Augsburger Innenstadt: Skelettfunde aus dem späten Mittelalter

Bei Bauarbeiten am Kesselmarkt wurden zahlreiche Gräber freigelegt. Die Skelette werden nun untersucht.

Augsburger Innenstadt: Skelettfunde aus dem späten Mittelalter

Es ist nichts gänzlich ungewöhnliches, dass BauarbeiterInnen in der Stadt Augsburg auf menschliche Skelette stoßen. Zuletzt waren 2014 Gräber bei Baumaßnahmen gefunden worden.

Spätmittelalterlicher Friedhof

Im Bereich des heutigen Kesselmarkt befand sich im späten Mittelalter ein Friedhof. Hier wurden nun bei Baumaßnahmen zur geplanten Verlegung von Versorgungsleitungen einige menschliche Skelette freigelegt. Diese liegen dicht an dicht – mit dem Kopf im Westen – und in bis zu acht Schichten aufeinander.

Nun sind AuchäologInnen vor Ort, die die Skelette freilegen und untersuchen. Es handelt sich sowohl um Männer und Frauen als auch um Kinder, die hier bestattet wurden. Beigaben befinden sich nicht in den Gräbern. Für das späte Mittelalter sei das typisch. Das Alter der 2014 geborgenen Knochen konnte durch Radiocarbonanalysen (C14-Analysen) ebenfalls auf das späte Mittelalter bestimmt werden.

Es wird vermutet, dass der Friedhof zur Kirche St. Martin gehörte, die bis 1538 auf dem Kesselmarkt stand. Im 13. Jahrhundert etablierte sich um die Kirche sogar ein Frauenkloster.

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