Wegen Demonstrationen: Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr in Augsburg

Immer montags und samstags stehen viele Straßenbahnlinien still. Grund dafür sind die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Warum gibt es keine Ersatzbusse?

Wegen Demonstrationen: Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr in Augsburg

Seit einigen Wochen sorgen die „SpaziergängerInnen“ auf ihren Demonstrationen für erhebliche Beeinträchtigungen im Öffentlichen Nahverkehr in Augsburg. Alle, die Montagabend nach Feierabend mit der Straßenbahn nach Hause fahren wollen oder aus anderen Gründen unterwegs sind, müssen sich weiterhin auf Verzögerungen einstellen. Das teilten die Stadtwerke Augsburg (swa) nun mit.

Auswirkungen auf das gesamte ÖPNV-Netz

Auf den „Spaziergängen“ laufen die Demonstrierenden durch die Augsburger Innenstadt und blockieren so unter anderem den wichtigsten Knotenpunkt des ÖPNV-Netzes: Den Königsplatz. Die BeamtInnen der Polizei müssen Straßenabschnitte sperren und absichern. Der Demonstrationszug sorgt sogar dafür, dass Linien vorübergehend eingestellt werden müssen, heißt es vonseiten den swa. Auch Buslinien sowie weiterführende Linien des AVV seien betroffen. Demnach ist auch in Zukunft mit „erheblichen Behinderungen und Verspätungen im gesamten Liniennetz des Nahverkehrs“ zu rechnen.

Ersatzbusse nicht möglich

Vielleicht habt ihr euch an einer Haltestelle außerhalb der Innenstadt wartend schon gefragt, warum kein Ersatzbus kommt. Die swa nennen dafür gleich drei Gründe. Zum einen sei ein kurzfristiger Einsatz von Bussen aufgrund der Straßensperrungen nicht möglich. Zum anderen seien zu viele Linien gleichzeitig von Ausfällen betroffen. Als dritten Grund nennen die swa die sich kurzfristig ändernden Routen von Demonstrierenden-Gruppen. Auch sei nicht ausgeschlossen, dass Ersatzbuslinien nicht ebenfalls durch Demonstrierende blockiert werden, teilten die Stadtwerke gegenüber dem Portal B4B-Schwaben mit.

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