Die bessere Alternative zu guten Neujahrsvorsätzen

Nehmt ihr euch auch jedes Jahr wieder einen Haufen positiver Veränderungen vor und stellt dann nach 2 Monaten fest, dass die Ziele wieder mal zu hoch gesteckt waren? Mit diesem Trick seid ihr 2019 erfolgreich!

Die bessere Alternative zu guten Neujahrsvorsätzen

Was denkt ihr, ist die Zeit vor Weihnachten noch zu früh, um sich schon Gedanken um das nächste Jahr zu machen? Ich finde das nicht. Wenn ihr mich fragt, ist jetzt genau die richtige Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen, was in diesem Jahr gut und was schlecht gelaufen ist. Wir können diese Zeit “zwischen den Jahren”, wie sie im Volksmund so schön genannt wird, dazu nutzen, um unsere Selbstverbesserungspläne zu updaten und Platz für Vorfreude auf ein Jahr voller neuer Chancen zu machen.

Ein Konzept, dass ich euch besonders ans Herz legen möchte, ist das der 30-Tage-Challenges. Für manche mag eine Woche ebenfalls ausreichend sein. Diese Entscheidung überlasse ich euch. Der Vorteil bei solchen zeitlich limitierten Herausforderungen ist, dass wir ein Ende vor Augen haben, nach welchem wir entscheiden können, ob wir die neu erworbene Gewohnheit weiterführen möchten, oder ob wir dankend zu unseren alten Gewohnheiten zurückkehren. Es heißt nämlich, dass sich nach regelmäßiger Wiederholung einer Tätigkeit, innerhalb von 30 Tagen eine neue Gewohnheit gebildet hat. So können wir uns “schlechte” Gewohnheiten abtrainieren und bessere antrainieren.

In den folgenden fünf Bereichen sehe ich besonders viel Potenzial für kleine Veränderungen, die den Weg zu einem glücklicheren, erfolgreicheren und allgemein erfüllten Leben verkürzen können.

Ernährung

Vermutlich können viele von euch das Thema Ernährung schon lange nicht mehr hören. Aber bevor ihr jetzt denkt, ich will euch erzählen, dass 2019 das perfekte Jahr wird, um die eigene Ernährung auf Veganismus umzupolen, gebt mir einen weiteren Moment eurer Aufmerksamkeit.

Ganz ehrlich, welche Diät ihr grundsätzlich bevorzugt und warum ist mir eigentlich relativ egal. Wichtig ist bloß, dass man nicht blind und aus Routine kauft, was einem im Supermarkt in die Hände fällt. Es geht darum, sich aktiv für Konsumartikel zu entscheiden und dabei zu wissen, welche Folgen diese Kaufentscheidungen im Normalfall nach sich ziehen. Vielleicht wird 2019 also eher das perfekte Jahr, um sich in Sachen Nahrungsmittel und Nahrungsmittelindustrie weiterzubilden ;-)

Aus der Routine auszubrechen kann manchmal ganz schön schwer sein. Einige Lebensmittel essen wir gerne und eventuell in großen Mengen, obwohl wir wissen, dass sie uns und dem Planeten nicht gut tun. Die Vorstellung so ein Lieblings-Comfort-Food für immer aufzugeben kann überfordern und scheint für viele häufig schlichtweg nicht erstrebenswert zu sein.

Daher ist es wichtig sich kleine Ziele zu stecken und dabei aber darauf zu achten diese strikt einzuhalten. Stichwort: 7 oder 30 Tage-Challenges. Hierbei gibt es zwei große Vorteile: erstens spornen uns die schnell erzielten Erfolgserlebnisse dazu an weiter zu machen und zweitens leben wir automatisch gesünder. Meistens ist es nämlich nicht nur so, dass wir das Lebensmittel weglassen, auf welches wir uns fokussieren. Durch die gewonnene Aufmerksamkeit beim Einkaufen und Konsumieren lassen wir eventuell sogar automatisch einige weitere potenziell ungesunde Lebensmittel weg. Juhu, eine Win-Win-Situation!

Beispiele für 7 oder 30 Tages Challenges:

  • Süßigkeiten oder raffinierten Zucker weglassen bzw. minimieren

  • Fleisch- oder Fischkonsum reduzieren bzw. minimieren

  • Low-Carb oder High-Protein Diäten ausprobieren

Fitness

Auch im Bereich Fitness muss jeder selbst entscheiden, wie viel Bewegung ihr oder ihm gut tut. Für viele gilt auch nach vielen Jahren zum Jahresbeginn das Motto “harder, better, faster, stronger”. Spätestens wenn im Februar das Lebkuchen- und Plätzchentrauma der Weihnachtszeit überwunden ist und im Supermarkt die ersten hungrigen Blicke auf den “viel zu früh” angebotenen Lindt-Osterhasen verweilen, ist dieses Motto allerdings vergessen.

