AuxCampus: Student entwickelt neue Uni-App | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Zwei-Faktor-Authentifizierung, verschiedenste Websites und mehrmals täglich im Browser anmelden – für Student Frederik war das irgendwann zu umständlich. Kurzerhand entwickelte er eine eigene App, von der bereits hunderte Studenten profitieren.

AuxCampus: Student entwickelt neue Uni-App

Wann ist nochmal die nächste Vorlesung? Ist die Lösung vom Übungsblatt schon hochgeladen? Wann fährt die nächste Tram und sind meine Noten schon da? Diese Fragen möchte Frederik Mondel den Studierenden abnehmen. Aus einem eigenen Bedürfnis heraus entwickelte er eine App, die inzwischen kostenlos zum Download erhältlich ist.

Von der Zwei-Faktor-Authentifizierung zur eigenen App

Frederik studiert seit zwei Jahren Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Augsburg und kennt damit ein Problem, über das viele Studierende klagen: die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Klar, Sicherheit und Datenschutz müssen sein – doch braucht es wirklich für jeden Blick auf den Stundenplan und den Zugriff auf Lernmaterialien dieses aufwendige Verfahren? Frederik findet das nicht: „Gerade in stressigen Klausurenphasen kann das echt anstrengend sein.“

Das brachte den Studenten auf eine Idee: In Eigeninitiative entwickelte er die App AuxCampus. „Eine Anwendung die mehrmals täglich von Studierenden geöffnet wird, sollte meiner Ansicht nach nativ auf dem Handy, Tablet und Laptop verfügbar sein und Materialien auch unkompliziert ohne ständigen Login zur Verfügung stellen“, erklärt Frederik.

Programmiererfahrung aus Studium und Nebenjob

Schon zuvor hatte der 20-jährige Student erste Erfahrungen im Programmieren gesammelt, indem er beispielsweise für seine Fachschaft eine eigene App und Website entwickelte. Außerdem kam er durch seinen Werkstudentenjob bei CHECK24 mit IT und Softwareentwicklung in Kontakt. Dieses Wissen konnte er nun in sein eigenes Projekt einbringen.

Viele Uni-Dienste in einer App

Die kostenlose App verspricht nicht nur einen unkomplizierten Zugang zu Digicampus, sondern bündelt zahlreiche wichtige Angebote für den Uni-Alltag. Dazu gehören Ankündigungen, Dateien und der Stundenplan – inklusive Benachrichtigungen bei Ausfällen. Auch die Uni-Mail, Tram-Abfahrtszeiten am Campus und Studis sind integriert. Darüber hinaus finden sich bekannte Funktionen der bisherigen Uni-Augsburg-App in AuxCampus, etwa der Mensa-Speiseplan. So soll möglichst vieles, was Studierende im Alltag brauchen, an einem Ort zu finden sein.

Frederik versteht die App vor allem als gemeinnütziges Projekt, mit dem er anderen Studierenden den Uni-Alltag erleichtern möchte. Und das offenbar mit Erfolg: Knapp einen Monat nach dem Start wurde die App bereits von mehr als 400 Nutzern Menschen heruntergeladen. Auch die ersten Bewertungen fallen positiv aus. „Ich wollte nur schreiben, das ist mit das Genialste, was ich seit Langem installiert habe“, heißt es in einer Rezension. Eine ein anderer Nutzer schreibt: „Die App ist schon wirklich super sinnvoll. Ich benutze sie eigentlich jeden Tag.“

Was sagt die Universität dazu?

Doch warum braucht es die Eigeninitiative eines Studenten, um verschiedene Angebote für den Uni-Alltag in einer App zusammenzubringen? Auf Anfrage erklärt die Universität, dass die UniAugsburgApp den Studierenden als dauerhaftes digitales Angebot zur Verfügung stehe und kontinuierlich weiterentwickelt werde. Dabei würden auch Anregungen aus der Studierendenschaft aufgenommen.

Zur App AuxCampus selbst möchte die Universität keine Bewertung abgeben, da es sich dabei nicht um ein Angebot der Universität handelt und die Anwendung somit nicht in deren Verantwortung betrieben wird. Grundsätzlich begrüße man jedoch „das Engagement und die Eigeninitiative unserer Studierenden“ und freue sich darüber, wenn diese eigene Ideen entwickeln, die sich mit dem Studienalltag beschäftigen.

Drei Monate Arbeit – und noch lange nicht fertig

Insgesamt stecken rund drei Monate Arbeit in der Entwicklung von AuxCampus. Doch Frederik hat noch einiges vor: Updates, neue Funktionen und weitere Verbesserungen sollen folgen. Finanziert wird das Projekt derzeit über sein Deutschlandstipendium. Über Spenden als zusätzliche Unterstützung freut sich der Student ebenfalls.

Mit AuxCampus zeigt Frederik, wie aus einem alltäglichen Problem eine eigene Idee entstehen kann – und wie diese Idee schließlich vielen anderen Studierenden das Leben ein Stück einfacher macht.