„Wir hören auf mit Pinky Gloves“: Die Gründer sind am Ende ihrer Kräfte

Nachdem der Auftritt zweier Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ des Fernsehsenders VOX einen riesigen Shitstorm auslöste, entschieden sie und der Investor Ralf Dümmel das Projekt zu beenden.

„Wir hören auf mit Pinky Gloves“: Die Gründer sind am Ende ihrer Kräfte

Vergangene Woche rollte eine Welle von Kritik, aber auch Hass und üble Beleidigungen über die beiden Gründer Eugen und André hinweg. Die beiden stellten in der VOX-Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ ihre Erfindung Pinky-Gloves vor: Pinke Handschuhe zur hygienischen Entsorgung von Tampons. Die Löwen waren vom Produkt begeistert und Ralf Dümmel schloss einen Deal mit den beiden Gründern ab. Was wohl keiner von ihnen erwartete, war die Reaktion der Internet-Community auf das Produkt.

Ein nicht endender Shitstorm

Schon zwei Tage nach Ausstrahlung der Sendung äußerten sich die Gründer auf Instagram und baten Hasskommentare sein zu lassen: „Es ist unglaublich, wie viele Reaktionen durch unseren Auftritt ausgelöst wurden und wir möchten und müssen uns der Kritik aussetzen. Allerdings sind wir – und unsere Familien – einem massiven Hate-Speech ausgesetzt.“

Fünf Tage später meldeten sie sich mit einem Update: „Fairer Austausch und konstruktive Kritik sind wichtig und gewünscht. Lasst uns bitte auf Augenhöhe, ohne Beleidigungen und Anfeindungen miteinander umgehen.“ Sie werden das Thema reflektieren und über Maßnahmen beraten. Unter dem Post reihen sich die Kommentare mit der Forderung, das Produkt einzustampfen.

Pinky wird vom Markt genommen

Es gebe keine Entschuldigung für Mobbing, Gewaltandrohungen und Morddrohungen.

Am Montag, den 19. April, eine Woche nach Ausstrahlung der Sendung, gaben die beiden Gründer und Ralf Dümmel auf Instagram bekannt: „Wir stellen sämtliche Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten ein.“ Der Investor zeigt sich schockiert über die Härte, mit der die beiden Gründer und deren Angehörige aufgrund ihrer Erfindung angegangen wurden. Er spricht von einer „massiven Welle an Hass, Mobbing und Gewaltandrohungen, bis hin zu Morddrohungen“. Das verurteile er zutiefst und bittet darum, damit aufzuhören.

Man müsse Fehler machen dürfen und die Chance haben, aus ihnen zu lernen.

Gleichzeitig entschuldigt er sich auch im Namen der beiden Gründer bei allen, deren Gefühle verletzt wurden. Sie hätten nicht beabsichtigt jemanden zu „diskreditieren oder einen natürlichen Prozess zu tabuisieren“. Allerdings sei die Entwicklung und die Kommunikation zum Produkt noch nicht durchdacht gewesen. Es seien Fehler gemacht worden, aus denen man lernen müsse. „Eine Fehlerkultur und Kritikfähigkeit sind der Grundpfeiler einer jeden gesunden Gesellschaft“, schreibt er in seinem Post auf Instagram. Er hoffe, dass „sachliche und konstruktive Debattenkultur“ wieder die Oberhand gewinne.

„Wir halten das nicht mehr aus“

Eugen und André schreiben auf ihrem Instagramkanal „@pinky_gloves“ abschließend, dass sie sich die Kritik zu Herzen genommen und verstanden hätten. Die Welle an Hass, Mobbing und Gewaltandrohungen bis hin zu Morddrohungen treffe sie sehr. „Wir halten das nicht mehr aus und sind mit unseren Kräften am Ende. Bitte hört damit auf, uns, unsere Familien und Unterstützer:innen anzugreifen und zu bedrohen.“

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