2x5 einfache Tipps gegen Prokrastination

Keine Lust mehr auf das ewige Aufgaben-Verschieben? Wir geben euch 10 Tipps, wie ihr aufhören könnt zu prokrastinieren.

2x5 einfache Tipps gegen Prokrastination

Ist euch auch schon aufgefallen, dass im Moment erstaunlich wenige StudentInnen draußen zu sehen sind? Das liegt vermutlich daran, dass die Monate Januar und Februar für die meisten als “freizeitfreie Zeit” im Kalender vermerkt sind. Die Klausuren stehen direkt vor der Tür, was natürlich bedeutet, dass man seine Zeit entweder in der Bibliothek oder vor dem heimischen Schreibtisch absitzt… Doch heißt das auch zwangsläufig, dass dort gelernt wird?

Es gibt eine Krankheit, die vor allem uns StudentInnen befällt. Sie heißt Prokrastination. Oder auch Verschieberitis. Sobald die Klausuren näher rücken, macht sie sich in den Köpfen der Studierenden breit und sorgt für noch mehr Nervosität.

Doch bevor wir zu den Heilmitteln gegen Prokrastination kommen, kläre ich euch erst einmal über die Symptome dieser Krankheit auf. Sie sind vielseitig und fallen bei jedem ein wenig anders aus.

Der Ablenkungsfaktor Nr 1.

Ach, wie wir wissen, befindet sich die tückischste aller Fallen meistens direkt vor unserer Nase. Das Gerät, ohne welches wir nicht das Haus verlassen würden, welches auf magische Weise jede einzelne unserer Interessen in sich vereint, ist das Handy. Während wir eigentlich lernen, oder andere wichtige Dinge machen sollten, fällt es uns immer wieder ganz von allein in die Hände und saugt unsere Aufmerksamkeit an, wie ein Fernseher im Restaurant während der Fußball-WM. Daher fällt das Lernen auch am leichtesten, wenn das Handy gar nicht erst in Sichtweite platziert wird. (Was, wenn wir mal ehrlich sind, eh nur ein unterbewusster Schrei nach Ablenkung ist.)

Rettung in der Not, oder doch eher kontraproduktiv?

Wenn es um das Thema Kaffee geht, sind sich die meisten Studis einig: Ohne Kaffee geht gar nichts. Doch leider kann auch das wohlig wärmende Lieblingsheißgetränk zum Verhängnis eines jeden Studenten werden. “Ich geh mir nur noch schnell einen Kaffee holen/kochen, dann fange ich an”, ist einer der Sätze, den ich in der Lernphase vor den Klausuren von nahezu jedem Freund und jeder Freundin schon gehört habe. Da stellt sich mir die Frage: Verbirgt sich darin auch nur der Wunsch so lange wie möglich dem Schreibtisch fern zu bleiben? Vielleicht. Ohne Kaffee-Futter zu lernen ist aber auch blöd, wenn man mal ehrlich ist.

Wenn sich Studis in Putzteufel verwandeln

Kommt es euch nicht auch komisch vor, dass eure WG vor den Klausuren immer am ordentlichsten ist? Sollte es nicht eigentlich andersherum sein? Vermutlich liegt es daran, dass auch einer eurer Mitbewohner ein typischer Prokrastinator ist (nein, das ist nicht der Film mit Arnold Schwarzenegger). Der Trick von eingefleischten Profi-Prokrastinatoren ist schließlich, anstelle der eigentlichen Aufgabe etwas Anderes zu tun, das ähnlich notwendig ist, aber ein schnelleres Erfolgserlebnis verspricht. Putzen ist hierfür das beste Beispiel. Im Vergleich zu dem riesigen Berg an Lernstoff erscheint die Aufgabe des Badputzens plötzlich kinderleicht und einfach machbar. Daher entscheidet sich euer Mitbewohner in letzter Zeit so oft für diese Art des Zeittotschlagens.

Es gibt natürlich noch viel mehr Beispiele für typische Arten der Prokrastination, aber die muss ich euch wahrscheinlich nicht erklären, denn jeder hat seine eigenen Methoden.

Was viel interessanter ist: Wie kann man gegen die Angewohnheit des Prokrastinierens vorgehen?

Hier sind unsere Top 10 Tipps gegen Prokrastination:

  1. Große Aufgaben in kleine Teilaufgaben zerlegen. So erntet man mehr Erfolge.

  2. Weniger Druck machen. Macht euch die Konsequenzen eures Handelns bewusst und entscheidet frei, wie sinnvoll und wichtig es ist eine bestimmte Aufgabe zu erledigen.

  3. Prioritäten setzen. Mal ehrlich, was ist gerade am wichtigsten und was kann warten?

  4. Mit dem Unangenehmsten anfangen. So macht das Abhaken von Aufgaben auf der To-Do-Liste gleich viel mehr Spaß.

  5. Sich auf die Aufgabe konzentrieren, ohne schon an das Nächste zu denken. Vergesst Multitasking.

  6. Offline sein. Lasst euch notfalls das Handy abnehmen, wenn ihr es alleine nicht hinbekommt. Glaubt mir, es hilft, wenn man nicht ständig von den sozialen Medien abgelenkt wird.

  7. Realistisch denken und perfektionistisches Denken ausschalten, das generiert sonst nur noch mehr Druck.

  8. Sich selbst belohnen und loben für die kleinen Teilerfolge, die man erreicht hat.

  9. Auf persönliche Leistungsphasen achten. Jeder Mensch lebt nach einer unterschiedlichen inneren Uhr, die bestimmt, wann er am leistungsfähigsten ist. Findet heraus wann diese Uhrzeit für euch ist.

  10. Gesund leben und Ruhephasen planen. Wer leistungsfähig sein will, sollte sich auch ausreichend entspannen. Ihr braucht also in Lernpausen kein schlechtes Gewissen haben.

Also, einen kühlen Kopf bewahren und dann ran an die Arbeit! Wir wünschen euch viel Erfolg in der Klausurenphase!

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