St. Martins Umzüge in Augsburg

St. Martin steht vor der Tür und wir freuen uns auf zahlreiche Umzüge.

St. Martins Umzüge in Augsburg

„Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…“ - Jeder von uns erinnert sich nur unschwer an St. Martins Lieder aus dem Kindergarten, Bastel-Sessions für Laternen in der Grundschule oder die Geschichte vom geteilten Mantel. Der Soldat Martin, war im eisigen Winter auf seinem Pferd unterwegs und teilte seinen roten Mantel mit einem Bettler am Wegesrand, der ohne seine Hilfe vermutlich gestorben wäre. Viele andere vor ihm gingen ohne zu helfen vorbei. Eine schöne Geschichte, die auch für Nicht-Christen eine wichtige Botschaft enthält: an seine Mitmenschen zu denken und zu teilen, ganz ohne eigenen Nutzen daraus zu ziehen. Schön, dass diese Geschichte jedes Jahr zum 11. November oder in den Tagen drumherum auch in Augsburg wieder auflebt.

Warum der Laternenumzug?

Schön und gut, die Geschichte vom großzügigen Soldaten, der nach seiner Begegnung mit dem Bettler zum Bischof wurde, kennt wohl beinahe jeder. Warum aber basteln vor allem Kinder Anfang November schöne Lampions und Laternen für einen Umzug? Das hat einen recht simplen Grund. Licht steht dafür, das Böse zu vertreiben und am Ehrentag des St. Martins am 11. November ist es traditionell eher nicht sonnig, sondern trist und trüb. Die vielen Laternen sollen die Dunkelheit vertreiben, dem Reiter den Weg leuchten und das Licht in die Welt tragen. Außerdem lösen sie die früheren Martinsfeuer ab, die zu Zeiten der Germanen eine Art Erntedankfest darstellten.

Laternenumzüge Augsburg

Kindergärten, Grundschulen und Gemeinden feiern den heiligen St. Martin. Wir wünschen euch viel Spaß, beim traditionellen Laternelaufen zum Beispiel bei folgenden Umzügen in Augsburg:

Martinsfeiern mit Laternenumzug:

St. Georg am 11.11.19 um 17 Uhr

St. Simpert am 09.11.19 um 17 Uhr

St. Maximilian am 12.11.19 ab 17 Uhr

Krümelhof St. Martinsumzug am 11.11.2019 ab 17 Uhr

(Adresse: Talweg 23, 86154 Augsburg)

Was hat es mit der Martinsgans auf sich?

Viele kennen die großen Farmen mit den vielen weißen Martinsgänsen. Freut man sich im März noch darüber, wenn sie fröhlich gackern, bekommt man spätestens im Oktober ein ungutes Gefühl, bei dem Gedanken daran, dass St. Martin für sie zum Todestag werden wird. Aber warum essen wir Gans im November? Hat das noch was mit den ritterlichen Taten von St. Martin zu tun? Ja! Eine Legende besagt nämlich, dass sich Martin, nach seiner Wahl zum Bischof im Gänsestall versteckt hatte. Scheinbar war ihm mit dem Antritt dieses Amtes doch nicht ganz so wohl gewesen. Die ach so bösen Gänse machten aber solchen Lärm, dass das Volk ihn schnell ausfindig machte. Für dieses Vergehen werden deshalb Gänse an St.Martin geschlachtet und verzehrt. Ein bisschen gemein, wenn man bedenkt, dass eine handvoll Gänse dafür verantwortlich ist, dass ihre Artgenossen hunderte Jahre später geschlachtet werden. Vielleicht wollte man aber auch einfach den nebligen November nicht nur durch helle Laternen, sondern auch mit einem leckerem Gänsebraten aufpeppen.

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