledermäuse in Zukunft schnell wieder munter durch die Lüfte fliegen können, gibt es jetzt eine neue Auffangstation.

Rettet die Fledermäuse

Fledermäuse sind keine großen Fans vom kühlen Schnee und der frostigen Jahreszeit. Entsprechend verabschieden sie sich pünktlich zum Wintereinbruch in einen mehrmonatigen Schlaf. Gegen März oder April werden sie so allmählich wieder die Augen öffnen und den kommenden Frühling genießen. Doch nicht alle der Tiere können positiv in die Zukunft blicken. Etliche von ihnen haben mit Verletzungen oder Krankheit zu kämpfen. Ein Glück, dass es in Augsburg engagierte Helfer gibt.

In den Vorjahren waren die Fledermäuse noch auf eine Unterbringung in Privatwohnungen angewiesen. In Königsbrunn soll es nun aber eine Auffangstation geben, die die Versorgung massiv unterstützt. Initiatoren sind das „Naturmuseum Königsbrunn“, der Verein „Fledermausschutz“ und der „Tierschutzverein Augsburg“. Im „Gut Morhard“ werden in einem extra präparierten Holzhaus rund 20 Fledermäuse in echtem Luxus hausen können. Es ist Raum zum Fliegen, Klettern und Schlafen, also alles was das Herz der kleinen Tiere begehrt.

Ein Ort für Entdecker

Nicht nur die Fledermäuse können sich auf die neue Auffangstation freuen, sondern auch ihr. Kameras zeichnen die Tiere auf und so bekommt ihr spannende Einblicke. Außerdem könnt ihr die Bewohner untertags durch Fensterschlitze beobachten. Am 19. Januar ab 14 Uhr können sich alle Kinder zudem über ein schönes Event freuen. Es werden Fledermaustraumfänger gebastelt und es gibt jede Menge Neues zu entdecken. Anmelden müsst ihr euch bis 17. Januar unter gut.morhard@tierschutz-augsburg.de

So könnt ihr im Alltag helfen

Natürlich kann eine Auffangstation für 20 Tiere nicht die gesamte Arbeit übernehmen. Gerade, wenn man bedenkt, dass jedes Jahr locker 500 schwache Wildtiere, darunter auch Fledermäuse, beim „Augsburger Tierheim“ abgegeben werden. Die kleinen Flugkünstler sind also auf die Aufmerksamkeit und Hilfe jedes Einzelnen angewiesen.

Wenn ihr eine verletzte Fledermaus findet, dann versucht sie vorsichtig an einen sicheren Platz zu bringen. Beachtet dabei bitte, dass die Flughäute sehr empfindlich sind. Es bieten sich erhöhte Stellen an, die gleichzeitig Schutz vor dem Wetter bieten. Ihr braucht keine Angst haben, da Fledermäuse aber ein relativ spitzes Gebiss haben und ihr nie sicher sein könnt, ob sie vom Tollwutvirus betroffen sind, solltet ihr sie trotzdem nur mit Handschuhen anfassen. Wie bei jedem Lebewesen ist das A und O zunächst eine ausreichende Wasserzufuhr. Im Idealfall verwendet ihr hierfür eine Pipette. Alternativ könnt ihr einen Wassertropfen auf dem Stil eines Bestecks in Richtung des Gesichts halten. Wenn sie durstig sind, werden sie sich bedienen. Das Wasser sollte dabei natürlich nicht in die Nasenlöcher gelangen. Das finden Fledermäuse genauso unangenehm wie wir Menschen. Die Tiere sind recht wählerisch, wenn es um die richtige Nahrung geht und möchten ausschließlich Insekten. Falls das Tier nicht selbstständig abfliegen sollte oder Verletzungen erkennbar sind, ist eine längerfristige Betreuung notwendig, bei der ihr im Zweifelsfall lieber einen Experten kontaktieren solltet.

Wir drücken die Daumen, dass pünktlich zum Frühlingsbeginn die neue Auffangstation fertig ist und alle schwachen Tiere die optimale Unterstützung genießen können.

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