Über diese vermeintlichen Tabuthemen sollten wir mehr sprechen!

Ja, es gibt sie noch: Diese Themen, die letztendlich doch gerne ausgeklammert werden. Doch es gibt diese Sachen, über die wir häufiger, ehrlicher, offener und toleranter sprechen sollten.

Über diese vermeintlichen Tabuthemen sollten wir mehr sprechen!

LGBTIQ & vor allem Intersexualität

Was LGBTIQ ist? Es setzt sich zusammen aus den Wörtern Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexuell, Transgender, Intersexuell & Queer und versucht mit diesen wenigen Buchstaben das ganze bunte Spektrum von Sexualitäten in sich zu vereinen. Unsere Welt hat viel an Toleranz gewonnen und vor allem die Akzeptanz von Homosexualität und Bisexualität ist (fast) in unserer Gesellschaft angekommen, wenn man beispielsweise an die im Oktober 2017 verabschiedete Ehe für Alle denkt. Doch insbesondere Intersexualität ist leider immer noch ein Thema, welches gerne einmal unter den Tisch gekehrt wird. Dabei handelt es sich um Menschen, die sich weder dem weiblichen, noch männlichen Geschlecht eindeutig zuordnen lassen. Sogar wissenschaftlich ist die Aufteilung in zwei Geschlechter längst veraltet, und doch wird Intersexualität als „seltsam“, „komisch“ und „nicht normal“ empfunden. Dazu kommen Menschen, die sich trotz biologisch eindeutigem Geschlecht bewusst gegen eine Zuordnung ihres sozialen Geschlechts entscheiden und ein Leben zwischen Mann und Frau leben - Was vollkommen in Ordnung ist. Also bitte, lasst uns diese Vielfalt feiern und nicht kritisch beäugen!

Depression & andere psychische Erkrankungen

Leider gibt es auch immer noch eine Vielzahl an Menschen da draußen, die psychische Erkrankungen nicht als das akzeptieren können, was sie sind: Eine Krankheit. Wenn jemand mit Gips am Arm sich über seine Schmerzen beklagt, ist das kein Problem. Doch sobald es um die Psyche geht, kommen entweder die Berührungsängste oder diese Ach-der-soll-sich-doch-einfach-mal-einen-Ruck-geben-Einstellung. Weltweit leben über 300.000 Millionen Menschen mit Depression, welche in Kombination mit verschiedenen Angststörungen auch in Deutschland weit verbreitet ist. Sie gilt sogar als eine Art „Volkskrankheit“. Die Depression ist eine wahnsinnig unterschätze Erkrankungen und, was man dabei meistens vergisst, eine der tödlichsten: Bei neun von zehn Suiziden ist eine Depression Ursache für den Tod, weil der Betroffene keinen anderen Ausweg gesehen hat. Was wir dagegen tun können? Offen und tolerant sein, unseren Mitmenschen psychische Schwächen zugestehen. Den Versuch wagen, aktiv zu helfen, statt Sprüche im Stil von „Ach, jeder ist doch einmal traurig!“ zu äußern.

Entwicklungsstörungen wie Autismus & Co.

Auch sogenannte Tiefgreifende Entwicklungsstörungen wie Autismus, Asperger-Syndrom oder auch Inselbegabung sind Krankheiten, die endlich als solche akzeptiert werden sollten. Die Beeinträchtigung der Kommunikation & sozialen Beziehungen und die Schwierigkeiten bei großen Veränderungen sind typische Symptome, machen die Menschen dahinter aber nicht weniger liebenswert. Außerdem neigen Betroffene leider außerdem häufig auch noch zu weiteren psychischen Begleitkrankheiten wie Angststörungen, Schlaf- und Essstörungen sowie fremd- oder selbstverletzenden Verhaltensweisen. Wie bereits zum Thema Depression erwähnt, müssen wir dem Ganzen offen und tolerant begegnen und nicht hinter vorgehaltener Hand tuscheln, wenn uns etwas befremdlich erscheint. Doch leider überwiegt immer noch das Bestehen von Unwissenheit über diese Krankheiten, was natürlich mit entsprechenden Vorurteilen verbunden ist, die es den Betroffenen noch schwerer machen.

Lasst und einfach die Vielfalt unseres Lebens genießen, statt nach Abweichungen irgendwelcher Normen zu suchen! Mit welchen vermeintlichen Tabuthemen seht ihr euch konfrontiert?

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