5 Rituale, die Augsburger vor dem Jahreswechsel noch vollziehen sollten

Der Start ins neue Jahr ist an sich schon immer mit viel Tradition und Ritualen verbunden. Auch als Augsburger gibt es da so ein paar Dinge, die man noch machen sollte, bevor man metaphorisch rüberrutscht.

5 Rituale, die Augsburger vor dem Jahreswechsel noch vollziehen sollten

Raclette/Foundue futtern, Bleigießen und natürlich ganz viel Rumböllern und Raketen starten lassen - Silvester ist voller Rituale, die viele nicht aufgeben wollen. Gerade die (wichtige) Debatte um die Pyrotechnik für Jedermann/-frau scheint doch einige Gemüter zu erhitzen, wenn Böller-Enthusiasten der Umwelt zuliebe auf ihren gefährlichen Spaß verzichten sollen. Viel sicherer und nachmepfindbarer sind da die kleinen Rituale für echte Augsburger, die ihr unbedingt noch gemacht haben solltet, um euch angemessen auf das nächste Jahr vorzubereiten.

Geld weglegen für die nächste Preiserhöhung der swa

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Preiserhöhung für die Dienste der öffentlichen Verkehrsmittel. 2019 befindet sich zwar noch in den Startlöchern, lässt sich aber jetzt schon nicht lumpen: Auf eine satte Preissteigerung von 3,9% dürfen wir uns gefasst machen. Für einen Teil der Augsburger wird dann die Fahrt mit Bus und Straba dann noch mehr zum Luxusgut und das Jahresabo zum neuen Statussymbol im Fuggerstädtchen. Grund genug, um sich also jetzt schon darauf vorzubereiten und getreu den schwäbischen Genen und dem Grundsatz „Spare musch“ etwas von der hohen Kante zurückzulegen.

Nerven stählen für die kommenden Baustellen

Der nächste Punkt, auf den man mit absoluter Sicherheit zählen kann, sind Augsburgs Beauty-OPs a.k.a. Baustellen. Sie sind wie Pickel: nicht schön anzusehen, für die Dauer ihres Daseins in vielen Situationen einfach nur hinderlich und irgendwann erwischt es jeden. Das ist nicht nur extrem nervig, sondern lässt sich auch nur durch aussitzen und umständliche Umwege lösen. Was ein echter Augsburger also braucht, sind Nerven aus Stahl. Und wie bekommt man die? Eiskalt duschen, über Lego-Steine laufen, Ballermann-Musik in Dauerschleife pumpen oder mal mit den Pendlern zur Rush Hour nach München fahren - ganz nach eurem Belieben.

Noch einmal Abschied nehmen

Das Schöne an Augsburg ist ja, dass sich das Angebot an Läden, Restaurant und anderen Locations ständig ändert und man immer neues ausprobieren kann. Zum Wandel gehört aber leider auch, dass auch mal geliebte Dinge gehen und auch in diesem Jahr mussten wir uns von so einigen liebgewonnenen Unikaten verabschieden. Das Modular im Wittelbacher Park muss umziehen, die Kantine wechselt auch mal wieder den Standort und Klassiker wie das Cortina Eiscafé und die Schauburg sind komplett aus dem Stadtbild verschwunden. Wenn momentan sowieso schon alle mit Jahresrückblicken in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, kann man all den Verlusten auch mal einen kleinen Moment widmen und ihnen noch einmal hinterhertrauern.

Ein letztes Mal granteln

Ja, nicht jeder Augsburger ist ein Grantler. Mit diesem Vorurteil haben wir schon desöfteren in diesem Jahr aufgeräumt und die vielen liebevollen Projekte und Organisationen mit Herz zeigen, dass unsere Stadt definitiv offen und tolerant sein kann. Trotzdem scheint es aber noch genügend Themen zu geben, um gepflegt nörgeln zu können. Neben den oben genannten Aufregern wie Preiserhöhung, Baustellen und Böllerverbot beispielsweise jede News zu Donald Trump und generell alles aus der Politik. Warum aber nicht mal das neue Jahr ohne negative Gedanken beginnen? Einfach zur Einstimmung den kleinen Zeh am Tischbein anhauen, alles rausbrüllen und im absoluten Zen-Modus in 2019 rutschen.

Dankbar sein, in Augsburg zu leben

Habt ihr euch dann angemessen abreagiert, könnt ihr euch vor Mitternacht nochmal auf die wirklich wichtigen Dinge besinnen und in euch gehen. Macht euch nochmal bewusst, dass ihr in so einer gemütlichen, sympathischen, herzlichen Stadt wie Augsburg wohnen dürft. Klar, sie hat auch so ihre Probleme und nervigen Angewohnheiten, aber alles in allem haben wir es doch verdammt gut hier. Genau die richtige Größe, man kommt überall gut hin, es gibt immer neues zu entdecken und los ist auch immer etwas - was will man mehr? Amore Augsburg - in diesem Jahr, im nächsten und für immer.

Logo