Was, so lang ist das her?! Rückblick auf ein Augsburger Jahrzehnt

Und zack, ist ein Jahrzehnt vorüber. Zeit für einen Rückblick: Wir haben 7 Dinge, die in Augsburg vor zehn Jahren noch ganz anders waren.

Was, so lang ist das her?! Rückblick auf ein Augsburger Jahrzehnt

Ciao 2019, hallo 2020.

Ciao 2019, hallo 2020: Eine Dekade zieht den Schlussstrich. Da darf schon mal ein bisschen Nostalgie aufkommen – und ein Rückblick in diesem Fall nicht fehlen. Was hat sich im vergangenen Jahrzehnt verändert? Was war vor zehn Jahren in unserer Fuggerstadt noch ganz anders?

1. Der neue Königsplatz

Im Jahr 2010 sieht es am Augsburger Königsplatz noch ein bisschen anders aus. Doch vor rund einem Jahrzehnt geht die Planung für das neue Haltestellenzentrum bereits in die heiße Phase, 2011 wird dann mit den über zwei Jahre andauernden Umbaumaßnahmen begonnen. Seit Ende 2013 stehen das neue Haltestellendreieck und damit auch ein autofreier Königsplatz im Zentrum unserer Stadt.

2. Ciao Rosenau, hallo Erste Liga.

Vor zehn Jahren verlässt der FC Augsburg das gute alte Rosenaustadion hinter dem Hauptbahnhof. Damals noch als Zweitligist verabschiedet sich die Mannschaft mit einem Unentschieden unter Trainer Jos Luhukay aus dem Stadion. Neben einem neuen Zuhause in der frisch errichteten Arena in Göggingen gibt es im vergangenen Jahrzehnt noch einen weiteren Meilenstein der Veränderung: der FCA schafft den Aufstieg in die erste Bundesliga. 2011 startet der Verein so in die erste Saison als Erstligist.

3. Die neue Mensa der Uni Augsburg

Vor zehn Jahren geht es der alten Mensa der Universität an den Kragen. Der Umbau dauert über eineinhalb Jahre, in der Zwischenzeit werden die Studentinnen und Studenten in einem Mensazelt hinter dem Campus versorgt. Anfang 2012 eröffnet die neue Mensa, wie wir sie heute kennen. Die Gestaltung der Tablettausgabe sorgt kurz nach der Inbetriebnahme für einen medialen Aufruhr, denn die Form erinnert leider ein wenig zu sehr an die eines Hakenkreuzes. Deshalb wird sie für Mehrkosten von einigen tausend Euro wenige Wochen nach der Eröffnung umgebaut.

4. Das Grandhotel Cosmopolis

Lief man vor zehn Jahren durch das Springergässchen im Domviertel, stieß man auf ein leerstehendes Pflegeheim. Heute landest Du beim Gang durch die Altstadtgasse an einem ganz besonderen und einzigartigen Ort. Drei Augsburger Kunst- und Kreativschaffende entdecken das Gebäude 2011 auf der Suche nach einem Raum zur Zwischennutzung. Die Diakonie will den Bau zu diesem Zeitpunkt in eine Unterkunft für AsylbewerberInnen umwandeln. Die Interessen fusionieren zu dem, was wir heute als Grandhotel Cosmopolis kennen: Ein Hotel, eine Atelier für Kunst- und Kulturschaffende, eine Gaststätte und Räumlichkeiten für Asylbewerber. Die Veranstaltungen und die außergewöhnliche Kreativität und Liebe, die in dem Projekt stecken sind seit fast einem Jahrzehnt zu einem wertvollen Bestandteil Augsburgs und einem Paradebeispiel für Solidarität und Inklusion geworden.

5. MODULAR jedes Jahr

Im April 2009 findet das vom Stadtjugendring organisierte MODULAR Festival zum ersten Mal statt. Damals noch deutlich kleiner und ausschließlich Indoor wurde das Festival schnell größer und beliebter und zog im Jahr 2012 von unterschiedlichen Locations in der Innenstadt schließlich in den Wittelsbacher Park und das Kongresszentrum. Aufgrund erhöhter Umweltauflagen und Lärmbeschwerden zog das MODULAR in diesem Jahr abermals um – auf das Gelände am Gaswerk im Augsburger Norden. Und dort findet unser geliebtes Festival auch kommendes Jahr wieder statt.

6. Die Augsburger Kültürtage

Musik, Theater, Kabarett, Lyrik, Tanz und Diskussionen mit Teilnehmern aus unzähligen Ländern: das sind die Kültürtage Augsburg. Der Kültürverein möchte mit dem Event Kultur und Musik und den Austausch kultureller Werte in Augsburg fördern. Dafür schließen sich etliche Musiker, Maler, Literaten, Schauspieler und Tänzer zusammen und machen die Kültürtage so seit einem Jahrzehnt zu einem offenen und künstlerischer Prozess.

7. Aus „maxfest“ wird Sommernächte

…max08, max09, max10 – wer kennt’s noch? Unter anderem die erhöhten Sicherheitsauflagen führen dazu, dass der finanzielle Rahmen gesprengt und die Ausführung unmachbar wurde. So wird das „maxfest“ vor rund zehn Jahren nach einer politischen Debatte eingestellt. Seit 2016 können wir uns jedoch über einen mehr als adäquaten Ersatz freuen: Die Augsburger Sommernächte. Und die bleiben uns auch im kommenden Jahr erhalten.

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