Ok Boomer – die Millennials schlagen zurück

Mit #OkBoomer reagieren Millennials auf die überholten Ansichten der Babyboom-Generation.

Ok Boomer – die Millennials schlagen zurück

„Hast Du für die Löcher-Hose echt Geld bezahlt?“ oder „Mit Tattoos bekommst Du auf keinen Fall mehr einen anständigen Job“ – typische OkBoomer-Momente eines jeden unter 30-Jährigen. Ein Krieg zwischen Generationen ist ausgebrochen, ein wahrgewordener Elternalbtraum hat das Netz erobert und wir stellen uns die Frage, was hat es eigentlich mit OkBoomer auf sich?

OkBoomer – das steckt dahinter

Mit OkBoomer drücken junge Menschen auf Social Media Plattformen ihre Unzufriedenheit mit den Ansichten der älteren Generation aus. Den Menschen, die zur Zeit nach dem Krieg, dem Babyboom-Zeitalter geboren wurden. Einer Zeit, in der vom Internet geträumt wurde und Handys so groß wie Aktenkoffer waren. Wo homosexuelle Ehen undenkbar waren und geschminkte Männer wohl auch. Hintergrund des Hashtags sind auch die vielen Vorurteile, die die „Boomer“ gegenüber der Generation Y & Z , den Digital Natives, haben. „Man darf ja gar nicht mehr seine Meinung sagen, ohne, dass sich jemand angegriffen fühlt“ oder „Ihr studiert auch nur um euch selbst zu finden“, sind da oft nur die Spitze des Eisbergs, dem endlose Anschuldigungen über SocialMedia-Sucht und Verweichlichung folgen. Neue Allzweckwaffe in diesem Krieg zwischen zwei oftmals völlig verschiedenen Weltanschauungen ist jetzt #OkBoomer. Mit diesen zwei Worten ist für viele Millennials alles gesagt. Nämlich, dass es sich nicht lohnt mit den älteren Menschen zu diskutieren, die so wenig Verständnis für ihre Lebenssituation und Weltanschauung aufbringen. Also eine Art Trotz-Reaktion von wegen: Bringt eh nichts denen das zu erklären. Lass sie reden.

Reaktion der Boomer

Die „Boomer“-Generation fühlt sich provoziert und sieht sich wegen ihres Alters stark diskriminiert. Wie von den Millennials bereits prophezeiht, passt diese Verhaltensweise ja perfekt ins Alte-Menschen-Grantler-Schema. Ein einfaches #OkBoomer als Antwort reicht also auch als Antwort auf Kritik zum Hashtag.

Der Generationen-Krieg zieht seine Kreise

Angefangen hat alles auf der Plattform TikTok, wo User mit OkBoomer auf das Video eines älteren Mannes reagierten, der den Millennials eine verkehrte Weltansicht unterstellt. Schnell wurde der Konter weltweit bekannt. Auf Twitter, Facebook oder Instagram, Millennials provozieren, was das Zeug hält. Selbst im neuseeländischen Parlament antwortete eine 25-Jährige Politikerin auf Zwischenrufe ihrer älteren Kollegen schlicht mit: Ok Boomer. Dass der Untertitel „Ok Berma“ lautete – ein weiterer Punkt auf dem Überlegenheits-Konto der Digital Natives.

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