5 Dinge, die Du nicht über die Augsburger Stadtgeschichte wusstest

Die Stadt Augsburg hat bekanntlich eine glänzende, aber auch sehr umfassende Geschichte. Wir haben deswegen nochmal fünf Perlen für euch herausgepickt und präsentieren sie auf dem Silbertablett.

5 Dinge, die Du nicht über die Augsburger Stadtgeschichte wusstest

Von den Römern bis in die Nachkriegszeit bringt uns unsere Reise durch die Augsburger Stadtgeschichte heute. Wir haben nämlich wieder 5 unterhaltsame Geschichten zusammengesucht und präsentieren sie euch stolz hier auf unserem Silbertablett.

1. Augusta Vindelicorum ?

In der Schule lernt man entweder im Geschichts- oder Lateinunterricht, dass die Stadt Augsburg zu Zeiten der Römer Augusta Vindelicorum hieß. Tatsächlich ist dieser Fakt aber ein Missverständnis mit einer nachträglichen Latinisierung. Tatsächlich wird dieser Name nämlich erst seit dem 16. Jahrhundert verwendet und fand von da an Verbreitung. Als die Römer tatsächlich noch in Augsburg lebten, nannten sie den Ort Aelium Augustum. Ab dem 2. Jahrhundert nach Christus wurde allerdings der Name Augusta Vindelicum verwendet. Erst die Ableitung durch grammatische Regeln des Lateinischen brachte der Stadt den heute vermeintlich antiken Namen.

2. Mittelalterliche Visionen

In das Mittelalter bringt uns die nächste Geschichte: Im Jahre 994 war Adelheid von Burgund die Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation - dem Vorgänger des heutigen Deutschlands. Wegen ihrer Fürsorge für die Menschen, die am Rande der damaligen Gesellschaft lebten, wurde sie später sogar heilig gesprochen, aber für die Stadt Augsburg hatte Kaiserin Adelheid noch eine ganz besondere Bedeutung. Nach einer Vision sagte sie den Einsturz des Domes von Augsburg voraus - und unterstützte nach dem Unglück den Augsburger Bischof Luitold beim Neubau der Kirche.

3. Augsburger Stargäste

Raus aus dem Mittelalter, rein in den Barock. Ihre wirtschaftliche Blüte hatte die Stadt Augsburg 1770 zwar schon hinter sich, allerdings fällt in dieses Jahr die Eröffnung des renovierten Schaezlerpalais’. Hierzu wurden einige prominente Gäste begrüßt - darunter auch eine gewisse Maria-Antonia von Österreich, die sich auf ihrer Brautreise nach Frankreich befand und dort einen Zwischenstopp einlegte. Bekannt wurde sie mit ihrem französischen Namen Marie-Antoinette und dem traurigen Ende auf dem Schafott ein paar Monate nach demselben ihres Gatten, König Ludwig XVI. von Frankreich, im Jahre 1793.

4. Der Stempflesee schlug Leck

In den letzten Kriegsjahren wurde Augsburg Opfer verheerender allieerter Bombenangriffe. Dabei wurden nicht nur weite Teile der Stadt zerstört, sondern auch der Stempflesee im Siebentischwald getroffen. Da der Stempflesee aber künstlich angelegt wurde und das Wasser nicht auf natürlichem Weg halten konnte, lief er aus und stand einige Jahre leer. Die namensgebende Gaststätte für den Siebentischwald wurde im Übrigen in der selben Nacht zerstört und nicht wieder aufgebaut.

5. Der ewige Plan um das neue Krankenhaus

Nein, es geht weder um den Flughafen BER oder die MAN-Kreuzung. Schon fast vergessen ist ein anderes Bauprojekt aus dem Augsburger Westen - allerdings muss man vorab sagen, dass die beiden Weltkriege und nicht etwa Planungsfehler den Bau aufhielten. Nachdem im Jahre 1859 das Hauptkrankenhaus in Augsburg gegründet wurde, waren schon kaum 50 Jahre später die Betten knapp geworden. Deswegen plante die Stadt ein neues Krankenhaus im Stadtteil Kriegshaber: Das spätere Westkrankenhaus. Da eben aber die beiden Weltkriege und die damit einhergehende prekäre finanzielle Situation den Bau unmöglich machten. Die amerikanische Besatzung errichtete allerdings ein Lazarett, welches 1947 in das Westkrankenhaus umgewandelt wurde. Doch erst 1970 ging der Bau in den Besitz der Stadt über - obgleich zeitgleich bereits das heutige Zentralklinikum geplant wurde, welches 1982 eröffnet wurde. Im September 1982 wurde das Westkrankenhaus schließlich stillgelegt.

Ihr kennt auch noch interessante Fakten über unsere schöne Stadt? Erzählt uns davon in den Kommentaren!

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