Augsburger Start-Up „Ocha-Ocha“ gibt sich nicht geschlagen

Wie das Augsburger Start-up mit der Krise zu kämpfen hat und trotzdem mutig vorausblickt, hat uns Denny von Ocha-Ocha erzählt.

Augsburger Start-Up „Ocha-Ocha“ gibt sich nicht geschlagen

„Ein Jahr Krise ist zu viel. 2021 überleben wir finanziell nicht. Nur ein Crowdfunding hilft noch. Gemeinsam retten wir Ocha-Ocha und schaffen eine zuckerfreie Getränke-Zukunft ohne Schmarrn!“ So leitet das Team um Gründer Christopher Gogolin seine Startnext-Kampagne ein, die das Unternehmen am Leben erhalten soll.

Das ist die Geschichte eines vierjährigen Augsburger Start-ups, das sich weigert an der Krise zu zerbrechen.

Das ist Ocha-Ocha

Denny Sachs von Ocha-Ocha hat uns erzählt, wie 2016 alles anfing: „Christopher hat ein Auslandssemester in Japan gemacht. Dort sind ihm die vielen puren Grüntees und Kaffees aufgefallen, die es dort in den Getränkeautomaten zu kaufen gibt“, erzählt er. In den Getränken war nichts weiter drin als beispielsweise Grüntee und Wasser. Wieder zu Hause recherchierte Christopher, ob es solche puren Getränke auch in Deutschland gibt und stellte schnell fest: Nein. In jedem Erfrischungsgetränk waren Zucker, Süßungsmittel oder andere Zusätze. Das wollte Christoph ändern. Angefangen habe Ocha-Ocha mit einem Bio-Früchtetee, erzählt Denny. Mittlerweile gebe es viele weitere Produkte wie Grüntee, Kaffee und seit der Corona-Pandemie auch lose Tees.

Pur anstatt Zusatzmittel-Cocktail

„Viele Erfrischungsgetränke sind eigentlich nur irgendeine Substanz aus Zucker und Konservierungsmitteln.“

Mit diesem puren Ansatz stünde das Start-up in Deutschland praktisch alleine da, erzählt Denny. „Bei deutschen Getränkeherstellern geht der Ansatz eher dahin zu sagen: Was können wir noch reinmachen, damit wir so wenig Pflanze wie möglich brauchen.“ All die Zusätze, die sich besonders auch auf Kindergetränken finden, seien nicht nötig und dienten nur der Streckung des Getränks und der Rohstoffeinsparung, erklärt Denny.

Darum gibt es jetzt eine Crowdfunding-Kampagne

„Durch das Tal der Tränen sind wir schon durch.“

Ocha-Ocha habe in letzter Zeit viele Start-up-Freunde aufgeben sehen, erzählt Denny. Darunter auch solche, die bereits mit ihren Produkten in Supermärkten gelistet waren. Das ließ das Ocha-Ocha-Team alles andere als kalt. Doch Jammern sei keine Option: „Durch das Tal der Tränen sind wir schon durch“, sagt Denny. „Jetzt ist wieder Aufbruchsstimmung angesagt. Ein letztes Mal Aufbäumen, noch einmal alles versuchen“. Denn wenn man Hilfe benötigt, müsse man auch danach fragen, meint Denny, und zwar bevor es zu spät ist. Unter den Posts ihrer Start-up-KollegInnen, die ihre Aufgabe verkündeten, habe es viele Menschen gegeben, die noch Hilfe anboten haben. „Viele Menschen wollen helfen, aber man muss ihnen auch die Gelegenheit dazu geben“, sagt Denny.

Ocha-Ocha feat. August Gin

Wichtig ist dem Ocha-Ocha-Team, dass ihre UnterstützerInnen Spaß am Helfen haben. Deshalb sind sie in Sachen Dankeschöns für Spenden sehr kreativ geworden. Mit dem Support von „August Gin“ entstand sogar eine Spezial-Edition für die Kampagne: der „Ocha-Ocha Gin“.

Wenn ihr Ocha-Ocha unterstützen wollt, besucht die Startnext-Kampagne unter startnext.com/saveocha.

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