Warum wir alle ein bisschen narzisstischer werden sollten

Wann habt ihr das letzte Mal „Ich liebe dich“ zu euch selbst gesagt? Noch nie? Na dann wird es aber wirklich höchste Zeit!

Warum wir alle ein bisschen narzisstischer werden sollten

Die Sage von Narziss kennt ihr vermutlich alle noch aus der Schulzeit: Der wunderschöne Jüngling, der sich in sein Spiegelbild verliebte. Wie wir alle wissen, himmelte er sein Spiegelbild so sehr in einer Quelle an, dass er sogar aufhörte zu essen und schließlich starb. Nicht gerade eine Geschichte, die zum Nachmachen animiert, doch ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass ein bisschen Selbstliebe uns allen gut tun würde!

Warum sind wir so hart zu uns selbst?

Könnten wir in die Köpfe Anderer schauen, würden wir wahrscheinlich erschrecken. Menschen, die selbstsicher wirken, sind oft innerlich voller Selbstzweifel und Selbsthass – ohne es vielleicht bewusst zu merken. Wir sollten also einmal versuchen zu reflektieren und zuzuhören, wie wir eigentlich selbst mit uns sprechen. „Du bist doch wirklich ein Idiot“, „In dem Oberteil kannst du dich wirklich nicht zeigen“, „Ist ja kein Wunder, dass du Single bist“ … Keiner geht so hart mit uns ins Gericht wie wir selbst. Würde eure Freundin/euer Freund mit den gleichen Problemen zu euch kommen, würdet ihr dann genauso hart mit ihm/ihr ins Gericht gehen? Nein! Natürlich würdet ihr versuchen, ihn/sie zu trösten und aufzuheitern. Warum können wir das dann nicht auch bei uns selbst?

Warum erwarten wir so viel von anderen?

Doch bevor wir anfangen, uns selbst zu akzeptieren und zu verstehen, versuchen wir zuerst, unsere Erwartungen und unser Glück auf andere zu projizieren. „Wenn ich einen Partner gefunden habe, kann ich endlich glücklich sein“, „Wenn mein Chef nicht so streng wäre, würde ich mich trauen, Nein zu sagen“ usw. Aber warum erwarten wir überhaupt, dass andere unser Leben für uns in die Hand nehmen? Schließlich sind wir die einzigen, die aktiv etwas an unserem Leben ändern können! Aus diesem Grund bin ich auch der vollen Überzeugung, dass wir lernen müssen, uns selbst derjenige engste Freund zu sein, um überhaupt glücklich und zufrieden werden zu können. Denn wie soll man die Liebe anderer akzeptieren können, wenn wir uns nicht einmal selbst lieben? Kein Partner kann dafür sorgen, dass wir unseren Körper schön finden. Kein Lob des Chefs hilft uns, vollkommen selbstsicher zu werden. Wir müssen an unserer Beziehung mit uns selbst arbeiten. Denn wir allein sind verantwortlich für unser Glück – und das sollten wir endlich akzeptieren!

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