Rafting – Augsburger Team fliegt zur Weltmeisterschaft nach Australien

Das Rafting Team aus Augsburg fliegt im Mai zur Weltmeisterschaft nach Australien und vertritt dort Deutschland.

Rafting – Augsburger Team fliegt zur Weltmeisterschaft nach Australien

In wenigen Tagen geht es für das Augsburger Raftingteam an das andere Ende der Welt. Die sechs Augsburger Siegfried Beier, Laurenz Laugwitz, Tobias Kargl, Sebastian Bundt, Merlin Holzapfel und Peter Micheler qualifizierten sich für die R6 Rafting Weltmeisterschaft in Cairns in Australien. Das sechsköpfige Team trainiert aktuell trotz Wind, Regen und Dunkelheit fleißig auf dem Lech und dem Eiskanal.

Hallo Augsburg war im Gespräch mit dem Augsburger Rafting-Athleten Sebastian Bundt.

Das Gefühl auf die Weltmeisterschaft zu fahren ist ein bunter Mix aus Vorfreude, Aufregung und Stolz!

Wie habt ihr euch in den vergangenen Monaten auf die Weltmeisterschaft in Cairns vorbereitet?

Wir haben uns neben dem Krafttraining und dem allgemeinen Athletiktraining natürlich vor allem im Raft selbst vorbereitet. Die Vorbereitung startet immer mit langen Ausdauereinheiten, um die Grundausdauer zu verbessern. Hier fahren wir immer circa fünf Kilometer den Lech flussaufwärts, um im Anschluss natürlich die selbe Strecke wieder flussabwärts zu fahren. Circa zwei Monate vor der Weltmeisterschaft werden die Belastungen dann kürzer jedoch intensiver. Hier stehen vor allem Sprint Intervalle und das Slalom Training auf dem Plan. Die Sprintintervalle sind im Besonderen für die Dynamik und Spritzigkeit extrem wichtig und um das Boot möglichst schnell aus dem Stand beschleunigen zu können. Beim Slalom Training geht es vor allem um die Technik im Boot. Hier fährt man durch eine mit speziellen Toren gehängte Strecke. Ziel ist es die Strecke so schnell wie möglich zu durchfahren, ohne dabei die Tore zu berühren.

In welchen Disziplinen werdet ihr starten und worauf kommt es bei diesen an?

Wir starten in vier verschiedenen Disziplinen.
Time Trial: Hierbei muss ein Flussabschnitt so schnell wie möglich absolviert werden. Jedes Team startet hier einzeln und das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt.
Head 2 Head: Hier starten zwei Boote gleichzeitig. Welche zwei Boote das sind wird anhand der Zeiten der Sprint Disziplin festgelegt. Die beiden Boote müssen auch hier wieder einen bestimmten Flussabschnitt so schnell wie möglich absolvieren, allerdings kommt hier nur das schnellere Boot eine Runde weiter.
Slalom: Hier wird eine Strecke mit speziellen Toren möglichst fehlerfrei durchfahren. Wird ein Tor berührt gibt das fünf Strafsekunden, die auf die Endzeit addiert werden. Die Tore hängen flussabwärts und auch flussaufwärts. Das Team, welches die Tore am schnellsten durchfährt, siegt. Jedes Team startet hier einzeln.
Downriver: Hier starten bis zu zehn Teams gleichzeitig und fahren circa 60 Minuten so schnell wie nur möglich flussabwärts in das Ziel. Hier zeigt sich, welches Team im Winter fleißig war, um genug Ausdauer für eine 60-minütige Vollgas Fahrt durch schweres Wildwasser zu haben.

Wie fühlt es sich an dank eurer sportlichen Höchstleistungen an das andere Ende der Welt fliegen zu dürfen?

Das Gefühl ist unbeschreiblich. Es ist ein bunter Mix aus Vorfreude, Aufregung und Stolz. Wir trainieren hier im Winter bei zum Teil Minus 15 Grad und deshalb ist die Freude auf die Weltmeisterschaft im warmen Australien umso größer. Spätestens wenn man angekommen ist weiß man, wofür man im Winter bei eiskalten Temperaturen seine Freizeit auf dem Eiskanal verbracht hat!

Die Hallo Augsburg Redaktion drückt den Jungs auf jeden Fall alle Daumen für die Weltmeisterschaft!

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