August Gin - mehr als nur eine Gin‐Brand: Im Gespräch mit Christoph Steinle

Mit seinem charakterstarken August Gin hat Christoph Steinle schnell die Herzen der Augsburger erobert und gestaltet mittlerweile auch die Gastro­‐Szene der Stadt erfolgreich mit.

August Gin - mehr als nur eine Gin‐Brand: Im Gespräch mit Christoph Steinle

Angefangen hat alles als eine klassische „Schnapsidee“. Doch wohin die Spin & Gin GmbH insbesondere auch mit dem beliebten August Gin kommen würde, war für Christoph Steinle vor drei Jahren nicht annähernd vorstellbar. Mittlerweile ist der charakterstarke Gin nicht nur in unzähligen Bars in Augsburg und der Region vertreten, sondern sogar in Barcelona oder Wien. Doch hinter der starken Marke steckt noch viel mehr als nur Gin. Von Event- und Barcatering bis zur Gastronomie wurde aus dem Unternehmen mittlerweile eine kleine Unternehmensgruppe. Wir waren im Gespräch mit dem Geschäftsführer Christoph Steinle.

Wie läuft es gerade bei euch? Würdest du sagen, der Gin-Hype ist mittlerweile vorbei?

Also wir sind nach wie vor mit der Entwicklung und der Umsatzsteigerung unseres Unternehmens zufrieden. Das muss insofern bedeuten, dass der Markt durchaus noch wächst. Was die Flaschenmenge angeht, haben wir jedes Jahr 100% Wachstum. Wir geben vertrieblich gesehen natürlich auch weiterhin Gas, aber ob das so bleibt, weiß ich nicht. Natürlich macht es auch uns zu schaffen, dass immer wieder neue Anbieter auf den Markt dazukommen. Außerdem ist es auch aus der Perspektive eines informierten Konsumenten, wie ich mich selbst auch bezeichnen würden, schwer zu beurteilen, ob es nicht irgendwann eine Sättigung geben wird. Der Markt wächst auf jeden Fall weiterhin und ich bin auch der Meinung, dass er beständig weiter wachsen wird. Immerhin gibt es auch in der Region noch viele, die das Produkt nicht kennen. Also allein in der Kernregion von München bis Stuttgart ist noch immer viel Luft nach oben.

Natürlich ist August Gin die starke Marke, hinter der aber noch viel mehr steckt. Von Event- und Barcatering über Gastronomie sind wir mittlerweile eine kleine Unternehmensgruppe geworden. Der Gin ist ein Teil davon. Immer noch ein wichtiger Teil, da er trotz wachsender Gastronomie immer noch die Hälfte des Gewinns ausmacht. Aber wir sind eben nicht nur ein Gin Brand.

Wie viel von dem, was ihr heute macht, war wirklich geplant?

Also um ehrlich zu sein war vor 3 Jahren noch nicht wirklich viel geplant. Es war im wahrsten Sinne eine klassische „Schnapsidee“. Natürlich war es damals unser Traum, dass sich das Unternehmen in diese Richtung entwickelt. Aber viele Wendungen und Projekte, die wir heute machen, waren damals nicht annähernd angedacht oder vorstellbar. In das Thema Gastronomie zum Beispiel sind wir eigentlich eher hineingestolpert. Im Endeffekt ist alles auf dem Weg entstanden, denn wie wir immer zu sagen pflegen: „Wenn man rausgeht, passiert was.“

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir versuchen natürlich weiterhin, die Marke August Gin noch mit neuen Produkten zu stärken, einhergehend mit einer gewissen Professionalisierung. Beispielsweise sind wir gerade dabei, einen eigenen Vertrieb aufzubauen und dafür natürlich auch einige neue Mitarbeiter anzustellen. Unser Team wird also stetig größer. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Gastro. Denn 2019 wird Ben Mitschele die Alte Liebe eröffnen, den wir als Teilhaber unterstützen, und dazu noch 1-2 weitere Gastro-Projekte angehen, von denen ich aber bisher noch nichts verraten kann. Was das Produkt angeht, werden wir das Marketing unseres kleinen „Stiefkindes“, der Minzi, noch weiter ausbauen. Und auch unser Schaumwein-Projekt „Maison Peng“ steht bereits in den Startlöchern.

Was unterscheidet den August Gin von den typischen Marketing-Gins?

Viele Gins auf dem Markt sind leider vielmehr „Flavoured Vodkas“, nach dem Motto „Ein bisschen Zitrone rein, dann schmeckt’s jedem“. Aber wir wollten uns nicht auf die sichere Nummer verlassen und haben deshalb einen wirklich charakteristischen Gin entwickelt, von dem ich erst dachte, er würde ein eher nischiges Produkt bleiben. Es ist auf jeden Fall ein Produkt, das mir persönlich schmeckt und hinter dem ich auch voll und ganz stehen kann. Und ich denke, darin liegt auch der Unterschied. Natürlich ist und bewusst, dass gerade im Spirituosen-Bereich ein gewisser Anteil Marketing und Branding nötig ist, aber bei uns steht auf jeden Fall die Qualität im Mittelpunkt. Daher auch die enge, freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Brennerei Salzgeber und nicht mit einem beliebigen Industrieabfüller. Es ist auf jeden Fall beruhigend, jemandem im Rücken zu haben, auf den Verlass ist. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass kleine Brennereien in der Lage sind, bei den doch erheblichen Stückzahlen seit mittlerweile 3 Jahren zu garantieren, dass jede Charge dieselbe hochwertige Qualität hält. Da gehört wirklich viel Know-How dazu, viel Liebe zum Produkt und viel Liebe zur Arbeit.

Wie ist es, in Augsburg Fuß zu fassen?

In Augsburg ist es ehrlich gesagt oft nicht so dankbar, wie in anderen Städten. Aber ich denke, wenn man gute Konzepte und gute Qualität hat, kann man überall Fuß fassen. Manchmal ist es auch ganz gut, dort zu starten, wo man es am schwierigsten hat. Denn dann hat man es woanders vielleicht ein bisschen leichter. Besonders in der Gastronomie kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass jeden Tag der Laden voll ist, aber da ich selbst Augsburger bin, bin ich mir auch dessen bewusst. Auf der anderen Seite hat man in Augsburg auch gewisse Vorteile. So schlecht kann es auch nicht sein, wenn es immer wieder auch Münchner Gastronomen gibt, die hierher abwandern. Die Pachten sind teilweise noch viel bezahlbarer als beispielsweise in München. Aber das ändert sich gerade extrem. Man merkt jedoch auf jeden Fall, dass die Augsburger hungrig sind auf Sachen, die Anspruch haben!

Spin & Gin GmbH
Schmiedberg 7
86152 Augsburg

www.augustgin.de

Logo