Neues auf dem Rathausplatz: Ein Jubiläums-Pavillon und ein stummer Perlachturm

Ein Kirchturm ohne Geläut? Die Fuggerei auf dem Rathausplatz? Was die älteste Sozialsiedlung der Welt zu ihrem Jubiläum plant und warum der Perlachturm bis 2026 stumm bleibt.

Neues auf dem Rathausplatz: Ein Jubiläums-Pavillon und ein stummer Perlachturm

Ob Christkindlesmarkt, Stadtsommer, Sommernächte oder Beachvolleyball-Meisterschaft – auf dem Rathausplatz ist fast immer etwas los. Für dieses Frühjahr planen die Fuggerschen Stiftungen etwas ganz Besonderes: einen modernen Holzpavillon, der ab dem 6. Mai fünf Wochen lang als futuristisches Veranstaltungsgebäude dienen soll. Hintergrund ist das 500-jährige Jubiläum der Fuggerei, die 1521 von Jakob Fugger gestiftet wurde.

Prominente Gäste werden erwartet

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres, das unter dem Motto „NEXT500“ steht, soll der Pavillon, der auf einer Seite drei Meter über dem Boden schweben und einem Fuggereihäuschen ähneln wird, Einblicke in das Konzept einer „Fuggerei der Zukunft“ geben. Außerdem sind weitere Events wie Workshops, Führungen oder Talks mit prominenten Gästen und Fuggerei-BewohnerInnen geplant. Der Pavillon soll bis zum 12. Juni täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet sein. Derzeit laufen die Aufbauarbeiten auf dem Rathausplatz. Zur Eröffnung am 6. und 7. Mai werden unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Gerd Müller, ehemaliger Bundesentwicklungsminister und aktueller Chef der UN-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO), erwartet.

Der Perlachturm verstummt

Wenn die Gäste aus Politik und Gesellschaft auf den Rathausplatz kommen, werden sie nicht, wie sonst üblich, von den Klängen des Perlachturms empfangen. Denn ab dem 25. April wird das Glockenspiel aufgrund von Bauarbeiten bis auf Weiteres nicht mehr zu hören sein. Diese sind notwendig geworden, da sich der Turm in einem schlechten baulichen Zustand befindet und mit einem Schutznetz gesichert werden muss, um gegebenenfalls herabstürzende Teile aufzufangen. Bereits seit 2017 ist der Perlachturm für BesucherInnen geschlossen. Voraussichtlich im Juni entscheidet sich, ob die anstehende Sanierung durch das Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ bezuschusst wird. Mit einer Rückkehr des traditionellen Glockenspiels nach Abschluss der Arbeiten ist nicht vor 2026 zu rechnen.

Augustus wird von seinem Winterkleid befreit

Doch es gibt noch eine gute Nachricht: Die Stadt hat mit der Abdeckung der insgesamt 16 Brunnen begonnen. Als erstes wurden die Prachtbrunnen wie der Augustusbrunnen auf dem Rathausplatz von ihren Holzverkleidungen befreit. Für die Brunnen am Dom ist die Dompfarrei zuständig, so die Stadt. Bis Oktober können die Augsburger Brunnen wieder in voller Pracht bestaunt werden.

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