Internationale Auszeichnung für Social Start-Up aus Augsburg

Das Software-Projekt „Integreat“ vom Verein „Tür an Tür“ bekommt den Excellence Award 2020 für das nachhaltigste Geschäftsmodell. Integreat hilft zugewanderten Menschen bei der Integration.

Internationale Auszeichnung für Social Start-Up aus Augsburg

Integreat wurde von der Tür an Tür - Digitalfabrik gGmbH entwickelt, die seit 2015 ein gemeinsames Projekt des Vereins „Tür an Tür - miteinander wohnen und leben e.V“, sowie der Technischen Universität München ist. Der Betriebswirt Fritjof Knier und der Wirtschafsinformatiker Daniel Kehne sind die Gründer der Open Source-Plattform, die nun als nachhaltigstes Geschäftsmodell von der Financial Times und der International Finance Corporation gemeinsam mit der UNHCR ausgezeichnet wurde.

Was genau ist „Integreat“?

Integreat ist eine App, die zum einen Migrant_innen die Integration erleichtern soll und zum anderen die Arbeit von Integrationsbeauftragten unterstützt und Kommunen dabei hilft, ihre Angebote digital sichtbar zu machen. Oft ist der Mangel an Information der Grund dafür, dass Integration nicht klappt.

Integreat stellt lokale Informationen, digital und mehrsprachig zur Verfügung.

Hier setzten die Gründer von Integreat an und entwickelten eine App, die mehrsprachig und übersichtlich alle relevanten Informationen für Zugewanderte zur Verfügung stellt. Und das spezifisch für jede Stadt, die sich am Projekt beteiligt. Dabei schaffen sie es auch, eine Brücke zum lokalen Arbeitsmarkt zu schlagen. Mittlerweile nutzen mehr als 70 Städte und Landkreise die Plattform. Damit ist Integreat die meistgenutzte digitale Informationsplattform für Zugewanderte in Deutschland.

Mehrfach preisgekrönt

Das Projekt des Augsburger Social Start-Ups ist eine große Bereicherung für Migrant_innen und Kommunen. Es hat sich einer der größten Herausforderung der heutigen Zeit gestellt und dazu einen Lösungsansatz erarbeitet. Das erkannten auch die Veranstalter des FTIFC Awards, Financial Times und die International Finance Corporation, die das Projekt nicht nur in der Kategorie des nachhaltigsten Geschäftsmodells auszeichneten: In der Kategorie „Innovating for the Most Vulnerable and Disadvantaged“ (deutsch: Innovation für die Schwächsten und Benachteiligsten) holte Integreat den zweiten Platz.

„Diese Auszeichnung erfüllt mich mit Stolz, weil sie die Leistungen des gesamten Teams würdigt”, sagt der CFO Fritjof Knier und ergänzt: „Unsere Arbeit für Chancengleichheit unabhängig von der eigenen Herkunft rückt so auch international weiter in den Fokus”.

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