Schwarze Kiste muss Insolvenz anmelden

Die Standorte der Schwarzen Kiste sind aus Augsburg nicht mehr wegzudenken. Jetzt musste Inhaber Sebastian Hrabak jedoch Insolvenz anmelden, da das Amtsgericht Augsburg am 11. März das Verfahren angeordnet hat.

Schwarze Kiste muss Insolvenz anmelden

Vor acht Jahren begann sie mit einem kleinen Wagen am Bahnhof Haunstetter Straße: die Geschichte der Schwarzen Kiste. Eine Augsburger Erfolgsstory, die nun auf eine große Herausforderung trifft. Denn es ist offiziell: Sebastian Hrabak, der Inhaber der Schwarze Kiste e.K., musste Insolvenz anmelden. Das bestätigt Georg Stemshorn von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, die zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Aus für den Mohrenkönig

Aktuell betreibt die Schwarze Kiste eine Gaststätte in der Haunstetter Straße und eine Gaststätte am Hochablass in der Oberländer Straße in Augsburg. Die Antragstellung erfolgte aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten, die mit dem Gasthaus Mohrenkönig einhergingen. Der Betrieb hatte erhebliche Investitionen in den neuen Standort getätigt, die aber aus rechtlichen Gründen letztlich nicht wie geplant umgesetzt werden konnten. Daraus folgte vergangenen Monat die Schließung des Mohrenkönigs, der seit Juni 2019 von der Schwarze Kiste e.K. betrieben wurde.

Zukunft verbliebener Standorte zunächst gesichert

Es ist aber noch nicht alle Hoffnung verloren, denn der Geschäftsbetrieb an den beiden Standorten in der Haunstetter Straße sowie in der Oberländer Straße wird vollumfänglich fortgeführt – beide Lokale sollen wie gewohnt geöffnet sein. Die 38 Mitarbeiter, die in Voll- und Teilzeit beschäftigt sind, wurden bereits im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über den aktuellen Stand informiert. Für drei Monate sollen ihre Gehälter über das Insolvenzgeld gesichert sein. Auch auf lange Sicht ist es das Ziel des PLUTA-Teams, eine Fortführungslösung für den Betrieb zu realisieren. Sanierungsexperte Stemshorn informiert: „Wir haben in einem ersten Schritt die Kalkulationen für die Standorte analysiert. Beide Standorte können profitabel betrieben werden.“

Hrabak zählt auf die Kunden

Sebastian Hrabak erklärt: „Die aktuelle Lage ist herausfordernd – auch in Anbetracht der aktuellen Situation in der Gastronomie. Unsere Mitarbeiter sind sehr motiviert und werden das Insolvenzverwalterteam in allen Bereichen unterstützen. Wir hoffen, dass uns die Gäste auch in Zukunft besuchen werden.“

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