Orkan kommt auf Bayern zu: Auch Augsburg ist betroffen

Gleich zwei Sturmtiefs kommen auf Bayern zu. Bis Samstag, den 16. Februar ist mit stürmischem Wetter zu rechnen. Dies hat auch in Augsburg Folgen.

Orkan kommt auf Bayern zu: Auch Augsburg ist betroffen

Bayern steht eine stürmische zweite Wochenhälfte bevor. Auf Tief "Xandra" am Mittwoch folgt am Donnerstag das Orkantief "Ylenia". Mehr und mehr kristallisiert sich heraus: Was Bayern da blüht, ist kein normaler Wintersturm.

Orkanböen werden erwartet

Orkanböen werden wohl in den kommenden Tagen über Bayern und andere Teile Deutschlands hinwegfegen. Angefacht durch ungewöhnlich große Temperaturunterschiede über dem westlichen Atlantik hat sich in der höheren Atmosphäre eine Orkanzone mit extremen Westwinden gebildet. Sie fungiert als Geburtshelfer für starke Sturmtiefs, und ist zugleich ihr Förderband.

Xandra bringt Böen von bis zu 70 km/h

Tief "Xandra" macht den Anfang. Es beschert Deutschland einen sehr windigen Mittwoch, in Bayern ist der Wind besonders in der zweiten Tageshälfte spürbar und kann vor allem im westlichen Franken zu Böen von 62 bis 70 Kilometer pro Stunde führen. Laut Deutschem Wetterdienst ist auch die Oberpfalz betroffen.

Auf Xandra folgt Ylenia

"Xandra" ist aber nur der Anfang. Das Hauptprogramm läuft am Donnerstag, wenn das Orkantief "Ylenia" vom Atlantik in Richtung Nordsee und dann nach Südschweden zieht. Der Kern des Tiefs ist zwar relativ weit weg, doch sein Sturmfeld ist riesig. Es überdeckt nahezu ganz West- und später Mitteleuropa. So steigert sich der starke Wind in Bayern zu einem schweren Sturm am Donnerstag.

Deutscher Wetterdienst warnt

Nach dem heutigen Stand der Prognosemodelle sind in freien Lagen Böen von 90 bis 110 Kilometer pro Stunde zu erwarten. Böen ab 100 Kilometer pro Stunde sind gefährlich. „Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt, Dächer beschädigt werden. Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen. Sichern Sie Gegenstände im Freien“, so der Deutsche Wetterdienst.

Nördliches Alpenvorland besonders betroffen

Echte Orkanböen, also 117 Kilometer pro Stunde und mehr, sind für besonders sturmanfällige Regionen wie das nördliche Alpenvorland, bis hoch in den Münchner Raum, nicht auszuschließen. Ein Ausflug in die Berge empfiehlt sich an diesem Tag nicht. Nach kurzer Wetterberuhigung kommt am Freitagnachmittag das nächste Sturmtief auf Mitteleuropa zu. Erneut drohen Sturmböen, auch in Bayern, besonders in der Nacht auf Samstag. Ob dieser Sturm an die Stärke von "Ylenia" herankommt, ist momentan noch unsicher.

Sturm führt in Augsburg zu Schließungen

Auch in Augsburg wird am Mittwoch, den 16. Februar, stürmisches Wetter erwartet. Aus diesem Grund lässt die Stadt am Mittwoch und Donnerstag den Botanischen Garten geschlossen, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Auch die städtischen Friedhöfe bleiben am Mittwoch zu. Was den Donnerstag betrifft, ist noch keine Entscheidung gefallen.

Uniprüfungen im Zelt verschoben?

Die Universität Augsburg hat für die diesjährige Prüfungsphase ein Zelt mit Kapazität für 545 Studierende aufgebaut. Damit sollen Corona-konforme Prüfungen gewährleistet werden. Doch der kommende Sturm könnte dem Ganzen ein Strich durch die Rechnung machen. Die Uni musste am Mittwochvormittag, den 16. Februar eine Krisensitzung einberufen. Zwar gehe man davon aus, dass das Zelt auch starken Böen standhält. Durch den Wind sei der Geräuschpegel im Zelt allerdings zu hoch, heißt es in einer Mitteilung der Uni an die Prüflinge, die dem Bayrischen Rundfunk vorliegt. Darin steht, dass die Prüfung aufgrund des Sturms womöglich auf kommenden Montagabend verschoben werden muss.

Vorsicht bei Ausflügen

Da sich zwischen den Stürmen immer mal wieder die Sonne zeigt, lockt das Wetter für Ausflüge in die Natur. Wählt hier aber mit Bedacht und meidet Baumalleen und Wälder. Diese sind wegen der fallenden Äste und Zweige oder sogar umstürzenden Bäumen besonders gefährlich. Auch mit abstürzenden Dachziegeln muss gerechnet werden. Deshalb solltet ihr auch bei Baugerüsten und Siedlungsgebieten vorsichtig sein.

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