Weiterer Meilenstein: 90.000 Euro für die Surfwelle in Augsburg

Durch die fehlende finanzielle Unterstützung konnte die Surfwelle am Senkelbach in Augsburg bislang nicht umgesetzt werden. Nun hat der Verein Surffreunde Augsburg e.V. 90.000 Euro Zuschuss von der Stadt erhalten.

Weiterer Meilenstein: 90.000 Euro für die Surfwelle in Augsburg

Der Verein Surffreunde Augsburg e.V. kämpft seit geraumer Zeit für eine eigene Surfwelle in Augsburg. Vor zwei Jahren wurde die Welle von der Stadt Augsburg genehmigt. Für die Umsetzung fehlte es aber an Geld. Nachdem sie bereits 200.000 Euro Unterstützung vom Freistaat Bayern erhalten haben, dürfen sie sich nun über eine Summe von 90.000 Euro freuen.

Realisierung rückt näher

„In Augsburg greifen die Förderungen von Land und Stadt hervorragend ineinander.“ – Mehring

Vergangenen Donnerstag, den 7. April, überbrachte der Augsburger Sport- und Kulturreferent Jürgen K. Enninger die Nachricht: „Wenn der Freistaat Bayern die Welle im Senkelbach finanziell unterstützt, dann beteiligt sich natürlich auch die Stadt Augsburg.“ Nachdem der Sportbeirat der Stadt Augsburg das Projekt der Surffreunde als förderwürdig eingestuft hatte, hatte Enninger den amtlichen Förderbescheid im Gepäck. Um den Zuschuss über 200.000 Euro, den der Freistaat auf Initiative des Landtagsabgeordneten Dr. Fabian Mehring in Aussicht gestellt hat, nach Augsburg zu holen, muss sich die Stadt finanziell engagieren, um damit die lokale Unterstützung für die Surfwelle zu dokumentieren.

Das steckt hinter der Surfwelle

„Wir wollen die Surfwelle möglichst nachhaltig gestalten.“ – Surffreunde

Die Surffreunde weisen darauf hin, dass sobald die Finanzierung steht, mit den Bauarbeiten am Senkelbach begonnen werden kann. Die künstlich erzeugte Surfwelle soll durch eine Einengung und Umgestaltung der Sohlschwelle im Wasser entstehen. Für die Welle soll keine Energie, geschweige denn ein Motor oder eine Turbine erforderlich sein, wie die Surffreunde berichten. „Wir nutzen ausschließlich die Wasserkraft des Senkelbachs und verbauen wiederverwendbare Materialien wie Stahl und Holz.“

Die Welle soll am Ende acht Meter breit sein. Gesurft werden kann mit dem Surfbrett, dem Bodyboard und einem Kajak. Dank der geplanten Auffang- und Hilfestellungsvorrichtung können sogar AnfängerInnen den Sport gefahrlos ausprobieren. „Wenn unser Projekt am Senkelbach erfolgreich läuft, hoffen wir, auch andere Standorte für klimafreundliche und kostengünstige Lösungen zu begeistern, anstatt den wachsenden Trendsport mit stromfressenden Surfparks zu bedienen“, so die Surffreunde. Sie wollen, dass die Welle nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verträglich sei und sich reibungslos in die Nachbarschaft einfüge. „Wir werden unter anderem die Rampe so einstellen, dass sie außerhalb der Tagesstunden nicht surfbar ist.“ Hinter dem nächsten Busch sei die Surfwelle nicht mehr hörbar, im Gegensatz zu der bekannten Eisbachwelle in München.

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