Olympische Spiele: Augsburger Sideris Tasiadis holt Bronze

Der 31-jährige Sideris Tasiadise aus Augsburg erkämpfte sich bei den Olympischen Spielen im Kanuslalom die Bronzemedaille. 2012 hatte er sich bereits Silber geholt. Deshalb können wir Augsburger stolz auf ihn sein.

Olympische Spiele: Augsburger Sideris Tasiadis holt Bronze

Im olympischen Finale in Tokyo hat der Slalomkanute Sideris Tasiadise aus Augsburg Bronze gewonnen. Trotz Schwierigkeiten schaffte er es als Dritter ins Ziel.

Dritter Platz, trotz Probleme

Der 31-jährige Polizeibeamte hatte bei seiner Finalfahrt an Tor 19 viel Zeit verloren. Danach fuhr er aber fehlerfrei und kam nach dem neuen Olympiasieger, Benjamin Savšek, aus Slowenien und Lukáš Rohan aus Tschechien ans Ziel. 2012, bei den Olympischen Spielen in London, hatte er sich bereits Silber gesichert. Zur Goldmedaille hätten Tasiadis 5,45 Sekunden gefehlt. Trotzdem gibt es allen Grund zu feiern. Er selbst sei stolz und glücklich über seine zweite olympische Medaille. „Es war harte Arbeit, hierher zu kommen“, sagte Tasiadis nach der Siegerehrung.

Bemühungen haben sich gelohnt

Dieses Jahr wollte er einen solchen Fehler, wie bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, vermeiden. Im oberen Streckenabschnitt hatte er die Medaille als Fünfter um 46 Hundertstelsekunden verpasst. Deshalb habe Tasiadis ein Kajak genommen und es so umgebaut, dass es zum C1 wurde. Der Vorteil: Es dreht sich besser und hat ein besseres Ansprechverhalten. „Ich bin davon ausgegangen, dass die Strecken immer schwerer werden, da brauchst du auch ein sehr gutes Boot, was schnell dreht, es funktioniert echt ganz gut“, sagt er. Hinzu kam ein neues Paddel, das lediglich 250 Gramm wiegt. Die Bemühungen des Augsburgers haben sich ausgezahlt.

Sportlehrer brachte ihm das Kanufahren bei

Mit elf Jahren saß Tasiadis das erste Mal in einem Boot. Vorher habe er die Sportart nicht gekannt, obwohl er in Augsburg geboren und aufgewachsen sei. Der örtliche Eiskanal, beispielsweise, ist eine beliebte Anlaufstelle für EinsteigerInnen und Profis. Mit dem angelegten Kanuslalom ist der Kanal auch die ideale Übungsstrecke für OlympiateilnehmerInnen.

Dank seinem Sportlehrer Klaus Gebhard entdeckte Tasiadis den Kanuslalom für sich. Er führte ihn an die Sportart heran. Im Jugendalter lernte er ihm das Paddeln unter Druck. Zur Motivation schlossen sie auch manchmal Wetten ab. In den Ferien fuhr Gebhard mit seinem Schützling nach Slowenien oder Frankreich, um dort auf wilden Flüssen zu üben. Er sollte so das Gefühl und das Auge für das Wasser bekommen. „Wir haben gelernt, das Wasser zu lesen“, erzählt Tasiadis.

Für das deutsche Olympiateam war es in Tokio die dritte Medaille. Am gestrigen Sonntag, den 25. Juli, hatten die Wasserspringerinnen Lena Hentschel und Tina Punzel vom Drei-Meter-Brett Bronze gewonnen. Daraufhin holten auch die Bogenschützinnen um Lisa Unruh die Bronzemedaille.

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