Auxperiment: Ostereier färben mit Gemüse – Klappt das?

Wir wollen es wissen: Klappt das Ostereier-Färben mit Gemüse wirklich? Und ist das Ergebnis am Ende auch zufriedenstellend? Wir haben den Test gemacht.

Auxperiment: Ostereier färben mit Gemüse – Klappt das?

Das Ostereier-Färben gehört für die meisten von uns einfach zu Ostern dazu. Die bunten Eier sehen toll aus und sind wichtiger Bestandteil des Osterfrühstücks. Um den Ostereiern ihre Farbe zu geben, gibt es viele verschiedene Eierfarben auf dem Markt. Von bunten, glibberigen Sticks über Farbtabletten bis hin zu Färbetüchern. Alles unnötig, wenn wir Gemüse zuhause haben? Wir wollen wissen, ob das Färben mit Rote Beete und Co. wirklich funktioniert.

Natürlich färben mit Gemüse

Vom Eierfärben mit Gemüse hört man immer wieder, aber ausprobiert haben wir es noch nie. Es klang immer sehr aufwändig und wer weiß, ob die Farben überhaupt kräftig genug werden? Da hilft nur eins: Wir starten das Auxperiment.

Welches Gemüse für welche Farbe?

Wir haben uns für folgendes Gemüse entschieden:

  • Rotkohl (blau)

  • Rote Zwiebel (rostrot)

  • Rote Beete (rot)

  • Kurkuma (gelb)

Grüne Eier können mit Spinat oder Brennnessel gefärbt werden. Da die Internet-Community hier aber von großen Schwierigkeiten berichtete, haben wir uns zunächst mit rot, gelb und blau begnügt.

Färben mit Rotkohl

So viel schon einmal vorweg: Plant etwas Zeit für die Aktion ein. Die Farben entstehen durch das Auskochen des Gemüses und dauert seine Zeit. Starten wir mit dem Rotkohl: Wir haben etwa vier Hände voll Rotkohl grob klein geschnitten, in einen Topf gegeben und mit Wasser bedeckt. Das Ganze muss anschließend mindestens 45 Minuten köcheln. Danach gießt den Topfinhalt durch ein Sieb und fangt das blau-gefärbte Wasser auf. Kocht parallel Eier etwa zehn Minuten hart. Gebt nun ein bis zwei Löffel Essig in das Wasser und legt das Ei hinein.

Durch den Essig färbt sich das zunächst blaue Rotkohl-Wasser pink. Aber keine Angst, herauskommt trotzdem ein blaues Ei. Das schönste Ergebnis erzielt ihr, wenn ihr die Eier über Nacht baden lasst.

Färben mit roter Zwiebel

Für rostrote Eier nehmt ihr von etwa vier bis fünf roten Zwiebeln die Schalen und kocht diese in ein bis zwei Tassen Wasser für mindestens 20 Minuten.

Wir haben ein rohes Ei nach etwa zehn Minuten mitgekocht und so gleichzeitig gefärbt. Das Ergebnis ist ein kräftig gefärbtes Ei, allerdings mit einem interessanten Muster. Das unserer Meinung nach, schönere Ergebnis bekommt ihr, wenn ihr das Ei über Nacht im gefilterten Sud lasst. Vergesst auch hier den Essig nicht!

Färben mit Rote Beete

Wir haben zwei vorgegarte Rote Beete in Würfel geschnitten und 30 Minuten gekocht. Danach die Stücke herausgesiebt und einen Esslöffel Essig hinzugefügt.

Das Rote-Beete-Wasser sieht wunderschön leuchtend Rot-Pink aus, doch ein schönes Farbergebnis konnten wir leider nicht erzielen. Unser Ei hat über Nacht gebadet und nur etwas braune Farbe angenommen.

Färben mit Kurkuma

Hier könnt ihr entweder mit der Kurkuma-Knolle arbeiten oder, wie wir, einfach das Pulver verwenden. Etwa zehn Gramm lasst ihr mit zwei Tassen Wasser etwa 20 Minuten köcheln. Gebt Essig dazu und die hartgekochten Eier hinein. Das Kurkuma färbt sehr schnell und schon nach etwa 20 Minuten habt ihr ein schön gelbes Ei.

Fazit:

Das Färben mit Kurkuma hat super geklappt und war auch am wenigsten aufwändig. Gelbe Eier werden wir ab sofort nur noch so färben. Auch der Rotkohl funktionierte als Färbemittel wunderbar. Hier müsst ihr allerdings etwas mehr Zeit einplanen und die Eier am besten über Nacht im Rotkohlwasser lassen. Die roten Zwiebelschalen ergeben ein sehr dunkles Rostrot, das vielleicht nicht jedermanns Geschmack trifft. Mit der Roten Beete konnten wir leider kein schönes Ergebnis erzielen. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.

Unsere Tipps:

  • Ihr bekommt schneller kräftigere Farben, wenn ihr die Wassermenge geringer haltet.

  • Putzt die hartgekochten Eier vor dem Färben mit einem mit Essig getränkten Tuch ab. So entfernt ihr letzte Stempel-Reste.

  • Damit ihr die Rote Beete und den Rotkohl nach dem Kochen nicht wegschmeißen müsst, überlegt euch, wie ihr ihn in eure nächste Mahlzeit integrieren könnt.

  • Mit einem Wattestäbchen und Zitronensäure könnt ihr Muster auf das gefärbte Ei malen.

Logo