Gründerstadt Augsburg: Diese Start-Ups starten 2022 so richtig durch

Die Start-Up-Welt Augsburg steckt voller genialer Ideen und Menschen mit großen Visionen. Wir wollen euch heute drei Start-Ups vorstellen, die in diesem Jahr Großes geplant haben.

Gründerstadt Augsburg: Diese Start-Ups starten 2022 so richtig durch

Augsburg hat sich längst als erstklassiger Gründerstandort etabliert. Allen voran bietet die Initiative „Augsburg gründet!“ vielen jungen Gründerteams ein Sprungbrett. Wir wollen euch heute drei sehr unterschiedliche Start-Ups vorstellen, die jedoch eines gemeinsam haben: 2022 soll IHR Jahr werden.

Für mehr Struktur, Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit

Wir fangen mit einem ganz besonderen Start-Up an - einem Social Start-Up. Social deshalb, weil hier eine Idee verfolgt wird, die der Gesellschaft zugutekommen soll. Im Falle vom Augsburger Start-Up „Mivao“ geht es darum, AutistInnen, Menschen mit ADHS und viele andere Personengruppen dabei zu unterstützen, ihren Alltag selbstständig(er) zu bewältigen. Wie das funktionieren soll? Mit einem speziellen Web-Kalender zum Planen des Alltags und einer verknüpften Smartphnone-App, die dann bei Tagesabläufen und aufgaben unterstützt.

„Es geht darum, mehr Struktur in den Alltag der Menschen zu bringen und damit ein selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen“, erzählen die beiden GründerInnen Margarita und Michael Fürmann. Mivao macht es möglich, Tagesabläufe und Wochenpläne auch visuell schön zu strukturieren und Bilder einzufügen. „Für viele NutzerInnen ist es wichtig, dass es nicht zu textlastig wird“, erklärt Michael.

Die mivao Smartphone-App zur Unterstützung im Alltag.

Seit zwei Jahren arbeiten die beiden intensiv daran, Mivao zu einer bestmöglichen Unterstützung für menschen mit einem hohen Bedarf an Strukturierung zu machen. 2020 gewannen sie den „Idea Slam“ bei „Augsburg gründet!“. Heute sind die beiden viele Schritte weiter. Im Februar 2022 erhalten einige Familien und betreuende Einrichtungen die erste testbare Version von Mivao. „Wir sind sehr gespannt, welche Rückmeldungen wir bekommen“, sagt Margarita. Noch dieses Frühjahr planen die GründerInnen Mivao auf den Markt zu bringen und ihr Unternehmen zu gründen.

Logistik leicht gemacht

Gut gepackt ist halb gewonnen.

Das nächste Start-Up, das wir euch vorstellen wollen, heißt LOG.IG und besteht aus Frauen-Power pur: Die beiden AugsburgerInnen Saskia Reuter und Franziska Bartenschlager wollen mit ihren Softwareprodukten die Logistikbranche revolutionieren. Ihr Ziel ist es, den Ablauf in der Logistik nachhaltiger und effektiver zu gestalten. Wie genau die Idee aussieht, erklärt Saskia, die ihr Masterstudium im Master Personalmanagement an der Hochschule Augsburg im Februar abschließen wird, so: „Unser Frachtvermessungssystem erfasst die Packstückdaten der Sendungen im Wareneingang und diese Daten werden dann an das Transportmanagementsystem unserer Kunden weitergeleitet. Hier erfolgt mithilfe der von uns erfassten Daten die automatisierte Disposition, das heißt, die Packstücke werden unter Berücksichtigung wichtiger Rahmenbedingen, wie Priorität und Sendungsdatum, automatisch auf die Touren geplant.“

Das Jahr 2022 begann für die beiden bereits mit einem Schnellstart: Seit dem 1. Januar haben sie das „EXIST Gründerstipendium“ und sind in ihr erstes eigenes Büro gezogen. Dort sind sie aktuell mit der Programmierung der Software beschäftigt. Franziska kann sich dem komplett widmen - sie hat ihren Informatik-Master bereits abgeschlossen. Das klare Ziel für 2022: Ein Investment bekommen und den Kundenkreis erweitern. Auch das LOG.IG-Team soll während des Jahres wachsen und erste Pilotkunden sollen ihre Softwareanwendungen austesten können.

Der regionale Bio-Haferdrink

Tolle Neuigkeiten gibt es auch vom Start-Up Naturglück aus Horgau. Martin und Andi haben ihren Traum vom regionalen Bio-Haferdrink weiterverfolgt und im vergangenen Jahr große Erfolge gefeiert: Ihre Haferflocken sind in mehreren Supermärkten gelistet und sie produzierten den ersten Haferdrink in der Mehrweg-Glasflasche. Ihr Jahr 2022 startete mit einer großen Haferdrink-Verschenk-Aktion, bei der auch wir uns eine Flasche gesichert haben.

An den Flaschen ist ein QR-Code, über den die TesterInnen direkt zu einer Umfrage weitergeleitet werden, wo sie den Geschmack und sogar die Optik der Flasche bewerten können. „Wir sind gespannt, auf das Feedback der Leute“, sagt Andi. „Die Geschmäcker sind ja sehr unterschiedlich“. Auch ihren Haferdrink wollen die Gründer in diesem Jahr in die regionalen Märkte bringen.

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