Haustier-Mythen: Was steckt dahinter?

Immer wieder bekommen wir zu hören, warum sich Haustiere so verhalten wie sie sich verhalten. Aber ist das nicht nur Irrglaube? Oder steckt doch ein bisschen Wahrheit dahinter? Wir sind der Sache auf die Spur gegangen.

Haustier-Mythen: Was steckt dahinter?

„Lecken Katzen über Wunden, beschleunigt sich der Heilungsprozess.“

Ein netter Mythos, der leider nicht wahr ist. Wenn das wahr wäre, würde sich doch jeder eine Katze anschaffen, oder? Eher reißen sie durch ihre Zunge die Wunde weiter auf, was dazu führen kann, dass sich diese entzündet. Das Gleiche gilt für Hunde. Deswegen empfehlen Tierärzte und -pfleger, Tieren einen Schutzkragen umzulegen, falls sie selber verletzt sind.

Fazit: Falsch

„Hunde, die bellen, beißen nicht.“

Bellen ist eine Ausdrucksweise des Hundes und kann Verschiedenes bedeuten. Ein Hund bellt, wenn er sich aufmerksam machen will, Freude empfindet oder etwas Interessantes sieht. Genauso bellt er, wenn er sein Revier verteidigen und andere Tiere oder Menschen verjagen will. Wenn sie bellen, sollte man ihnen also nicht zu nahekommen.

Fazit: Falsch

„Katzen fallen immer auf die Pfoten.“

Schon oft haben wir mitbekommen, dass Katzen Stürze aus extremer Höhe überlebt haben. Das liegt an ihrem Gleich­gewichtssinn, der es ihnen erlaubt, sich reflexartig in die richtige Position zu drehen. Das schaffen sie aber nur, wenn der Sturz aus einer Höhe von mindestens 1,5 Metern erfolgt. Heißt, dass sie nicht jeden Sturz – egal wie hoch – überstehen.

Fazit: Teils richtig, teils falsch

„Katzen haben sieben Leben.“

Ja, Katzen überleben Stürze aus dem dritten Stockwerk und andere unerwartete Situationen, wie einem Auto auf der Straße auszuweichen, überstehen sie auch oft unverletzt. Daher stammt auch der allbekannte Mythos. Das heißt aber nicht, dass Katzen sieben oder sogar neun Leben haben. Traurig, aber wahr: Sie sind genauso sterblich wie andere Lebewesen.

Fazit: Falsch

„Hunde und Katzen finden immer heim.“

Hunde haben einen ausgeprägten Geruchssinn und können sich so orientieren. Katzen wiederum lernen schnell die Umgebung kennen, wenn sie rausgelassen werden. So können beide Tiere leicht den Heimweg finden. Werden sie aber in weit entfernten oder fremden Orten freigelassen, finden sie nicht mehr zurück, außer sie gelangen zufällig in ein ihnen bekanntes Gebiet.

Fazit: Falsch

„Katzen spüren, wenn jemand stirbt.“

Es gibt tatsächlich Berichte über Katzen, die gespürt haben, wenn jemand im Sterben lag. Zum Beispiel ein Pflegeheim in den USA: Die dort ansässige Katze hat sich jeweils kurz vor dem Tod zu den Patienten gelegt. Auch aus einem Wiener Pflegeheim sind solche Berichte bekannt. Eine Erklärung wäre, dass Katzen den Gesundheitszustand an Ausdünstungen riechen können.

Fazit: Unklar

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