Wie geht es mit dem Schwabencenter weiter?

Die ungewisse Zukunft des Schwabencenter verärgert vor allem die Anwohner. Wie geht es jetzt weiter?

Wie geht es mit dem Schwabencenter weiter?

Das Schwabencenter ist nicht mehr das Alte. Was über Jahrzehnte eine wichtige Anlaufstelle für Anwohner ist, droht zunehmend Opfer der Leerstände zu werden. Betroffene sind nicht nur verärgert. Nachdem bereits Rossmann das Weite gesucht hat und inzwischen auch Edeka den Rückzug ankündigt, plagen sie Zukunftsängste.

Anwohner sind verunsichert

Zunächst erscheinen die bevorstehenden Veränderungen im Schwabencenter wenig überraschend. So setzt sich ein Trend fort, der schon seit einigen Jahren anhält. Doch gerade im Fall des Schwabencenter betrifft diese Entwicklung sehr viele Menschen, die tagtäglich auf das Angebot angewiesen sind. Insgesamt leben 1600 Personen allein in den drei Hochhäusern am Center. Im direkten Anschluss findet sich zudem der Herrenbach, Hochzoll und der Spickel als Einzugsgebiete.

„Die älteren Leute kommen ja nicht mehr so weit“ Anneliese Blank

Gerade ältere Menschen brauchen das Schwabencenter, um ihren Alltag zu bewältigen. Doch mehr als das. Es ist für sie ein wichtiger Ort, um gegen die drohende Vereinsamung anzukämpfen. Die regelmäßig stattfindenden Treffen im Begegnungscenter, dem sogenannten „Wohnzimmer im Schwabencenter“ schenkt ihnen Lebensfreude und eine Perspektive. Sie singen gemeinsam, veranstalten Spieleabende und verbringen unterhaltsame Stunden bei Handarbeiten. Die Befürchtungen, dass all das bald ein Ende findet, steht den Bewohnern ins Gesicht geschrieben.

Untätig zusehen, ist keine Option. Über 150 Menschen finden sich am 18. Mai zusammen und demonstrieren zwischen den Trommlern von Pica Pau und einem bunten Einkaufswagen Korso für den Erhalt des Center. Das Motto „Fünf vor zwölf“ verdeutlicht die Betroffenheit.

Wie geht es jetzt weiter?

„Ich verspreche Ihnen, dass wir uns darum kümmern werden“ Eva Weber

Das Center wurde vor wenigen Wochen an die Immobilienfirma Solidas verkauft. Während die Anwohner einen Rückschritt befürchten, gibt Wirtschaftsreferentin Eva Weber Entwarnung. Die Stadt wolle das Center erhalten als einen Ort für den Einkauf, aber auch als solchen, „wo man mal miteinander ratscht“. Bald sollen die Gänge wieder belebt werden und so bleibt das Schwabencenter hoffentlich auch in Zukunft ein Ort der Begegnung. Ein Ort, an dem vor allem unsere älteren Mitmenschen Lebensfreude finden können.

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