Was viel effektiver ist, als sich vorzunehmen ab dem 3. Januar jeden Tag ins Fitnessstudio zu rennen ist, sich realistische Ziele zu setzen. Bedenkt immer, dass auch kleine Erfolge immer noch Erfolge sind.

Beispielsweise könntet ihr versuchen, einen Monat lang ein gewisses Ziel an täglichen Schritten zu erreichen. Einmal pro Woche mit einem Freund oder einer Freundin eine sportliche Aktivität, wie zum Beispiel schwimmen oder bouldern zu unternehmen. Oder euer Fitness-Ziel beinhaltet einmal pro Woche das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro zu fahren.

Die Möglichkeiten sind endlos und ihr könnt euch vornehmen, was auch immer ihr für richtig und vor allem machbar und realistisch haltet. Nichts ist frustrierender, als die selbst-gesteckten Ziele schon nach der ersten Woche aufgeben zu müssen, weil sie zu hoch angesetzt waren.

Nachhaltigkeit

Gerade im Bereich der Nachhaltigkeit gibt es so viele Möglichkeiten Neues im Alltag auszuprobieren, dass ich gar nicht weiß wovon ich euch zuerst erzählen soll. Es kommt ein bisschen auf den Teilbereich an, auf den wir uns beziehen wollen. Beispielsweise gibt es endlos viele Möglichkeiten Nachhaltigkeit im Haushalt zu üben. Ihr könntet zum Beispiel ausprobieren, wie es ist einen Monat lang so verpackungsfrei wie möglich einzukaufen.

Wenn euch interessiert, wie unsere Reporterin Leah das gemanaged hat, schaut doch mal hier rein.

Eine weitere Variante wäre, darauf zu achten, in welchen Produkten Palm- oder Mineralöle enthalten sind und aktiv den Kauf zu vermeiden. Wie wäre es außerdem für einen Monat zu versuchen möglichst viele Reinigungs- und Körperpflegeprodukte selbst herzustellen? Hierzu gibt es eine Menge Rezepturen, die ihr kostenlos im Internet finden könnt.

Außerhalb des Haushaltes könnt ihr eure Nachhaltigkeits-Challenge beispielsweise auf den Verkehr beziehen und wie oben schon erwähnt, versuchen häufiger die Straßenbahn, den Bus oder das Fahrrad zu nutzen. Wir können uns schließlich glücklich schätzen, in unserer Stadt über ein so hervorragend ausgebautes öffentliches Verkehrssystem zu verfügen!

Smile!

Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie langweilig und einsam unser Leben ohne unsere Mitmenschen wäre? Wie wäre es deshalb mit einer kleinen Dankbarkeits-Challenge? Lasst uns gemeinsam versuchen Augsburg zu einem noch freundlicheren Ort (Augsburger sind schließlich gar nicht sooo grantig…!) zu machen und im nächsten Jahr besonders nett zueinander zu sein. Kleine Gesten, wie einem fremden Menschen ein Lächeln oder eine freundliche Konversation zu schenken erfreuen meistens beide Gesprächspartner und sind gänzlich kostenlos.

Auch für die von euch, die sich hin und wieder mal in ihrer Arbeit oder in den eigenen Sphären verlieren, kann es hilfreich sein, sich Ziele im Bereich des sozialen zu setzen. Beispielsweise könnte eine 30 Tage-Challenge darin bestehen, jede Woche etwas mit einem Freund oder Familienmitglied zu unternehmen, oder jeden Tag in Kontakt mit einer anderen Person zu treten (für die besonders kontaktfreudigen unter euch).

Detox

Kennen wir nicht alle dieses schuldbewusste imaginäre Knirschen mit den Zähnen, wenn wir wieder einmal feststellen müssen, dass wir eine unangenehm große Menge an Zeit mit der Nutzung von Social-Media verbracht haben? Wie wäre es daher mit einem Social-Media-Detox? Es ist problemlos möglich sämtliche Zeitfresser-Apps für 30 Tage vom Smartphone zu deinstallieren, ohne dass dabei der Account und die gespeicherten Daten verloren gehen.

Solche Maßnahmen können zunächst sinnlos erscheinen, aber meistens fällt uns erst nach dieser Menge an Tagen auf, wie abhängig wir von einer bestimmten Sache sind. Erst dann wird uns die Notwendigkeit bewusst, auch in Zukunft mehr darauf zu achten, wie wir die vorhandene Zeit optimal nutzen können.

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