Häufige Fehler beim Testen: Worauf ihr beim Schnelltest achten müsst

Gerade während der vierten Corona-Welle ist es wichtig, sich regelmäßig zu testen. Umso wichtiger ist es, dass die Schnelltests richtig angewendet werden, damit sich das Ergebnis nicht verfälscht. Das gibt es zu beachten.

Häufige Fehler beim Testen: Worauf ihr beim Schnelltest achten müsst

Corona-Schnelltests gibt es mittlerweile in mehreren Varianten an jeder Ecke zu kaufen. Schließlich sollten sich die Menschen so oft es geht testen. Trotz Gebrauchsanweisung gibt es aber häufig Fehler, die beim selbst-testen gemacht werden.

So funktionieren Schnelltests

Im Gegensatz zu PCR-Tests, die das Virus im Erbgut nachweisen, sollen mithilfe von Covid-19-Antigen-Schnelltests Virusbestandteile gefunden werden. Um die Eiweißstoffe aus der entnommenen Probe herauszulösen, wird die Flüssigkeit im Extraktionsröhrchen benötigt. Diese sorgt dafür, dass der pH-Wert konstant bleibt und die chemische Reaktion im Testkit unter stabilen Bedingungen ablaufen kann. Nur so kann das Ergebnis, welches mithilfe von einem oder zwei Strichen auf der Testkassette dargestellt wird, aussagekräftig und korrekt sein.

Aufmerksam lesen

Ein gängiger Fehler, der beim Testen gemacht wird, ist die Gebrauchsanweisung nicht richtig zu lesen. Die Schnelltests stammen von verschiedenen Anbietern. Diese verfolgen zwar alle dasselbe Grundprinzip – Stäbchen in die Nase, dann in die Probe eintauchen und die Flüssigkeit auf die Testkassette geben –, unterscheiden sich aber in manchen Details. So kann es beispielsweise passieren, dass bei dem einen Schnelltest vier Tropfen auf die Testkassette gegeben werden müssen, bei dem anderen aber nur zwei. Tropft ihr zu viel oder zu wenig auf die Kassette, ist das Ergebnis nicht aussagekräftig. Beachtet, dass sich bei dem Vorgang keine Bläschen bilden dürfen.

Bei jedem Test sollte das Stäbchen mit dem Tupfer circa zwei Zentimeter tief in die Nase geführt werden. Seid vorsichtig, damit ihr euch dabei nicht verletzt. Was sich wiederum unterscheidet ist die Drehanzahl in der Nase. Je nach Anbieter gibt es hierzu verschiedene Angaben: Bei dem Hotgen-Test müsst ihr vier bis sechs Mal drehen, bei dem Boson-Test nur drei bis vier Mal. Danach kommt das Stäbchen in das Extraktionsröhrchen mit der Probe und wird dort drei bis fünf Mal gedreht. Die Einweichzeit unterscheidet sich wieder je nach Anbieter: Manche empfehlen 15 Sekunden, manche 60 Sekunden. Schaut dafür unbedingt die Gebrauchsanweisung an.

Vorsorge statt Nachsorge

Viele kennen den Spruch „Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg“. Beim Schnelltest ist Vorbereitung der Schlüssel zu einem aussagekräftigen Ergebnis. Bevor ihr euch also testet, solltet ihr zuerst den Inhalt es Testkits überprüfen. Darin sollten sich das Stäbchen mit Tupfer, das Extraktionsröhrchen mit der Probe, die Testkassette, einen Beutel zur Entsorgung des Mülls und eine Gebrauchsanweisung finden. Es wird empfohlen, die Nase zu schnäuzen, damit das Nasensekret und Viren aus dem tiefer liegenden Nasen-Rachen-Raum weiter nach vorne gelangen. Wascht euch vor der Anwendung des Tests die Hände und säubert die Fläche, auf der ihr die einzelnen Elemente legt.

Achtet zudem darauf, dass der Test bei Raumtemperatur aufzubewahren und durchzuführen ist. Der Tupfer des Stäbchens darf auf keinen Fall berührt werden. Wichtig ist, dass ihr bei allen Tests den Vorgang in beiden Nasenlöchern wiederholt – also dieselbe Anzahl an Drehungen und Sekunden. So kommt genug Nasensekret an den Tupfer. Die Testkassetten sollten unverzüglich nach dem Öffnen verwendet werden und deswegen nicht zuvor schon geöffnet werden. Auch die Probe im Röhrchen sollte frisch gehalten werden. Das Ergebnis des Corona-Schnelltest könnt ihr nach 15 Minuten ablesen. Nach 30 Minuten ist das Testergebnis bereits nicht mehr aussagekräftig.

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