ROY 2020 – Und der Gewinner ist…

Wer interessiert sich schon für die Grammys oder Oscars, wenn gerade der Augsburger Pop-Preis vergeben wurde? Das sind die glücklichen Gewinner des ROY 2020.

ROY 2020 – Und der Gewinner ist…

Auch die Stars und Sternchen des Augsburger Pop-Himmels verdienen eine gebürtige Anerkennung. So sucht eine Fachjury über ein Jahr lang nach Kandidaten für fünf Kategorien: Künstler des Jahres, Newcomer, Programm-Macher, Club und Herausragende Leistungen/Lebenswerke.

Der Pop-Preis ROY wird unter normalen Umständen im Rahmen des Modular-Festivals vergeben. Dies ist 2020 leider auf Grund der Pandemie nicht möglich. Deshalb wurden die Gewinner in einem Livestream auf YouTube bekanntgegeben. Das Video findet ihr nach wie vor online.

And the winner is…

Ballonfabrik ist Club des Jahres

Die Ballonfabrik „fabrique unique“ – Vielfalt im Programm und Publikum: Ein Kulturzentrum selbstverwalten von einem Haufen bunter Leute. „Es handelt sich um eine der relevantesten Spielstätten in Augsburg“, sagt Laudator Manfred Hörr, die „seit mehr als 10 Jahren mit ehrenamtlichem Engagement eine große Lücke im Spektrum der hiesigen Kulturlandschaft schließt“.

Und nicht nur wir Augsburger schätzen die „fabrique unique“. Die Arbeit der Ballonfabrik wird sogar bundesweit anerkannt. Nicht ohne Grund erhielt sie bereits den „Backstage Club Award“ für ihre Nachwuchsarbeit. Jetzt kann noch der ROY in die Vitrine einziehen. Und das ist noch nicht alles: Die „fabrique unique“ erhält zudem ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Newcomerin Lienne: Augsburgs Beyoncé?

Political Awareness trifft auf R’nB‘ – das Ganze verpackt in einer jungen Frau. Die 19-jährige Lienne räumt den Preis sowie die 1000 Euro Preisgeld in der Kategorie Newcomer ab. Und das aus gutem Grund: Der Laudator Matthias Hacker (BR-Jugendradio Plus) hebt vor allem ihre leidenschaftliche, kräftige Stimme sowie ihr musikalisches Feingefühl hervor.

Aber was bei Lienne wirklich hervorsticht sind ihre Liedtexte – denn die haben’s in sich. Endlich mal wieder Musik mit einer Message! So behandelt sie politische Themen wie Gleichberechtigung, Weiblichkeit und kriegerische Auseinandersetzungen weltweit. Kein Wunder, dass die Jury begeistert war. Hacker vergleicht sie sogar mit Weltgrößen wie Rihanna und Beyoncé! Na, wenn das kein gutes Zeichen ist!

Die offizielle Preisübergabe an die Nachwuchskünstlerin soll am 15. August bei ihrem Konzert im Rosenau-11er-Biergarten stattfinden.

Programmmacher des Jahres: KaraUke

„Viele, viele Menschen spielen und singen das gleiche Lied, will das jemand hören?“

Diese Frage stellte Laudatorin Jenny Juchem (MATEGroup Augsburg) in ihrer Rede zur Kategorie Programmmacher des Jahres. Die Antwort? Na, klar! Was klingt, wie ein Teil eines Musicals, ist bei KaraUke ganz normaler Alltag.

Wenn Du gerne Ukulele spielst, dann solltest Du Dir vielleicht mal das ehrenamtliche Projekt von Benjamin Rademann, Michael Dannhauer und Jakob Mader anschauen. Und keine Sorge, wenn Du kein Profi bist. Hier geht es vielmehr um das gemeinsame Muszieren an sich, als um die einzelnen Fähigkeiten. Und dafür musst Du nicht mal unbedingt eine eigene Ukulele besitzen. Denn die 1000 Euro Preisgeld fließen direkt in die Anschaffung neuer Instrumente zum Verleihen.

Künstler des Jahres: Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Jugendliche zum Schlager bringen? Das schaffen wohl nur Roy Bianco und Die Abbrunzati Boys. Grund dafür ist wohl das komplett neue Lebensgefühl, das die sechs Musiker des Italo-Schlager-Pop vermitteln. Laudatorin Anna Maier (Kulturamt Augsburg) ist selbst ein Fan der Band. So betont sie vor allem die Seriosität und die Liebe zu den Fans. Auch hier gibt es natürlich die 1000 Euro Preisgeld.

Lasst euch überraschen!

Aber… Da fehlt doch noch eine Kategorie, oder? Was ist denn mit der Auszeichnung für herausragende Leistungen und Lebenswerke? Keine Sorge, die wurde natürlich nicht vergessen. Aber auf Grund der großen Bedeutung, die dieser Sparte zugesprochen wird, möchte die Jury mit der Bekanntgabe warten, bis eine persönliche Überreichung möglich ist. Es soll also bis zum nächsten Jahr eine Überraschung bleiben. Oh man, was für ein spannender Cliffhanger…

Logo