Nicht verpassen: Augsburger Theater-Highlights im Herbst

Wie wäre es mal wieder mit ein bisschen Kultur? Immerhin haben wir davon lange Zeit viel zu wenig bekommen. Wir stellen euch ein paar vielverprechende Stücke der Augsburger Theater-Ensembles vor.

Nicht verpassen: Augsburger Theater-Highlights im Herbst

Am Samstag, den 11. September, eröffnete das Staatstheater Augsburg die Spielzeit 2021/2022, andere Theater-Ensembles sind teilweise schon mitten in der neuen Spielzeit. Wir haben uns einen Überblick gemacht und wollen euch ein paar Theaterstücke vorstellen.

Wer in Augsburg ins Theater gehen will, der denkt natürlich zuallererst an das Staatstheater Augsburg. Doch es gibt auch viele kleinere Theater, die mit einer feinen Auswahl an Stücken überzeugen.

Politisch und interaktiv

Ein Stück, das derzeit vom „Sensemble Theater“ aufgeführt wird, solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Das Stück heißt „Wahlschlacht 2021“ und treibt den Wahlkampf auf die Spitze. Was passiert eigentlich, wenn PolitikerInnen tatsächlich eine Veränderung wollen? Ihr als ZuschauerInnen hört euch an, was die PolitikerInnen auf der Bühne planen und entscheidet am Ende selbst: Veränderung oder doch alles so beibehalten, wie es ist? Noch bis Sonntag, den 26. September, habt ihr die Möglichkeit das Stück zu sehen.

Märchenhaft

Im Staatstheater Augsburg wird es in dieser Spielzeit märchenhaft. Verantwortlich dafür ist das Stück „Der Drache“. Am 1. Oktober feiert die Märchenkomödie auf der Brechtbühne im Gaswerk Premiere. Wer jetzt denkt: „Drache? Dafür bin ich zu alt!“, der verpasst etwas. Das Stück ist nämlich alles andere als Kinderkram, sondern politisch. Es geht um Tyrannei, Unterdrückung und Freiheit. Das russische Stück bringt die Message gegen Diktatur sogar so stark rüber, dass es nach nur zwei Aufführungen im Jahre 1943 für 17 Jahre verboten wurde.

Über Freundschaft

Nicht versäumen solltet ihr auch das Stück mit dem Namen „Abschiedsdinner“. Es feiert am 8. Oktober im „Sensemble Theater“ Premiere. Der Ausgangspunkt der Story: Clotilde und Pierre wollen in ihrem Freundeskreis aufräumen und sich von allen verabschieden, die sie nur noch aus „Gewohnheit“ treffen. Also laden sie die Auserwählten zu einem gemeinsamen letzten Abendessen als Freunde. Es wird ein denkwürdiger witzig-tragischer Abend werden, der eventuell nicht ganz so läuft, wie geplant.

Urkomisch und düster

Im Oktober könnt ihr euch außerdem auf eine weitere Premiere freuen: Am 28. Oktober heißt es im „martini Park“ zum ersten Mal „Vorhang auf für ‚Die Kunst des Wohnens'". Die moderne Komödie, inszeniert durch das Staatstheater Augsburg, lebt durch viele musikalischen Einlagen und einen düsteren Pakt mit dem Teufel. Diesen ist eine Familie eingegangen, um ihr Leben ein wenig aufzupeppen. Was zunächst bestens funktioniert verursacht letztendlich große Probleme. Denn der Teufel will „bezahlt“ werden.

Theater für die ganze Familie

Neben Theaterstücken für Erwachsene hat die Augsburger Theater-Landschaft auch einiges für Kinder und Jugendliche zu bieten. Einige Kompanien haben sich auf die junge Zuschauerschaft spezialisiert und bringen Jahr für Jahr ein buntes Programm auf die Bühne.

Ganz vorne mit dabei ist in diesem Bereich das Theater „Eukitea“ in Diedorf. Viele Kinder aus der Augsburger Region kennen es vielleicht bereits, da Eukitea mit seinen Stücken auch in Schulen kommt. Mit ihren Vorstellungen will das Theater unter anderem Konflikthemen behandeln und somit dazu beitragen, diese zu lösen. Präventionstheater, nennt sich das. Eine öffentliche Aufführung Anfang Oktober steht bereits fest. „Eigentlich wollte ich fliegen lernen“ heißt das gewaltpräventive Stück, das am 3. Oktober im Rahmen der Diedorfer Kulturtage aufgeführt wird.

Auch das „Klexs-Theater“ und das „Märchenzelt“ des Kulturhauses „Abraxas“ spricht mit seinem Programm Kinder an. Im Märchenzelt werden Märchen zum Leben erweckt und kleine Theaterstücke vorgeführt. Für ältere Kinder hat das „Junge Theater Augsburg“ in der Spielzeit 21/22 wieder spannende Stücke parat. In diesem Herbst geht es um Hate-Speech und Radikalisierung.

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