Wann kommen die neuen Ausgburger Trams?

Seit einer Weile ist klar: Augsburg bekommt neue Trams und mindestens eine neue Straßenbahnlinie. Doch wann ist es soweit?

Wann kommen die neuen Ausgburger Trams?

Wann kommen die neuen Trams? Eine Frage die schon seit langem im Raum steht. Irgendwie scheint es nicht so recht voran zu gehen. Wenn wir uns vor Augen führen, welche Hürden ein solcher Ausbau nimmt, ist das auch nicht verwunderlich. Herr Fergg, Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, verrät uns, wann die neuen Trams kommen, wie es momentan um die Linie 5 steht und was es Neues von der Linie 3 gibt.

Neues von der Linie 5

„Die Genehmigung hängt noch in der Luft“ – Jürgen Fergg.

Die Linie 5 ist Teil des Projekts „Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“ und soll die westlichen Stadtteile sowie das Klinikum besser ans Zentrum anbinden. Seit 2013 wird über den Verlauf der Linie diskutiert. Seitdem gibt es immer wieder Änderungen und neue Hindernisse. Ein Termin für die Eröffnung der neuen Tramstrecke ist deshalb noch nicht in Aussicht. „Die Genehmigung hängt in der Luft“, teilt uns Herr Fergg mit, „alle Anträge werden in diesem Jahr eingereicht, wie es danach weiter geht, werden wir sehen“.

Sobald das Konzept vorgelegt ist, erfolgt die Prüfung durch die Regierung von Schwaben. Dieses sogenannte Planfeststellungsverfahren kann bis zu eineinhalb Jahren dauern. Erst wenn dieser Prozess beendet ist, erfolgt eine Ausschreibung und abschließend die Detailplanung. Für einige Trams sind die Genehmigungen schon durch, die haben jedoch nichts mit der geplanten Linie 5 zu tun.

Die ersten neuen Trams ab 2021

Aktuell steht die Beschaffung von 14 neuen Straßenbahnen bis Ende 2021 auf dem Plan. Zum einen werden damit die älteren, kurzen GT6-Bahnen ausgetauscht, die momentan auf der Linie 6 verkehren, zum anderen sind sie für den Ausbau der Linie 3 vorgesehen. Für alle wurde bereits eine Förderung beantragt. Die Bescheide für die ersten fünf Trams sind durch: „Nun läuft die Ausschreibung für diese Trams“, teilt uns Herr Fergg mit, „wie sie aussehen werden oder welcher Hersteller es sein wird, kann ich noch nicht sagen“. Klar ist, dass die neuen Trams von der Länge und der Kapazität nicht groß von den aktuellen Wägen abweichen werden, da sich das Planungsstelle hier nach den Gegebenheiten und Voraussetzungen der Stadt richten muss. Natürlich wird es aber ein paar Neuerungen geben.

Der Ausbau der Linie 3

Auch hier kommt es zu Verzögerungen.

Auch die Planung für Ausbau der Linie 3 nach Königsbrunn ist seit Jahren im Gange und wird bereits im Januar 2018 bei der Regierung von Schwaben eingereicht. Geplant sind nach dem jetzigen Stand zwölf Bauabschnitte und sieben neue Haltestellen ab dem P+R Haunstetten West bis ins Königsbrunner Zentrum.

Nachträgliche Änderungen am Planfeststellungsbeschluss, unter anderem aufgrund von Lärmschutzklagen betroffener Anwohner, verzögern auch hier den geplanten Baubeginn. Voraussichtlich Ende nächsten Jahres ist es dann endlich soweit. Über Zwei Jahre dauert der Ausbau, beginnend mit Baumfällarbeiten und archäologische Untersuchungen.

Wie finanzieren sich die Neuerungen?

Viel Arbeit, Bürokratie und Planung steckt in diesen Projekten.

Auch über die Finanzierung dieser Projekte sprechen wir mit Herr Fergg. „Projekte wie der Ausbau des Hauptbahnhofs beispielsweise werden mit 85 Prozent durch den Bund und Freistaat bezuschusst. Fahrzeuge für die öffentlichen Verkehrsmittel wie in diesem Fall nur mit 40 Prozent“ informiert er uns. Teile der Fördersummen stammen dabei zum Beispiel aus dem Topf der Luftreinhaltungsmittel. Klar ist, dass viel Arbeit, Bürokratie und Planung hinter solchen Projekten steckt. Verzögerungen scheinen da unvermeidbar und es bleibt spannend.

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