Was verbirgt sich hinter dem beliebten Rollenspiel „Dungeons and Dragons“?

Das Spiel, das nun immer mehr Beliebtheit gewinnt und sich aus der Nerdecke der Spiele hervor kämpft, wird heute von uns unter die Lupe genommen. Was sich hinter den komplexen Spielregeln verbirgt, erfahrt ihr im Artikel.

Was verbirgt sich hinter dem beliebten Rollenspiel „Dungeons and Dragons“?

Ein schlanker Elf, ein muskelbeladener Ork, eine stemmige Zwergenfrau und ein kniehoher Gnom stürmen aus einem dichten Gebüsch hervor und rennen mit gezückten Waffen auf eine Horde grimmig dreinblickender Goblins zu, die den Eingang einer Höhle bewachen. Ein Kampf entfacht und die Truppe kämpft mit all ihren magischen und nicht-magischen Waffen, um möglichst unverletzt in die Höhle zu gelangen.

Was zunächst nach dem Beginn eines fantasygeladenen Witzes klingt, ist eigentlich eine mögliche Beschreibung einer Spielszene im beliebten Rollenspiel Dungeons and Dragons. Das für lange Zeit als Paradies für Fantasy Nerds abgestempelte Spiel, hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Beliebtheit in der breiten Masse gewonnen. Nicht zuletzt, weil Serien wie “Big Bang Theory”, “Stranger Things” und der neue Netflix Hit “Sex Education” das Spiel thematisch anschneiden.

Doch was hat es mit diesem Spiel auf sich, bei dem sich Spieler treffen und mit merkwürdig viel Begeisterung beschreiben, was ein Haufen ausgedachter Charaktere gerade macht? Was kann schon spannend sein, an einem Spiel, das ausschließlich aus Würfeln, Stiften und Papier (im Fachjargon spricht man übrigens auch von Pen and Paper-Games) besteht?

Was ist D&D?

Das Spielprinzip ist im Grunde schnell erklärt. Es gibt eine Gruppe von Spielern, die vom Dungeonmaster (kurz DM), durch das Spiel geführt wird. Das Spiel lebt von den Beschreibungen und Erzählungen des DMs, der so die Fantasie der SpielerInnen aufblühen lässt. Ein jeder Spieler versetzt sich für die Dauer des Spiels, in die Rolle eines diffizilen Fantasy-Charakters, dessen Fähigkeiten, Vorlieben, Werte und Erfahrungen vom Spieler genau festgelegt sind. Das Spiel gewinnt seine Spannung unter anderem dadurch, dass fast alle Spielzüge erwürfelt werden, wobei für verschiedene Vorgänge im Spiel auch verschiedengradige Würfel verwendet werden. Eine wichtige Regel ist, während des Spiels nie aus der Rolle zu fallen, sondern zu handeln, als befände man sich selbst in der jeweils beschriebenen Situation.

Was ist das Spielziel?

Da es sich um ein Rollenspiel handelt, in welchem die SpielerInnen mit ihren Charakteren immer neue Abenteuer erleben können, hat Dungeons and Dragons im Grunde kein wirkliches Ende oder Spielziel. Meistens generiert der Spielleiter (DM) pro Runde eine Aufgabe oder Herausforderung für die Gruppe, die es zu bewältigen gibt. Die Spielrunden dauern häufig mehrere Stunden, in denen die Spielzüge taktisch durchdacht und besprochen werden. Ziel von Dungeons und Dragons ist daher, wie natürlich bei jedem anderen Spiel auch, der Spaß und das authentische Spielen der Charaktere.

Für wen ist D&D geeignet?

Dungeons und Dragons ist ein Rollenspiel, dass sich auf eine Fantasie-Welt bezieht, die an die Tolkien’sche Welt erinnert. Daher spricht das Spiel besonders Fans an, die an derartigen Fantasy-Mittelalterszenarien interessiert sind. Für das Spiel selbst, gibt es keine direkte Altersbegrenzung, es ist allerdings sinnvoll, mit dem Spiel frühestens ab einem Alter von 14 Jahren zu beginnen, da die Spielmechanismen für jüngere Kinder schwer verständlich sein können.

Wie steht D&D im Vergleich zu anderen Spielen?

D&D ist ein durchaus leicht verständliches Einsteigerrollenspiel, das auf viele verschiedene Arten erlebt werden kann. Jede/r SpielerIn kann sich auf seine/ihre Weise ausleben, indem er/sie sich einen Charakter erstellt, der den jeweiligen Vorstellungen entspricht. So kommt jeder auf seine Kosten und wird gleichwertig behandelt.

Im Vergleich zu Nicht-Rollenspielen kann D&D allerdings schon mal als komplex und langwierig wahrgenommen werden, da die Spielrunden, wie oben beschrieben, länger dauern, als bei gewöhnlichen Brettspielen.

Was tun, wenn man D&D spielen möchte, es aber noch nie probiert hat?

Die Spielregeln für das Spiel sind in mehreren verschiedenen Regelbänden zusammengefasst, die meistens der DM mitbringt. Daher besteht die Schwierigkeit für die Gründung einer Spielgruppe häufig darin, einen geeigneten und idealerweise bereits erfahrenen Spielleiter zu finden. Dafür gibt es beispielsweise Foren im Internet, in denen sich Spieler und Spielleiter gegenseitig finden können. Auch auf Ebay oder Facebook werden hin und wieder Gesuche aufgegeben.

Wenn ihr bereits eine größere Gruppe seid, die gemeinsam spielen möchte, besteht natürlich auch die Möglichkeit gemeinsam in das Regelwerk zu investieren und zusammen die Durchführung des Spiels zu erlernen.

Seid ihr neugierig geworden? Kommentiert doch mal, ob ihr schon Erfahrung mit D&D oder anderen Rollenspielen gesammelt habt oder ob ihr Interesse daran hättet!

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