Zwischen „Das würde ich gerne machen“ und „Das traue ich mir zu“ kann manchmal ein ganz großer Unterschied liegen. Gerade wenn man noch am Anfang steht und erst herausfinden muss, was eigentlich in einem steckt, ist es nicht immer leicht, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Umso wichtiger kann es sein, Menschen zu begegnen, die Mut machen und einem zeigen: Du kannst dir ruhig mehr zutrauen! Denn manchmal sind es gar nicht die fehlenden Möglichkeiten, die im Weg stehen, sondern der eigene Zweifel. „She‘s Next“ möchte junge Frauen genau dabei unterstützen, die eigenen Stärken zu entdecken, neue Möglichkeiten kennenzulernen und mehr Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.
Starke Frauen, starke Perspektiven
„She’s Next“ ist ein Mentoring-Programm der Stadt Augsburg und richtet sich an Schülerinnen zwischen 15 und 17 Jahren. Bei einem zweitägigen Empowerment-Wochenende am 23. und 24. Oktober 2026 können die Teilnehmerinnen mit Frauen aus der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen, mehr über deren persönliche und berufliche Wege erfahren und sich über ihre eigenen Wünsche und Zukunftspläne austauschen. Begleitet wird das Wochenende von Coachin Dagmar Thöner. In ihren Workshops geht es unter anderem darum, die eigenen Stärken zu entdecken und den Mut zu entwickeln, den eigenen Weg selbstbewusst zu gehen.
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Wie wichtig es ist, junge Frauen früh bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen, zeigt auch ein Blick auf die Forschung. Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung mit 1.766 Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe kommt zu einem interessanten Ergebnis: Junge Frauen haben mindestens genauso hohe, teilweise sogar höhere Ambitionen für ein Hochschulstudium als junge Männer. Gleichzeitig schätzen sie ihre Chancen, diese Ziele tatsächlich zu verwirklichen, pessimistischer ein.
Das Problem beginnt also offenbar nicht unbedingt beim Wunsch – sondern bei der Vorstellung davon, was für einen selbst möglich ist. Auch bei der Berufswahl zeigt sich, dass Mädchen und Jungen noch immer häufig unterschiedliche Wege einschlagen. Besonders deutlich wird das bei den sogenannten MINT-Berufen, also Berufen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hier lag der Frauenanteil 2025 bei gerade einmal 11,5 Prozent.
Frauen können alles werden
Junge Frauen können mutig sein. Sie können große Ziele haben, neue Wege ausprobieren und sich Dinge zutrauen, die vielleicht zunächst außerhalb ihrer eigenen Vorstellung liegen. Doch Selbstvertrauen entsteht nicht immer von allein. Oft sind es Begegnungen, Erfahrungen und Menschen, die einem den Mut geben, die eigenen Möglichkeiten neu zu betrachten.
„She’s Next“ möchte genau dafür den Raum schaffen. Nicht um vorzugeben, wie eine erfolgreiche Zukunft aussehen muss, sondern um jungen Frauen zu zeigen, dass ihnen viele Wege offenstehen. Sie sollen ihre eigenen Stärken kennenlernen, Fragen stellen, sich inspirieren lassen und herausfinden, was sie selbst möchten.
Wer zwischen 15 und 17 Jahre alt ist und noch herausfinden möchte, welche Möglichkeiten und Wege die eigene Zukunft bereithält, kann sich bis zum 6. Oktober 2026 für „She’s Next“ bewerben.