„Augsburg braucht das Theaterviertel“ – und zwar jetzt

Die Initiative „#theatervierteljetzt!“ hat anlässlich der Stadtratssitzung am 23. Juni ein Manifest veröffentlicht. Darin fordern die Mitglieder unter anderem eine zügigere Sanierung des Viertels. Die Unterstützung ist groß.

„Augsburg braucht das Theaterviertel“ – und zwar jetzt

„Machen wir uns gemeinsam auf den Weg von der Baustelle zum Quartier!“, heißt es im kürzlich veröffentlichen Manifest sowie auf der neu eingerichteten Facebook-Seite der Initiative „Theaterviertel jetzt“. Als Titelbild prangt eine Aufnahme der Dauerbaustelle Staatstheater ganz oben auf der Seite.

Am heutigen Donnerstag, dem 23. Juni, wird im Stadtrat diskutiert, wie die Sanierung des Theaters weiter ablaufen soll. Die Initiative „#theatervierteljetzt!“ hat dazu eine klare Vorstellung.

Das Theaterviertel soll sich wandeln

Hinter „#theatervierteljetzt!“ stehen verschiedene Augsburger Akteure, darunter kulturelle Initiativen, EinzelhändlerInnen und Unternehmen. Sie alle fordern die Wiederaufnahme des Projekts „Theaterviertel“ als Stadtentwicklungsprojekt. Dieses wurde bereits 2015/2016 im Bürgerbeteiligungsprozess beschlossen. Die Umsetzung lässt allerdings auf sich warten.

Die Initiative macht deutlich, dass es ihr nicht „nur“ um die Sanierung des Theatergebäudes geht. Sie möchte den Wandel des gesamten Viertels vorantreiben. Dazu gehört etwa auch die Sanierung des Fuggerboulevards, der Fuggerstraße, die den Königsplatz mit dem Theater verbindet. Das Viertel soll „zum Herzstück des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Augsburg“ werden. Dazu gehört auch die Integration der Bars und Restaurants im Viertel.

Der Unterstützerkreis wächst stetig

Apropos Bars: Zu den ersten SupporterInnen der Initiative gehören natürlich auch die zahlreichen Gastronomien in der Ludwigstraße, darunter das „Oh Boi“, „Beim Weissen Lamm“ und die „Soho Stage“.

Und die Liste der UnterstützerInnen wird laufend länger: Lokale Geschäfte wie das „Suslet Outlet“, „Glore Augsburg“ und „Gronde Sehen & Hören“ supporten die Initiative. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich viele UnterstützerInnen aus der Kulturbranche, wie etwa das „theter ensemble“, „Klexs Theater“, „Klassik Radio“ und der „Kulturbeirat Augsburg“.

Was genau wird gefordert?

In ihrem Manifest haben die InitiatorInnen, darunter Stadtrat Raphael Brandmiller, acht Forderungen festgehalten.

In ihrer ersten Forderung geht deutlich hervor, dass ihnen die Sanierung des Theatergebäudes zu langsam vorangeht. Sie fordern eine beschleunigte Sanierung und die „schnellstmögliche Fertigstellung des gesamten Theatersanierungsprojektes“.

Unter anderem wird die Gestaltung des Viertels als „modernes, urbanes Quartier“ gefordert, in dem Kultur, Handel, Gewerbe und Gastronomie vernetzt sind. Das beinhaltet für die Initiatoren auch die Integration des geplanten Stadtmarktquartiers, die Belebung des Straßenraums in der Ludwigstraße und die „Überwindung der ‚gefühlten Barriere' Grottenau“.

Alle weiteren Forderungen könnt ihr hier oder auf der Facebook-Seite „Theatervierteljetzt“ nachlesen.

Wie das Viertel einmal aussehen könnte, seht ihr auf der Website „theaterviertel-augsburg.de“.

Next Steps von „#theatervierteljetzt!“

Am Freitag, den 21. Juli, plant die Initiative eine symbolische Grundsteinlegung für das neue Theaterviertel. Ihr seid als PassantInnen und UnterstützerInnen alle herzlich eingeladen – zum Gespräch und einen gemeinsamen Spaziergang durch das Viertel.

Und noch einen Termin könnt ihr im Hinterkopf behalten: Im September findet das erste Theaterviertelfest in der Ludwigstraße statt. Das genaue Datum steht noch nicht fest.

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